Aktuelles zum Thema weibliche Genitalverstümmelung

Workshop zu Kritischer Männlichkeit bei TERRE DES FEMMES

Die Berliner CHANGE Mediatoren mit Projektkoordinatorin Charlotte Weil, Praktikantin Hanna Schnieders und dem Männlichkeitsforscher Christoph May beim Workshop über Kritische Männlichkeit. Foto: © TERRE DES FEMMES

Am 15. Februar 2020 fand die zweite Schulung für die CHANGE Mediatoren im Rahmen des Projekts „Men Standing Up for Gender Equality“ statt. Zu Gast war der Experte und Männlichkeitsforscher Christoph May, der den Workshop zu „Kritischer Männlichkeit“ durchgeführt hat. 

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Bundesweite Büchertischaktion anlässlich des 6.Februar 2020

TDF-Mitfrauen Angelika Brückner und Marianne von Heusinger bei der Büchertischaktion in Bremen. Foto: © 2020 Heidi SchanzTDF-Mitfrauen Angelika Brückner und Marianne von Heusinger bei der Büchertischaktion in Bremen. Foto: © 2020 Heidi SchanzStöbern, schmökern, Wissen teilen… Auch in diesem Jahr veranstaltete TERRE DES FEMMES wieder anlässlich des Internationalen Tages „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“ am 6. Februar 2020 eine deutschlandweite Büchertischaktion zum Thema (engl.: female genital mutilation, kurz FGM). In zahlreichen Buchhandlungen und Bibliotheken wurde auf das Thema aufmerksam gemacht, indem ein eigens dafür hergerichteter Büchertisch Wissen zur Praktik vermittelte und Hinweise für die eigenständige Lektüre bot.

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Let’s CHANGE Advocacy Meeting im Europäischen Parlament – Community-AktivistInnen appellieren an die Politik

Foto: © End FGM EU

Anlässlich des Internationalen Tags „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“ haben die Partnerorganisationen von Let’s CHANGE am 4. Februar 2020 ein Advocacy Meeting im Europäischen Parlament organisiert, das von unterschiedlichen Mitgliedern des Europäischen Parlaments unterstützt wurde.

So reisten die ProjektparterInnen gemeinsam mit je zwei CHANGE Agents bzw. CHANGE Trainers aus den unterschiedlichen Ländern nach Brüssel, um dort ihre Forderungen zur Abschaffung der weiblichen Genitalverstümmelung an die Politik heranzutragen. Das Advocacy Meeting wurde von Dr. Pierette Herzberger-Fofana MdEP (Grüne/EFA), Frances Fitzgerald MdEP (EVP), Hilde Vautmans MdEP (Renew Europe) und Marisa Matias (GUE/NGL) ausgerichtet.

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Start des Trainingsprogramms zur Ausbildung als CHANGE Mediator im Projekt „Men Standing Up for Gender Equality“

Die CHANGE Mediatoren mit den ProjektkoordinatorInnen Charlotte Weil und Maan Obaid. Foto: © TERRE DES FEMMES

Am Samstag, den 18. Januar 2020 fand die erste Schulung für die CHANGE Mediatoren in der Bundesgeschäftsstelle von TERRE DES FEMMES (TDF) in Berlin statt. Das Trainingsprogramm wird im Rahmen des von der EU kofinanzierten Projekts „Men Standing Up for Gender Equality“ umgesetzt und qualifiziert Männer aus migrantischen Communitys zur Arbeit als so genannte CHANGE Mediatoren, im Rahmen derer sie Männlichkeitsbilder und soziale Rollenstereotype hinterfragen sowie in ihren Communitys zu geschlechtsspezifischer Gewalt aufklären und sensibilisieren. Ziel ist es, mehr Männer in die Arbeit gegen weibliche Genitalverstümmelung (female genital mutilation – FGM) und Früh- und Zwangsverheiratung (early and forced marriage – EFM) als Formen geschlechtsspezifischer Gewalt zu involvieren und ein Umdenken in betroffenen Communitys anzustoßen.

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Weitere Fortbildungsangebote im Jahr 2020: TERRE DES FEMMES bildet aus!

