Archiv: Meldungen zur internationalen Zusammenarbeit

„Ein Ehrenmord wäre nie in Frage gekommen“ – Die Geschichte von Adnan*

Für jugendliche Frauen ist die Auseinandersetzung mit ihren Rechten besonders wichtig. Foto: © YAKA-KOOPFür jugendliche Frauen ist die Auseinandersetzung mit ihren Rechten besonders wichtig. Foto: © YAKA-KOOP

Adnan sitzt gebeugt auf seinem Stuhl. Er wendet den Kopf zur Seite und schluckt. Seine Augen röten sich, eine Träne tropft zu Boden. Wir schweigen. Interviewpause. Zu schwer wiegt für den 42-Jährigen die Erinnerung, zu schmerzhaft drängt sich das Ohnmachtsgefühl wieder an die Oberfläche. Adnan wirkt gebrochen und ist doch ein Kämpfer. Seine Tochter wurde 2016 von einem Mann, der sich als „traditioneller Heiler“ ausgab und der Familie Gesundheit für ihr Kind versprach, vergewaltigt. Adnan hätte nie von dieser Tat erfahren, wenn sie nicht bei einer gynäkologischen Untersuchung ans Licht gekommen wäre. Heute ringt er mithilfe von YAKA-KOOP, der TDF-Partnerorganisation in der Türkei, um Gerechtigkeit für seine Tochter und die Rückkehr in ein normales Leben.

 

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In der Jugend liegt die Kraft! Erster Bericht zum Peer Ambassador-Projekt in Sierra Leone

Aufklärungsposter zur Prävention von weiblicher Genitalverstümmelung. Grafik: © James MasayAufklärungsposter zur Prävention von FGM.
Grafik: © James Masay
Wichtige Erfolge bei der Aufklärungsarbeit in Lunsar! Seit Juli 2017 wurden dank der finanziellen Unterstützung durch die Benefizaktion des Bayrischen Rundfunks „Sternstunden e.V.“ entscheidende Fortschritte im Kampf gegen Weibliche Genitalverstümmelung (engl.: FGM) in Sierra Leone erzielt.

Ziel des Projekts ist die Ausbildung von so genannten Peer Ambassadors, jungen Frauen und Männern, die als Botschafter für die Menschenrechte von Mädchen und Frauen in ihren Freundeskreisen, Familien und Gemeinden mobil machen. Sie klären nicht nur über FGM auf, sondern achten auch darauf, dass kein Mädchen aus ihrem Umkreis beschnitten wird. Drohende Verstöße melden sie.

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Gemeinsam Frauenrechtsverletzungen verhindern – großer Erfolg in unserem Gewaltschutzzentrum in Ouagadougou

Mme Bouda mit ihren zwei Töchtern Foto: © ABNMme Bouda mit ihren zwei Töchtern Foto: © ABNIm Februar 2016 verliert die junge Frau P. Bouda bei einem tödlichen Busunfall ihren Ehemann und wird damit im Alter von 20 Jahren zur Witwe. Für sie und ihre beiden Kinder folgt eine sehr schwere Zeit, in der sie mit den in Burkina Faso traditionellen und frauenfeindlichen Witwen-Ritualen konfrontiert wird. Doch Mme Bouda findet Zuflucht und Rat im Gewaltschutzzentrum der Association Bangr Nooma (ABN). Mit Hilfe der Frauenrechtsorganisation erreicht sie eine finanzielle Entschädigung für den Tod ihres Mannes und kann sich erfolgreich gegen die betrügerischen Versuche ihrer Schwieger-Familie durchsetzen.

