Aktuelles zum Thema frauenfeindliche Werbung

TDF begrüßt Verbot von frauenfeindlicher und diskriminierender Werbung in Berlin

Berlin, 05.06.2019. TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V. und die Arbeitsgemeinschaft „Gegen sexistische, diskriminierende und frauenfeindliche Werbung“ des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg begrüßen die Entscheidung des Landes Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, zu Werberechten auf öffentlichem Straßenland:

Seit dem 01.01.2019 ist Schluss mit sexistischer oder gewaltverherrlichender Werbung auf öffentlichen Plakatflächen in Berlin. Mit dieser Senatsentscheidung gehört Berlin endlich neben Bremen, Flensburg, München und Frankfurt zu den Städten, deren Politik ein starkes Zeichen gegen frauenfeindliche und diskriminierende Werbung setzt.

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Einreichung Zorniger Kaktus 2019

Motiv 'Zorniger Kaktus'

TERRE DES FEMMES vergibt auch 2019 den Negativ-Preis für sexistische Werbung "Zorniger Kaktus".
 
Sie möchten eine Werbung für den 'Zorniger Kaktus' 2019 nominieren, die Sie wegen ihres sexistischen Motivs, Text, Hinweis etc. besonders aufgeregt hat? Dann sind Sie hier genau richtig!

Bitte füllen Sie das Formular aus und laden Sie das Bild der Werbung hoch (mögliche Formate sind .jpg, .gif, .png, .pdf)

Nutzen Sie die Gelegenheit: Die Einreichungsphase endet am Freitag, den 14. Juni 2019! Anschließend sucht eine TERRE DES FEMMES-Jury drei Werbungen aus, über die online abgestimmt werden kann. Die Werbung, die die meisten Stimmen erhält wird zum Gewinner gekürt.

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Sexistische Werbung leider noch immer allgegenwärtig

Sexism shouldn't sellAuf dem Weg zur Arbeit, zur Universität oder einfach Zuhause am Laptop oder Handy, Werbung ist fester Bestandteil unseres Alltags und begegnet uns in den unterschiedlichsten Formen. Deshalb ist es besonders wichtig, sich mit den transportierten Werten, Rollenbildern und beeinflussenden, manchmal sogar manipulierenden Inhalten auseinanderzusetzen und Verantwortung dafür zu übernehmen, welche Idealbilder und Einstellungen in unserer Gesellschaft gefördert und unterstützt werden.

Der Berliner Senat hat eine wegweisende Entscheidung getroffen und setzt damit ein starkes Zeichen gegen frauenfeindliche und diskriminierende Werbung. In Berlin gilt seit 01.01.2019: „Sexistische oder gewaltverherrlichende Werbung ist verboten.“

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Sexism shouldn’t sell – Handlungsleitfaden

Cover des HandlungsleitfadensFrauenfeindliche Werbung schreibt Rollenbilder vor, stellt Frauen als unfähig und unterwürfig dar oder reduziert sie auf ein sexuelles Objekt. Österreich, Bremen und Ulm sind im Hinblick auf Maßnahmen gegen sexistische Werbung bereits mit gutem Beispiel vorangegangen. Friedrichshain-Kreuzberg hat 2015 als erster Berliner Bezirk nachgezogen. Diskriminierende Werbung ist dort auf öffentlichen Werbeflächen nicht mehr zu finden.

Im Rahmen seiner Kampagne gegen sexistische Werbung hat das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg jetzt einen Handlungsleitfaden mit dem Namen „Sexism Shouldn’t Sell“ veröffentlicht, welcher als Gemeinschaftsprojekt mit TERRE DES FEMMES, dem FRIEDA Frauenzentrum e.V., dem Netzwerk Frauengesundheit Berlin, dem Deutschen Frauenring und dem Frauennetzwerk-FK entstanden ist und ab sofort im Frauenbüro Friedrichshain-Kreuzberg ausliegt. Das 27-seitige Heft kann ebenfalls heruntergeladen werden.

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"Der Zornige Kaktus" 2017

zorniger kaktus startAuch in diesem Jahr wird wieder "Der Zornige Kaktus" von TERRE DES FEMMES an Unternehmen verliehen. Vom 12. Juni bis zum 23. Juli 2017 konnten Vorschläge zur Wahl bei kaktus@frauenrechte.de eingereicht werden, um Unternehmen für den Negativ-Preis für besonders frauenverachtende Werbung zu nominieren. Mehr als 80 Werbeanzeigen gingen bei TERRE DES FEMMES ein.

Sex Sells ist eine Werbestrategie, die von vielen Unternehmen gewählt wird. Oft wird dabei die Grenze zu Sexismus überschritten. TERRE DES FEMMES stellt fest, dass meist Bilder von Frauen nicht selten in pornografischer Pose mit einem anzüglichen Spruch von Werbenden inflationär verwendet werden – egal ob Tourismusverband, Fluggesellschaft, Elektronikhersteller, gemeinnütziger Verein oder die Bäckerei von nebenan. Frauenfeindliche Werbung ist Ausdruck eines gesellschaftlichen Missstands und trägt zur Fortführung bei.

Die Jury, bestehend aus der stellvertretenden TERRE DES FEMMES Vorstandsvorsitzenden Inge Bell, Pressereferentin Marion Brucker und den ehrenamtlich tätigen Mitfrauen von TERRE DES FEMMES Dagmar Moeller-Bartelmann und Irma Bergknecht werden über drei Finalisten abstimmen. Diese werden auf der Homepage vom 23. August bis zum 3. September 2017 zur Wahl gestellt werden.