Foto: © TERRE DES FEMMES

Die TERRE DES FEMMES CHANGE TrainerInnen des EU-Projekts „Let’s CHANGE“ sowie die FGM Referentin Dr. Idah Nabateregga bilden unterschiedliche Fachkräfte zum Thema weibliche Genitalverstümmelung (FGM) in der Geschäftsstelle Berlin aus. Durch die Fortbildungsveranstaltungen sollen Wissenslücken zum Thema FGM bei relevanten und interessierten Fachkräften aus dem Gesundheitswesen und dem Kinderschutz sowie aus Bildungseinrichtungen und Flüchtlingsunterkünften geschlossen werden, um diesen einen professionellen Umgang mit Betroffenen von FGM zu ermöglichen.

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Schulklasse zu Besuch in der TERRE DES FEMMES-Geschäftsstelle

SchülerInnen des Diesterweg-Gymnasiums informieren sich zu weiblicher Genitalverstümmelung. Foto: ©TDF 2020SchülerInnen des Diesterweg-Gymnasiums informieren sich zu weiblicher Genitalverstümmelung. Foto: © TERRE DES FEMMES 2020Am Freitag, 24.01.2020 durfte das Referat zu weiblicher Genitalverstümmelung (engl.: Female Genital Mutilation, FGM) eine Klasse des Berliner Diesterweg-Gymnasiums in der TDF-Geschäftsstelle begrüßen. Die SchülerInnen der 10.Klasse trafen sich mit der Referatsassistentin Lovina Okonkwo, um über die verschiedenen Aspekte von FGM  zu sprechen. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin hatten sie sich dazu bereits im Rahmen des Philosophieunterrichts mit dem Thema beschäftigt. Nun wollte die gesamte Klasse einen tieferen Einblick in die Arbeit von TERRE DES FEMMES zu weiblicher Genitalverstümmelung gewinnen und sich zudem über Möglichkeiten des Engagements von SchülerInnen austauschen.

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Ein Jahr Let’s CHANGE: „Es ist die Mühe wert, geduldige Arbeit zu leisten.“ – Im Gespräch mit Schirmherrin Rakieta Poyga

Rakieta Poyga. Foto: © Alexander GonschiorRakieta Poyga. Foto: © Alexander GonschiorDer Jahreswechsel lädt, wie jedes Jahr dazu ein, Geschehenes und Erreichtes zu reflektieren. TERRE DES FEMMES blickt nicht nur auf ein ereignis- und erfolgreiches Jahr 2019 allgemein, sondern auch auf das erste Jahr des Let’s CHANGE Projekts zurück. Dies haben wir uns zum Anlass genommen, um auch mit der Schirmherrin des Projektes, Rakieta Poyga noch einmal über das Projekt und über ihren Einsatz gegen weibliche Genitalverstümmelung in Burkina Faso zu sprechen.

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Ein historischer Moment: Erstmals kommt es zu einer Verurteilung wegen weiblicher Genitalverstümmelung in Irland

© Joanna Broda © Joanna Broda

In Irland fällte am 28. November 2019 erstmals ein Gericht ein Urteil wegen weiblicher Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation, FGM). Einem Elternpaar war unterstellt worden, die Genitalverstümmelung ihrer, zu dem Zeitpunkt einjährigen Tochter zugelassen und in die Wege geleitet zu haben. Es handelt sich um den ersten Fall dieser Art seit Einführung des Criminal Justice (Female Genital Mutilation Act) 2012, der weibliche Genitalverstümmelung von in Irland lebenden Personen im In- und Ausland kriminalisiert.

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Projektmeeting in Amsterdam: Ein Jahr Let’s CHANGE

f.l.t.r.: Harm Boll (FSAN), Zahra Naleie (FSAN), Binet Ibrahim (Plan), Gwladys Awo (Plan), Sokhna Fall Ba (Equipop), Idah Nabateregga (TDF), Carolin Pranz (TDF), Charlotte Weil (TDF), Andrea Mewaldt (OEC). Photo: © TERRE DES FEMMESv.l.n.r.: Harm Boll (FSAN), Zahra Naleie (FSAN), Binet Ibrahim (Plan), Gwladys Awo (Plan), Sokhna Fall Ba (Equipop), Idah Nabateregga (TDF), Carolin Pranz (TDF), Charlotte Weil (TDF), Andrea Mewaldt (OEC). Foto: © TERRE DES FEMMES

Am 18.-19.11.2019 fanden sich die Partnerorganisationen Federatie Somalische Associaties Nederland (FSAN), Equilibres & Populations (Equipop), Plan International Deutschland (PLAN) und TERRE DES FEMMES in Amsterdam zu einem Planungstreffen zusammen. Nach über einem Jahr Let’s CHANGE galt es, bisherige Entwicklungen im Projekt Revue passieren zu lassen und die nächsten Schritte zu besprechen. Gastgeber waren diesmal FSAN. Die Leitung des Meetings übernahm TERRE DES FEMMES.