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Blick in eine gewaltfreie Zukunft: Neues TDF-Projekt in Nicaragua

Plakataktion gegen Gewalt an Frauen zum 8. März 2018. Foto: © MIRIAMPlakataktion gegen Gewalt an Frauen zum 8. März 2018. Foto: © MIRIAM„Damit das Leben von Mädchen und Frauen auch in unserem Teil der Welt respektiert wird!“

Eines der großen Banner auf dem Marsch anlässlich des internationalen Frauentages 2018 in Nicaragua bringt die Empörung auf den Punkt. Die frauenrechtliche Lage im viertärmsten Land Lateinamerikas ist alarmierend! Dies belegen ständig steigende Raten an häuslicher und sexualisierter Gewalt, Frauenmorden, Müttersterblichkeit und Teenager-Schwangerschaften.

Um diesen Missständen entgegenzuwirken fördert TERRE DES FEMMES seit 2012 die Frauenrechtsorganisation “Asociación Proyecto Miriam” (MIRIAM). 1989 gegründet setzt sich MIRIAM für die Rechte von Frauen und Mädchen auf Gewaltfreiheit und Bildung ein.
 

TERRE DES FEMMES freut sich, MIRIAM ab März 2018 noch besser unterstützen zu können. Mit neu bewilligten Fördermitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit können 750 gewaltbetroffene Frauen rechtlich beraten werden, aus gewaltvollen Beziehungen aussteigen, eine berufliche Ausbildung machen und ein eigenes Einkommen erwirtschaften. Auch kann MIRIAM Konzepte entwickeln, die sie unabhängiger von externer Finanzierung und so ihr Angebot noch nachhaltiger machen.

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Ein weiterer Meilenstein: Unterzeichnung des Bauvertrags für den Bau des ersten Frauenschutzhauses in Gao/Nordmali

Bei der Vertragsunterzeichnung (von links nach rechts): Bintou Diawara-Coulibaly (Präsidentin APDF), Hamidou Coulibaly (Architekt), Aminata Koné-Diakité (APDF Finanzen) und Modibo Kane Sidibé (Bauunternehmer). Foto: © APDFBei der Vertragsunterzeichnung (von links nach rechts): Bintou Diawara-Coulibaly (Präsidentin APDF), Hamidou Coulibaly (Architekt), Aminata Koné-Diakité (APDF Finanzen) und Modibo Kane Sidibé (Bauunternehmer). Foto: © APDFGemeinsam mit der malischen Partnerorganisation APDF arbeitet TERRE DES FEMMES am Aufbau eines neues Frauenschutzhauses in Gao/Nordmali. Es ist das erste Frauenschutzhaus in dieser Krisenregion. Im Februar 2018 konnte nun als ein weiterer Meilenstein der Bauvertrag unterzeichnet werden. Die Verwirklichung des Projekts ist damit ein gutes Stück weiter voran gekommen und in Gao werden die ersten Ziegel für den Bau produziert...

Bei einem unserer letzten Projektbesuche hat uns die APDF „Association pour le Progrès et la Défense des Droits des Femmes“von der drängenden Not der Mädchen und Frauen in Nordmali berichtet. Die Region durchlebt eine der schlimmsten sicherheitspolitischen Krisen, seit im Jahr 2012 dschihadistische Terrorgruppen die Macht ergriffen und unzählige Verbrechen gegen die Bevölkerung begangen haben. Bis heute kommt es zu terroristischen Übergriffen und politischer Unsicherheit im ganzen Land. Leidtragende sind ganz besonders die Mädchen und Frauen, die betroffen sind von terroristischen Übergriffen, Vergewaltigungen und Zwangsverheiratungen. Laut Veröffentlichungen von UN OCHA wurden im Jahr 2015 ca.1.500 Fälle von geschlechtsspezifischer Gewalt offiziell gemeldet, im Jahr 2016 waren es bereits mehr als 2.000 gemeldete Fälle – hinzukommen die unzähligen nicht gemeldeten Fälle der Dunkelziffer. Gerade in den nördlichen und zentralen Regionen Malis, die von den Krisen betroffen sind, haben 70 % der Orte keine Schutz- und Behandlungsangebote für gewaltbetroffene Mädchen und Frauen.