"Der Zornige Kaktus" wird im September 2017 verliehen.

 

Der „Zornige Kaktus" 2015

Gewinner Zorniger Kaktus 2015TERRE DES FEMMES hat in diesem Sommer zum zweiten Mal den „Zornigen Kaktus" für besonders frauenfeindliche Werbung verliehen. Diesjähriger Preisträger der Negativ-Auszeichnung ist eine Anzeige des Online-Unternehmens „Karrierestrategen". Es wirbt mit dem Hinterteil einer Frau für kostenlose Bewerbungschecks. Zwei Wochen lang konnte die Öffentlichkeit sich an der Online-Abstimmung von TERRES DES FEMMES beteiligen. Von insgesamt mehr als 6800 TeilnehmerInnen befanden 3096 die Anzeige der „Karrierestrategen" aus Bruchsal (Baden-Württemberg) als die frauenfeindlichste unter den drei Finalisten.

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Bilanz des Deutschen Werberates 2014: 14 Unternehmen gerügt – alle wegen frauenfeindlicher Werbung

Die Jahresbilanz des Deutschen Werberates zeigt, dass Werbungen nach wie vor viel zu häufig frauendiskriminierende Inhalte enthalten. Immer wieder versuchen Unternehmen Produkte und Dienstleistungen mit Frauenkörpern als Hingucker zu bewerben - ganz nach dem Motto SEXism SELLS! TERRE DES FEMMES fordert deshalb ein stärkeres Vorgehen gegen die jeweiligen Unternehmen und kämpft weiterhin für einen Bewusstseinswandel, sodass Frauen in Zukunft nicht mehr zu Werbezwecken instrumentalisiert und degradiert werden.

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Müller Milch macht Werbung für Schläge als Erziehungsmaßnahme

Die Firma Molkerei Alois Müller bewirbt in einem aktuellen Werbespot eines seiner Produkte mit der Drohung einer Mutter an die Tochter, dass sie mit Schläge von ihrem Vater zu rechnen hat, weil sie sich hat tätowieren lassen.

In dem Werbespot wird eine konservative Familie gezeigt, bei der die Tochter des Hauses aus der ihr vorgegebenen Rolle ausschert und ihren eigenen Weg geht. Wir freuen uns über das moderne Rollenbild der Tochter, die sich gegen die häuslichen Konventionen stellt. Unsere Freude schlägt jedoch schnell in Entsetzen um, als die Mutter der Tochter verdeutlicht, dass ihre Entscheidung sich tätowieren zu lassen vom Vater mit Schläge sanktioniert werden wird.

Uns bleibt bei dieser Botschaft das Lachen wie auch der Müller Joghurt im Halse stecken, denn die Fakten zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen sind kein Anlass, sich mit einer vermutlich witzig gemeinten Werbung darüber lustig zu machen.

Deswegen haben wir einen Protestbrief an die Molkerei Alois Müller wie auch an den Deutschen Werberat geschrieben.

Update (24.06.2014): Die Firma Müller Milch sowie der Deutsche Werberat haben uns inzwischen geantwortet. Überraschenderweise findet weder der Werberat noch Müller Milch die Werbung gewaltverherrlichend: "Dank der gesungenen Dialoge in Reimform erhält jede Nachricht eine souveräne Leichtigkeit. Die Spots sollen vor allem Spaß machen und eine große Portion gute Laune in den Alltag bringen. Selbstverständlich wollen wir damit in keinster Weise körperliche Gewalt propagieren oder verherrlichen."

Für uns hört der Spaß allerdings bei Gewalt auf, egal ob lustig verpackt oder nicht. Wir fordern Müller Milch daher nachdrücklich auf, diesen Werbespot aus dem Programm zu nehmen!

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Nach Massenprotesten: Redcoon wird vom Werberat öffentlich gerügt

Unsere Protestaktion war erfolgreich: Nach zahlreichen Beschwerden aus der Bevölkerung hat der Deutsche Werberat die Firma Redcoon für ihre aktuelle Werbekampagne öffentlich gerügt. Auch nach Meinung des Werberats vermittelten die Werbemaßnahmen „den Eindruck, dass Frauen generell ‚billig’ und leicht verfügbar seien. Ein Bezug zu den vom Online-Händler vertriebenen Produkten sei rein künstlich. Der Begriff ‚billig’ würde durchgehend mit sexuellen Anspielungen verbunden und dadurch doppeldeutig aufgeladen.“

 

Nach anfänglicher Weigerung auf die öffentliche Rüge vom Werberat zu reagieren, hat sich das Unternehmen Redcoon inzwischen bereit erklärt, drei vom Werberat gerügte TV-Spots gegen einen nicht beanstandeten Spot auszutauschen. Zu den Internet-Spots hingegen hat sich Redcoon weiterhin nicht geäußert.

Zumindest teilweise zeigt sich am Fall Redcoon, dass sich der Protest lohnt!

 

Frauenbild in der Werbung – TERRE DES FEMMES zu Gast beim Deutschen Werberat

Am Mittwoch, den 16. Oktober 2013, veranstaltete der Deutsche Werberat die dritte „Konferenz Werbung und Gesellschaft“. Debattiert wurde über das „Frauenbild in der Werbung - Selbstdisziplinäres Handeln der Werbewirtschaft.“

Neben Irmingard Schewe-Gerigk, der Vorstandsvorsitzenden von TERRE DES FEMMES, sprachen Vertreterinnen vom Deutschen Frauenrats und Pinkstinks Germany. Zudem informierten ExpertInnen aus der Wissenschaft über die Wirkung von Medien und Werbung.

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