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Podiumsdiskussion „breaking blades – Breaking the Silence“

Dr. Lisa Masumbuku und Antje Pohsegger auf dem Podium © TERRE DES FEMMES 2019Dr. Lisa Masumbuku und Antje Pohsegger auf dem Podium © TERRE DES FEMMES 2019Am 14.11.2019 lud TERRE DES FEMMES zu einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Ausstellung breaking blades ein. Auf dem Panel saßen neben Dr. Idah Nabateregga, Referentin zu weiblicher Genitalverstümmelung bei TERRE DES FEMMES, die CHANGE Agents Sekou Kaba und Binta Fatty, Regisseurin Ulrike Zimmermann und Dr. Lissa Masumbuku, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Die Moderation übernahm Antje Pohsegger, Fotografin und Initiatorin der Ausstellung.

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Im Einsatz gegen weibliche Genitalverstümmelung: TDF-Mitfrau Hedwig von Knorre beim Forum Hebammenarbeit Wiesbaden

TDF-Mitfrau Hedwig von Knorre am Infostand zu FGM. Foto: ©Hedwig von Knorre.TDF-Mitfrau Hedwig von Knorre am Infostand zu FGM. Foto: ©Hedwig von Knorre.Am Wochenende vom 8. – 9. November 2019 fand im Wiesbadener RheinMain CongressCenter das diesjärige Forum Hebammenarbeit statt. TDF-Mitfrau und ausgebildete Hebamme Hedwig von Knorre war wieder mit dabei, um das anwesende gesundheitliche Personal für das Thema weibliche Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation, FGM) zu sensibilisieren. Unterstützt wurde sie dabei diesmal von Tamara Anna Mahl. Gemeinsam verteilten Sie zahlreiches Informationsmaterial und stand den Interessentinnen Rede und Antwort.

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Auftaktveranstaltung der Veranstaltungsreihe „breaking blades“

BesucherInnen der Vernissage sehen sich die Porträts an und hören gleichzeitig die Interviews auf Ihren SmartphonesBesucherInnen der Vernissage sehen sich die Porträts an und hören gleichzeitig die Interviews auf Ihren Smartphones. Foto: © TERRE DES FEMMES

Am Freitag, den 1. November 2019 fand die offizielle Vernissage der Ausstellung „breaking blades“ von Antje Pohsegger in Berlin statt. Unter den Gästen befanden sich unter anderem VertreterInnen der KooperationspartnerInnen TERRE DES FEMMES und Menstruation Health Hub Berlin sowie KünstlerInnen und AktivistInnen.

Die Eröffnung der Ausstellung fand im Kreuzberger Umspannwerk am Paul-Lincke-Ufer statt. Geladene Gäste und Interessierte kamen zusammen, um die Fertigstellung der künstlerischen Arbeit von Antje Pohsegger zu feiern und all denen, die an dem Projekt beteiligt waren, ihre Anerkennung und Dank auszusprechen. Zu den Beteiligten gehört auch das Referat zu weiblicher Genitalverstümmelung (eng.: female genital mutilation, FGM) von TERRE DES FEMMES, das wesentlich in der Vermittlung der Fotomodelle involviert war und den Kontakt zu den Communitys hergestellt hat. So sind zum Beispiel auf 80% der fertigen Porträtfotos ehemalige oder aktuelle CHANGE Agents der EU-Projekte CHANGE Plus und Let’s CHANGE zu sehen.

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„breaking blades“ – Ausstellung und Podiumsdiskussion zu weiblicher Genitalverstümmelung in Berlin

breaking blades

Die Leinwände hängen und die Stühle stehen bereit… Wenige Wochen vor Eröffnung der „breaking blades“-Ausstellung der Fotografin Antje Pohsegger in Berlin laufen die letzten Vorbereitungen für die Vernissage und Podiumsdiskussion auf Hochtouren. TERRE DES FEMMES unterstützt das Projekt inhaltlich mit Expertise zum Thema FGM und Kontakten zu AktivistInnen aus betroffenen Communitys.

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Podiumsdiskussion „Mein Körper – Unversehrt und selbstbestimmt“: Gemeinsam gegen Kinderrechtsbeschneidung!