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„Ein gesetzliches Verbot von Weiblicher Genitalverstümmelung steht außer Frage“, so Rakieta Poyga,

Rakieta Poyga, die Schirmherrin des Change Plus-Programms bei einer Tagung im Nov. 2017. Foto: © TERRE DES FEMMESRakieta Poyga, die Schirmherrin des Change Plus-Programms bei einer Tagung im Nov. 2017. Foto: © TERRE DES FEMMESAm 26. Februar 2018 wird die Klage der Ärztin Dr. Tatu Kaumau zur Aufhebung des gesetzlichen Verbots von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM – Female Genital Mutilation) in Kenia gerichtlich verhandelt. TERRE DES FEMMES (TDF) stellt sich massiv gegen die Forderungen der kenianischen Ärztin, das gesetzliche Verbot von FGM zu revidieren. Denn das Fehlen eines solchen Verbots kann verhängnisvolle Folgen für Mädchen und Frauen haben. FGM ist eine extrem frauenfeindliche Praktik und darf nicht geduldet werden.

Die Meldung von Dr. Kamaus Antrag auf Aufhebung des Gesetzes zum Verbot von Weiblicher Genitalverstümmelung (Prohibition of Female Genital Mutilation Act, 2011) beherrschte über Wochen Kenias Medien.

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Schluss mit der Gewalt! Eine Beratungsstelle in Indien macht es möglich

Beratungsgespräche ganz unter Frauen. Foto: © BHUMIKA Women's CollectiveBeratungsgespräche ganz unter Frauen. Foto: © BHUMIKA Women's CollectiveWohin sich wenden, wenn der Ehemann lieber zur Flasche greift als sich um die Familie zu kümmern? Was tun, wenn der Mann das Gespräch verweigert, stattdessen aber immer öfter gewalttätig wird?

Der in Indien zentral gelegene Bundesstaat Telangana weist die vierthöchste Gewaltquote in Indien auf. Wenn bereits die Statistik erschreckend hoch ist, wie viele Vorfälle muss es dann erst tatsächlich geben? Indien gilt zwar als aufstrebende Wirtschaftsmacht, patriarchale Strukturen und Rollenmuster entfalten vielerorts aber unverändert Wirkung und machen Frauen das Leben schwer!

Um diese Missstände endlich zu ändern, hat das BHUMIKA Women’s Collective in der Stadt Karimnagar, eine Anlaufstelle für Frauen und Mädchen in Not geschaffen. Die Beratungseinrichtung ist direkt an eine Polizeistation angegliedert. Gewaltbetroffene Frauen können dort Rat und Unterstützung einholen und anschließend ihre Rechte geltend machen. Meist sind die Frauen, die zur Beratung kommen, von Gewalt durch ihren Ehepartner oder ihre Schwiegerfamilie betroffen. In vielen Fällen verschärfen Arbeitslosigkeit und Alkohol beim Ehepartner die Situation. Auch Mitgift-Mobbing und Versorgungsprobleme durch fehlende Unterhaltszahlungen kommen häufig vor. 

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„Wider die Norm leben!“ –Eine junge Modedesignerin über weibliche Selbstbestimmung in Nicaragua

