Gründung von TERRE DES FEMMES jährt sich am 2. Oktober 2011 zum 30. Mal (27.09.2011)

Die größte Frauenrechtsorganisation Deutschlands zieht Bilanz und fordert „Mädchenrechte stärken! Weltweit“. Die Menschenrechtssituation von Mädchen und Frauen ist immer noch katastrophal. Viele leiden unter sexueller und häuslicher Gewalt, Zwangsheirat und Genitalverstümmelung. Politische und gesellschaftliche Initiativen sind dringend notwendig.

Berlin. „30 Jahre TERRE DES FEMMES – Das bedeutet 30 Jahre erfolgreiche Arbeit für die Gleichberechtigung und Freiheit von Mädchen und Frauen in Deutschland und weltweit“ betonte Christa Stolle, Geschäftsführerin von TERRE DES FEMMES (TDF), am Dienstag in Berlin. Immer wieder hat sich TDF für die ungehörten und unterdrückten Frauenstimmen weltweit eingesetzt und als eine der ersten Organisationen die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung auf die politische Agenda gesetzt. Schwerpunkte der Frauenrechtsorganisation sind die Themen weibliche Genitalverstümmelung, Häusliche Gewalt, Gewalt im Namen der Ehre sowie Zwangsverheiratung und Frauenhandel. Die offizielle Feier des Jubiläums wird im Anschluss des internationalen Kongresses „Mädchenrechte stärken – weltweit“ von TDF am Samstag, den 29. Oktober 2011, in Berlin stattfinden.

„Wir haben viel bewirkt, doch dürfen wir uns nun nicht auf dem Erreichten ausruhen. Erst wenn Mädchen und Frauen in allen Kulturen frei und ohne Benachteiligung leben und selbst über ihr Leben und ihren Körper bestimmen können, ist das Ziel von TDF erreicht“, betonte die Vorstandsvorsitzende Irmingard Schewe-Gerigk. Unermüdlich erinnert die Frauenrechtsorganisation PolitikerInnen an ihre Verantwortung,  sensibilisiert die Öffentlichkeit für Gewalt an Mädchen und Frauen, setzt sich mit Aktionen und Kampagnen wie „KEIN Schnitt ins Leben“ für Frauenrechte ein und berät Betroffene, Angehörige aber auch professionelle Institutionen. Durch die internationale Vernetzung von TDF mit Frauenrechtsorganisationen und die Kooperation mit Schutzeinrichtungen und Frauenhäusern weltweit, können unterdrückte Mädchen und Frauen wirksam unterstützt werden. „In der täglichen Arbeit wird immer wieder deutlich, wie viele Gesichter Gewalt gegen Frauen besitzt und welch gravierende Auswirkungen diese Gewalt auf kommende Generationen hat“, erklärte Christa Stolle.

TDF hat besondere Aktionsformen entwickelt, um auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen: Die Fahnenaktion am 25. November, dem Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“, findet 2011 zum 11. Mal statt. 2010 wurden mehr als 6.000 Fahnen und Banner mit der Aufschrift „frei leben – ohne Gewalt“ von Institutionen, Organisationen und Einzelpersonen gehisst. Die 3.613 Mitglieder und FörderInnen und die ehrenamtlich Aktiven in den 24 TDF-Städtegruppen sind die Basis der Organisation. Der Verein wurde 1981 in Hamburg gegründet. Seit Juni 2011 sitzt die Bundesgeschäftsstelle in Berlin.

Prominente UnterstützerInnen wie der Publizist und Fernsehmoderator Roger Willemsen, die Schauspielerinnen Sibel Kekilli, Ulrike Folkerts und Nina Hoss oder die Schriftstellerin Tanja Kinkel stellen TDF ein erstklassiges Zeugnis aus. „Um die Rechte der Frauen wäre es ohne TERRE DES FEMMES heute schlechter bestellt, schon weil ihre Durchsetzung weniger genau beobachtet würde“ so Willemsen.

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Für Nachfragen, Bildmaterial zur Kampagne sowie Interviews stehen wir gerne zur Verfügung.
Bitte wenden Sie sich an TERRE DES FEMMES, Astrid Bracht (Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Tel: 030 40504699-25, E-Mail: presse@frauenrechte.de
Ausführliches Pressematerial zum Jubiläum von TERRE DES FEMMES steht auf der Internetseite www.frauenrechte.de.

TERRE DES FEMMES ist eine gemeinnützige Menschenrechtsorganisation für Mädchen und Frauen, die durch Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit, Einzelfallhilfe, Förderung von Projekten und internationale Vernetzung von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen unterstützt. TERRE DES FEMMES klärt auf, wo Mythen und Traditionen Frauen das Leben schwer machen, protestiert, wenn Rechte beschnitten werden und fordert eine lebenswerte Welt für alle Mädchen und Frauen – gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei! Unsere Schwerpunktthemen sind Häusliche Gewalt, Zwangsheirat und Ehrverbrechen, weibliche Genitalverstümmelung, Frauenhandel, Zwangsprostitution und soziale Rechte für Arbeiterinnen. Der Verein wurde 1981 gegründet, die Bundesgeschäftsstelle befindet sich in Berlin.
Weitere Informationen finden Sie unter www.frauenrechte.de.