Foto: © Martin FunckDas Recht über die eigenen Genitalien frei zu bestimmen, ist ein Menschenrecht. Foto: © Martin Funck "Das Recht, über die eigenen Genitalien frei zu bestimmen, ist ein Menschenrecht" – diese geteilte Forderung haben am 29. Oktober 2019 im Rahmen der Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“ VertreterInnen der Kampagnenorganisationen Projekt 100% MENSCH, MOGiS e. V. und TERRE DES FEMMES gemeinsam mit Gastgeberin Seyran Ateş, Gründerin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, auf dem dortigen, gleichnamigen Podium der Öffentlichkeit präsentiert und inhaltlich diskutiert. Allen gemeinsam war das Ziel, aus ihren je spezifischen Blickwinkeln der professionellen Arbeit einen positiven gesellschaftlichen Austausch über Genitalverstümmelung von Mädchen, Jungen und intergeschlechtlichen Kindern anzustoßen und zum Thema zu informieren. Auch sollte über die durchaus unterschiedlichen, hinter den Praktiken stehenden gesellschaftlichen Überzeugungen aufgeklärt werden, damit diese hinterfragt und letztlich überwunden werden können. Ursprünglich vorgesehen war auch die Teilnahme von Lala Süsskind, Vorsitzende des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus e. V., die diese jedoch aufgrund einer anderweitigen Terminverschiebung bedauerlicherwiese kurzfristig nicht wahrnehmen konnte. Das diverse Panel und nicht zuletzt die außergewöhnliche Location der Diskussion machten den Austausch auch für die Gäste zu einer einzigartigen Veranstaltung.

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Podiumsdiskussion 29.10. zur Kampagne „Mein Körper – Unversehrt und selbstbestimmt: Das Recht auf körperliche Unversehrtheit bei Kindern verteidigen

Logo Kampagne 2019Im Rahmen der Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“ laden die Partnerorganisationen TERRE DES FEMMES, 100% MENSCH und MOGiS am 29. Oktober 2019 ab 19:30 Uhr zu einer Podiumsdiskussion in die Ibn Rushd-Goethe Moschee, Berlin. Wir freuen uns, die Thematik aus vielen verschiedenen Positionen beleuchten zu können. So sollen sowohl die männliche und weibliche Genitalverstümmelung als auch die zwanghafte „Normierung“ der Genitalien von intersexuellen Kindern diskutiert werden.

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Let’s CHANGE Pressekonferenz: 70.000 Frauen in Deutschland sind von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen

Foto: © Martin Funck v.l.n.r oben Colette Tchoumbou, Habiba Al-Hinai, Charlotte Weil, Christa Stolle, Yanick Djouboussie, Sana Diedhiou; v.l.n.r. unten Carolin Pranz, Martha Waithaka, Ferawaty Simanjuntak-Soltmann. Foto: © Martin FunckAm Vortag des internationalen Mädchentages lud TERRE DES FEMMES JournalistInnen zu einem Pressefrühstück ins Europahaus, um auf die zunehmende Prävalenz von weiblicher Genitalverstümmelung in Europa und Deutschland aufmerksam zu machen. Es handelt sich bei FGM um ein globales Phänomen, dass eine Menschenrechtsverletzung von Mädchen und Frauen weltweit bedeutet. Betroffene leiden oftmals unter langfristigen körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen, die sich maßgeblich auf ihren Werdegang auswirken kann.

Für TERRE DES FEMMES ist klar: Aufklärungsarbeit durch Projekte wie Let’s CHANGE ist wichtiger denn je!

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Kämpfen Sie mit uns gegen weibliche Genitalverstümmelung!

Foto: © TERRE DES FEMMESFoto: © TERRE DES FEMMES„In meiner Community sind mehr als 90 Prozent der Frauen an ihren Genitalien beschnitten. In meiner Kindheit waren die Zeremonien und Feiern anlässlich der Beschneidung jedes Mal ein großes Fest. Erst als ich älter wurde, verstand ich, wie schmerzvoll dieser völlig unnötige Eingriff ist und dass die Betroffenen ein Leben lang an den Folgen leiden. Also beschloss ich, mich dagegen einzusetzen“, so Ferawaty Simanjuntak-Soltmann.

Seit Oktober 2018 engagieren sich insgesamt 10 CHANGE Agents und 6 CHANGE Trainers in dem von TERRE DES FEMMES koordinierten EU-Projekt „Let’s CHANGE“. Das Projekt wird zurzeit in drei europäischen Ländern umgesetzt, mit dem Ziel FGM in der EU abzuschaffen. Im Rahmen des Projektes hat TERRE DES FEMMES die zehn CHANGE Agents und sechs Trainers ausgebildet. Während die „CHANGE Agents“ in ihren Communitys in Berlin über diese schädliche Praxis aufklären und sensibilisieren, trainieren die „CHANGE Trainers“ Berufsgruppen bundesweit zu Präventionsmaßnahmen und Umgang mit Betroffenen.