Dank MIRIAM ist Lanusa nun selbstständig und finanziell unabhängig. Foto: © Itzel ChavarríaDank MIRIAM ist Lanusa nun selbstständig und finanziell unabhängig. Foto: © Itzel ChavarríaMit glänzenden Augen fährt sie über das neue Markenschild, das an dem Top in ihrer Hand baumelt. Noch ist es kein eingenähtes Label, sondern nur ein Stück Glanzpapier mit Aufdruck. Befestigt an einer Sicherheitsnadel und einem dünnen Faden. ARTE COSTURA LANGUTIE (zu Deutsch: Schneiderkunst LANGUTIE) steht in großen weißen Lettern darauf. Darunter die Adresse ihres Ateliers. Das befindet sich in Estelí, einer Stadt im Norden Nicaraguas. Mitten in Zentralamerika. Darís Lanusa grinst: „Wer Nicaragua und seine Infrastruktur nicht kennt, würde es wohl kaum als Atelier bezeichnen“. Tatsächlich ist Lanusa’s Haus einfach, böse Stimmen würden vermutlich von einem „Bretterverschlag“ sprechen. Hier entwirft und näht sie seit über einem Jahr Mode. Achtzig Prozent ihrer Kundschaft sind Frauen zwischen 20 und 45 Jahren. Männer- und Kinderkleidung macht sie auch, nur seltener.

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Mit Bildung zur Protagonistin des eigenen Lebens werden

Stipendiatin Monique Nguizana. Foto: © Daniel PaoulaiStipendiatin Monique Nguizana. Foto: © Daniel Paoulai
„Ich komme aus einer armen Familie. Ich habe drei Brüder und zwei Schwestern. Meine beiden Schwestern können nicht zur Schule gehen. Unsere Eltern schicken lieber die Jungen in die Schule, denn sie glauben, dass die Mädchen (..) später keine Arbeit finden können. Mein Wunsch ist es, einmal studieren zu können, wie Jacqueline Kaladaza, eine Mitarbeiterin von AAFMHL. Ich will dann arbeiten und andere unterstützen.“

Es ist eine besondere Freude, ein Mafa-Mädchen in die Schule gehen und ihre Bücher stolz an die Brust gedrückt tragen zu sehen. Warum? Weil es in Nordkamerun immer noch Dörfer gibt, in denen die Analphabetinnen-Quote bei fast 100% liegt. Eine unvorstellbare Situation in einem Land, in dem eigentlich die Schulpflicht gilt. Im letzten Schuljahr konnten 16 Schülerinnen ihre Ausbildung zur Bürofachfrau in der Berufsfachschule in Makandai fortsetzen – dank Ihrer Unterstützung!

In diesem Schuljahr werden vier weitere Mädchen in die Berufsfachschule aufgenommen. Die Grundschule konnten sie mit einem TDF-Stipendium erfolgreich abschließen.

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„Mit dem Malstift gegen die geraubte Kindheit“ – Ausstellung noch bis zum 11. Februar 2018

Ein prämiertes Gewinnerbild plakatiert in Van. Foto: © YAKA-KOOPWeltweit werden 28 Mädchen pro Minute minderjährig verheiratet – in der Türkei geht nach Schätzungen des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF fast jede dritte Frau vor ihrem 18. Lebensjahr in die Ehe. TERRE DES FEMMES zeigt noch bis zum 11. Februar 2018 im Frauenzentrum affidamento in Berlin eine Ausstellung mit 21 Gemälde von Mädchen und Jungen aus dem südosttürkischen Van. Entstanden sind sie im Rahmen von Malwettbewerben zum Thema Früh- und Zwangsverheiratung, die YAKA-KOOP, die türkische Partnerorganisation von TDF, seit 2013 jedes Jahr an Schulen ausrichtet.

Nutzen auch Sie noch bis zum 11. Februar 2018 die Gelegenheit, die eindrucksvollen Bilder anzuschauen!

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Bewegende Vernissage am 5. Dezember 2017

Besucherinnen der Vernissage. Foto: © TERRE DES FEMMESBesucherinnen der Vernissage. Foto: © TERRE DES FEMMESWeltweit werden 28 Mädchen pro Minute minderjährig verheiratet – in der Türkei geht nach Schätzungen des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF fast jede dritte Frau vor ihrem 18. Lebensjahr in die Ehe. Was junge Frauen und Männer in der heutigen Türkei über Früh- und Zwangsverheiratung denken, zeigt TERRE DES FEMMES aktuell in einer Bilderausstellung im Frauenzentrum affidamento in Neukölln. Am 5. Dezember wurde sie eröffnet.

„Ich bin bewegt, wie ausdrucksstark und künstlerisch anspruchsvoll sich die SchülerInnen mit dem Thema Früh- und Zwangsehe in ihren Bildern auseinander setzen. Manche Bilder hinterlassen ein richtiges Unwohlsein, es läuft einem kalt den Rücken hinunter“, so ein Gast auf der Vernissage. Ausgestellt sind 21 Kunstwerke von Mädchen und Jungen zwischen 8 und 16 Jahren aus dem südosttürkischen Van. Entstanden sind sie im Rahmen von Malwettbewerben, die YAKA-KOOP, die türkische Partnerorganisation von TDF, seit 2013 jedes Jahr an Schulen ausrichtet.

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Frauenrechtsaktivistin Rakiéta Poyga zu Besuch in Deutschland

Rakiéta Poyga bei ihrer Rede gegen FGM vor dem Brandenburger Tor am 23.11.2017. Foto: © TERRE DES FEMMESRakiéta Poyga bei ihrer Rede gegen FGM vor dem Brandenburger Tor am 23.11.2017. Foto: © TERRE DES FEMMESRakiéta Poyga, Aktivistin im Kampf für Frauenrechte und gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) sowie Gründerin der TDF-Partnerorganisation Bangr Nooma war im November 2017 für eine Woche zu Besuch bei TDF in Berlin. Auf ihrer Tagesordnung standen neben der internen Arbeit mit TDF einige große öffentliche Events.

So gab es den Start der jährlichen Fahnenaktion von TERRE DES FEMMES mit dem diesjährigen Motto: Mädchen schützen! Weibliche Genitalverstümmelung gemeinsam überwinden. Am 23.11.2017 hielt Rakiéta Poyga eine flammende Rede vor dem Brandenburger Tor, in welcher sie FGM weiterhin den Kampf ansagt. TDF-Mitfrauen, Vorstandsfrauen, AktivistInnen gegen FGM, Staatssekretärin Elke Ferner,  einige Bundestagsabgeordnete sowie die Gleichstellungsbeauftragte Sylvia Edler von Berlin-Neukölln u.a. würdigten sie und ihre Arbeit voller Begeisterung.

Anschließend sprach sie als Schirmherrin des Projekts CHANGE Plus auf der Abschlusskonferenz des Programms von ihrer Arbeit mit der Association Bangr Nooma, den Widerständen zu Beginn und den mittlerweile großen Erfolgen im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung. Ihre Hartnäckigkeit und Zuversicht bestärken und motivieren die Aktiven in der Arbeit gegen FGM.

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Besuchsgruppenpräsentation im BMZ mit Rakiéta Poyga

Foto: © TERRE DES FEMMESFoto: © TERRE DES FEMMESAm 23.11.2017 ergriffen ehrenamtliche Projektkoordinatorin Irma Bergknecht und die Projektleiterin Rakiéta Poyga die Gelegenheit, die TDF-Partnerorganisation Bangr Nooma (Burkina Faso) einer BesucherInnengruppe im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) vorzustellen.

Der BMZ-Besucherdienst ist eine Gesprächsplattform, um BesucherInnengruppen die Arbeit des Ministeriums näher zu bringen. Gruppen von 15 bis 55 Personen können sich hierzu anmelden und bekommen verschiedene Tätigkeitsfelder des BMZs konkret erklärt. Hinzu kommen praktische Projektberichte von Menschen, deren Organisationen Projekte in der internationalen Zusammenarbeit umsetzen. Es war ein ganz besonderes Ereignis, dass Rakiéta Poyga, die gerade auf Deutschlandbesuch war, den SchülerInnen der 12. Jahrgangsstufe eines Berliner Gymnasiums höchstpersönlich von ihrer Organisation berichten konnte. Als Aktivistin im Kampf für Frauenrechte und gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) sowie Gründerin der TDF-Partnerorganisation Bangr Nooma in Burkina Faso hat sie einiges Interessantes zu berichten.