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„breaking blades“ – Ausstellung und Buch über Genitalverstümmelung in Deutschland

Ausstellung Break off

Laut TERRE DES FEMMES Dunkelzifferstatistik lebten im Jahr 2018 ca. 64.800 Frauen in Deutschland, die vom Ritual der weiblichen Genitalverstümmelung, kurz FGM/C, betroffen sind. Des Weiteren schätzte die Frauenrechtsorganisation die Zahl der gefährdeten Mädchen auf ca. 15.500. Die Tendenz der hierzulande lebenden betroffenen und gefährdeten Mädchen und Frauen ist steigend, da zeitgleich die Zuwanderung von Menschen aus FGM/C-praktizierenden Ländern steigt.

TERRE DES FEMMES und das MH Hub Berlin sind als offizielle KooperationspartnerInnen involviert.TERRE DES FEMMES und das MH Hub Berlin sind als offizielle KooperationspartnerInnen involviert.Nun hat die in Baden-Württemberg lebende Fotografin Antje Pohsegger eine Wanderausstellung ins Leben gerufen, um die Bevölkerung über die Tradition an sich sowie über die Möglichkeiten der Prävention zu informieren. Die Fotoausstellung ist zudem eine Kooperation zwischen dem Fotostudio Pohsegger, TERRE DES FEMMES und dem Menstruation Health Hub in Berlin. Durch die Kombination aus fotografisch-künstlerischer und journalistischer Arbeit soll innerhalb Deutschlands das Bewusstsein für die Praktik geschärft werden, um letztlich auch eine Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung herbeizuführen. Die erste Ausstellung ist bereits für den November 2019 im Berliner Umspannwerk in Kreuzberg geplant und soll als Auftakt für die bundesweite Wanderausstellung dienen.

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Projektauftakt „Men Standing Up for Gender Equality“

Die ProjektpartnerInnen TERRE DES FEMMES, Lessan und FEA beim Kick-off Meeting in Hamburg. Foto: © Lessan e. V.Die ProjektpartnerInnen TERRE DES FEMMES, Lessan und FEA beim Kick-off Meeting in Hamburg. Foto: © Lessan e. V.

Am 5. und 6. September 2019 fand das Kick-off Meeting für das neue EU-Projekt „Men Standing Up for Gender Equality“ in Hamburg statt. Das Projekt wird von Lessan e. V. (Hamburg) koordiniert und TERRE DES FEMMES sowie Femmes Entraide et Autonomie (Paris) sind als Projektpartner beteiligt.

Zusammen führen die Partnerorganisationen das Projekt zur Sensibilisierung und Abschaffung von geschlechtsspezifischer Gewalt – insbesondere weibliche Genitalverstümmelung und Früh- und Zwangsverheiratung – in betroffenen Communitys in Hamburg, Berlin und Paris durch.

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Community Event des Let’s CHANGE Projekts

CHANGE Agent Sekou Kaba hält einen Vortrag über FGM und Let's CHANGE. Foto: © TERRE DES FEMMESCHANGE Agent Sekou Kaba hält einen Vortrag über FGM und Let's CHANGE. Foto: © TERRE DES FEMMESAnlässlich der Halbzeit des EU-ko-finanzierten Projekts „Let’s CHANGE“, feierten die CHANGE Agents und TrainerInnen des Projekts am Samstag, dem 24.08.19, ein Community-Fest, zudem sie ihre Community-Mitglieder, Freunde, und Bekannten einluden. Das Fest sollte insbesondere die Arbeit und bisherigen Erfolge der CHANGE Agents und Trainers feiern. Gleichzeitig sollte es den Mitgliedern der unterschiedlichen Diaspora-Communities die Gelegenheit geben, sich gegenseitig kennenzulernen, auszutauschen, und sich über das Thema „weibliche Genitalverstümmelung“ (FGM) zu informieren.

Gefeiert wurde in der „Radio – The Label Bar“ in Berlin Friedrichshain, die einen gemütlichen und entspannten Rahmen für das Event bot. Aufgrund des heißen Sommerwetters konnten die Gäste draußen vor der Bar sitzen, dort kalte Getränke und das bunte Buffet genießen und miteinander ins Gespräch kommen.

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