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Menschenrechtsaktivismus von Frauen in Israel – Coalition of Women for Peace

Besuche CWP. Foto: © TERRE DES FEMMESFoto: © TERRE DES FEMMESAm 16.11.2017 kam die Co-Koordinatorin der israelischen Organisation Coalition of Women for Peace Tanya Rubinstein zum gemeinsamen Austausch mit dem Referat Internationale Zusammenarbeit zu Besuch ins TERRE DES FEMMES Büro.

Die Coalition of Women for Peace (CWP) wurde im Jahr 2000 zunächst als Schirmorganisation für mehrere feministische Organisationen gegründet, ist im Laufe der Jahre aber zu einer eigenständigen Organisation geworden. Der Fokus ihrer Arbeit liegt darauf, die Stimmen von Frauen in den besetzten Gebieten Israel/Palästina zu verstärken. Diese werden oft nicht gehört, und die Frauen, die in der Okkupation leben, erfahren häufiger geschlechtsspezifische Gewalt. Nach Tanya Rubinstein haben Frauen in Gaza keinen Zugang zu Grundrechten, sie leiden  insbesondere unter eingeschränkten Reproduktionsrechten, Gewalt, Arbeitslosigkeit, Ehrenmorden oder unter verstärkter häuslicher Gewalt – das kann so nicht akzeptiert werden.

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1.000 Euro für Mädchenbildung in Kamerun...

 

Ein Schüler der Klasse 15-3 übergibt den Spendenscheck an TERRE DES FEMMES. Foto: © Justin LuchtEin Schüler der Klasse 15-3 übergibt den Spendenscheck an TERRE DES FEMMES. Foto: © Justin Lucht....erspielte die BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft aus Berlin bei einem Urban Volleyballturnier. Die Spende kommt benachteiligten Mädchen in Nordkamerun zugute, deren Schulbesuch TERRE DES FEMMES gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation AAFMHL fördert. Die Klasse 15-3 der BBA setzte sich gemeinsam mit ihrem Lehrer, Herrn Peter Becker, gegen die große Konkurrenz durch. TDF freut sich über so viel sportlichen Ehrgeiz zugunsten der Mädchen!

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„Selbstbestimmung für Mädchen in Sierra Leone!“

Jasmin und Sevgil mit der TDF-Referentin Birgitta Hahn. Foto: © TERRE DES FEMMESJasmin und Sevgil mit der TDF-Referentin Birgitta Hahn.
Foto: © TERRE DES FEMMES
So das Motto des Sponsorenlaufs 2017 der angehendenden ErzieherInnen des Elisabeth-Lüders-Berufskollegs Hamm. Am 19.10.17 erliefen über hundert LäuferInnen bei traumhaftem Wetter 2.612 Euro für das Schutzhaus-Projekt von TERRE DES FEMMES und ihrer Partnerorganisation AIM in Sierra Leone. Die Spende kommt Mädchen zugute, die von weiblicher Genitalverstümmelung bedroht sind und deshalb von Zuhause fliehen müssen.

Wir wollen wissen, wie die BerufsschülerInnen diesen tollen Erfolg erzielt haben. Im Interview mit TDF sind Jasmin und Sevgil, beide 22 Jahre alt.

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„Mit dem Malstift gegen die geraubte Kindheit“ - Einladung zu Vernissage und Bilderausstellung

Einladungsflyer Vernissage und Ausstellung. Plakat: © TERRE DES FEMMESRund um den Internationalen Tag der Menschenrechte lädt TERRE DES FEMMES in Kooperation mit der Neuköllner Gleichstellungsbeauftragten Sylvia Edler zur Vernissage einer Bilderausstellung von SchülerInnen aus der Türkei über Früh- und Zwangsverheiratung ein:

Dienstag, 05.12.2017, 18 Uhr im Frauenzentrum „affidamento“, Richardplatz 28, 12055 Berlin-Neukölln

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Spendenaktion Bulgarien: STOPP dem Menschenhandel

M. ist froh dass es FLORIKA gibt. Foto:  © FLORIKAM. ist froh dass es FLORIKA gibt. Foto: © FLORIKAKriminelle Menschenhändler machen Versprechungen für eine lukrative Arbeit und schleusen so - zum Beispiel in Armut und Perspektivlosigkeit lebende Mädchen aus Osteuropa ins westeuropäische Ausland. Dort werden diese dann zur Prostitution gezwungen, oft unter Anwendung oder Androhung von Gewalt und skrupelloser Ausnutzung ihrer Abhängigkeit. Schätzungen von UNICEF sprechen von 500.000 Mädchen und Frauen, die aus den Herkunftsländern Osteuropas jährlich in Westeuropa zur Prostitution gezwungen werden. Gerade Roma-Familien sind häufig betroffen, deren Lebenssituation in Elend und sozialem Abseits von den Menschenhändlern ausgenutzt wird.

TERRE DES FEMMES setzt sich dagegen ein und unterstützt seit 2012 die Präventionsarbeit von FLORIKA im Roma-Stadtteil der bulgarischen Stadt Burgas.

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Gemeinsam gegen Gewalt an Mädchen und Frauen - Projektbesuch in Burkina Faso

Neues Gewaltschutzgesetz kommt nicht zur AnwendungSensibilisierungsworkshop in Kalsin. Foto:© TERRE DES FEMMESSensibilisierungsworkshop in Kalsin. Foto:© TERRE DES FEMMES

Seit September 2015 gilt in Burkina Faso ein Gewaltschutzgesetz, mit dem erstmalig eine rechtliche Grundlage geschaffen wurde, um gerichtlich gegen Täter vorzugehen, die Mädchen und Frauen Gewalt antun. Für die burkinischen FrauenrechtlerInnen ist dieses Gesetz ein wahrer Meilenstein. Fehlendes Wissen in der Bevölkerung über dessen Existenz verhindert allerdings bislang, dass das neue Gewaltschutzgesetz tatsächlich zur Geltung kommt. Bis heute ist noch kein einziger Fall strafrechtlich auf dieser Grundlage angezeigt worden. Das wollen wir ändern! Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Association Bangr Nooma hat TERRE DES FEMMES ein Frauenschutzzentrum in Ouagadougou aufgebaut.

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Fachtagung „Frauenhandel bekämpfen: Erfahrungen und Projekte aus Osteuropa“ - unsere Vorstandsfrau Inge Bell ist dabei!

Foto: © Bernd Vonau / photocase.deFoto: © Bernd Vonau / photocase.deAm 17. Oktober 2017 veranstaltet die Hans-Seidel-Stiftung in Kooperation mit dem Aktionsbündnis gegen Frauenhandel und der Solidaritätsaktion Renovabis eine Fachtagung, um die Situation des zunehmenden Frauenhandels aus den Herkunftsländern Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Albanien genauer zu beleuchten.

TERRE DES FEMMES ist Mitglied im Aktionsbündnis gegen Frauenhandel und hat mit dieser Problematik ebenfalls zu tun: durch unsere internationale Kooperationsarbeit in Bulgarien mit der Roma-Union unterstützen wir das Projekt FLORIKA im Kampf gegen den internationalen Frauenhandel.

Unsere Vorstandsfrau Inge Bell nimmt an der Münchner Fachtagung teil. Sie hat bereits vor 16 Jahren das Aktionsbündnis gegen Frauenhandel gemeinsam mit anderen ins Leben gerufen und sich durch breit gefächertes Engagement und Veröffentlichungen als Expertin im Kampf gegen Menschenhandel ausgewiesen. 

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