Treffen von Mme Diakité mit Botschafter Georg Schmidt

v.l.n.r.: Mme Diakité (APDF), Georg Schmidt, Regionalbeauftragter für Subsahara-Afrika und Sahel im Auswärtigen Amt, TDF-Geschäftsführerin Christa Stolle und Renate Staudenmeyer, TDF-Referentin und Carolin Echt, Länderreferentin im AA. Foto: © TERRE DES FEMMESv.l.n.r.: Mme Diakité (APDF), Georg Schmidt, Regionalbeauftragter für Subsahara-Afrika und Sahel im Auswärtigen Amt, TDF-Geschäftsführerin Christa Stolle und Renate Staudenmeyer, TDF-Referentin und Carolin Echt, Länderreferentin im AA. Foto: © TERRE DES FEMMESAm 18.04.16 gab es den ersten wichtigen Lobbytermin im Rahmen der einwöchigen Besuchsreise von Mme Diakité in Deutschland. Die ehemalige malische Botschafterin traf sich mit Botschafter Georg Schmidt, Regionalbeauftragter für Subsahara-Afrika und Sahel im Auswärtigen Amt. AA-Länderreferentin Carolin Echt, TERRE DES FEMMES-Geschäftsführerin Christa Stolle und Renate Staudenmeyer, Referentin der Internationalen Kooperationen bei TERRE DES FEMMES, nahmen außerdem an dem Treffen teil.

Die erste Überraschung ereignete sich direkt bei der Begrüßung: Mme Diakité und Herr Schmidt kennen sich bereits aus dessen Zeit als Botschafter Deutschlands in Mali von 2003 bis 2006. Zu dieser Zeit war Mme Diakité als Leiterin der Frauenrechtsorganisation „Association pour le Développement des Droits de la Femme“ (APDF)  bereits in Kontakt zu ausländischen Politikern. Nach diesem freudigen Wiedersehen begann der offizielle Teil des Treffens.

TERRE DES FEMMES-Geschäftsführerin Christa Stolle stellte die Anwesenden einander vor und berichtete von der aktuellen Arbeit TDFs im Allgemeinen und der Zusammenarbeit mit APDF im Speziellen. Mme Diakité erklärte Einzelheiten zur Arbeit von APDF und äußerte ihre Besorgnis über die aktuelle Lage in Mali, die sich seit dem Konflikt 2012 noch nicht wieder stabilisiert hat. Frauen leiden besonders unter den Nachwirkungen und Folgen. Eine Strafverfolgung der an Frauen begangenen Verbrechen ist bisher noch nicht in Aussicht. Botschafter Schmidt, der die Region durch seine vergangenen und aktuellen Aufgaben sehr genau kennt, teilt diese Besorgnis und ist sich der Situation der Frauen sehr bewusst. Auf der anderen Seite merkte er an, dass die Frauen in Mali nicht über das sprechen würden, was ihnen passiert sei. Sie hätten eine große Macht und sollten sich seiner Meinung nach lautstark wehren. Mme Diakité wies darauf hin, dass Frauen sprechen, wenn ihnen der Raum dafür gegeben wird und dass es aber auch sehr schwierig ist über die erlebte Gewalt zu sprechen. Wenn Betroffene merken, dass auf ihre Erzählungen nicht reagiert wird, hören sie auf zu reden.

Ein weiteres Thema des Gespräches war die politische Unterstützung von offizieller deutscher Seite für Politik und Zivilgesellschaft in Mali. Frau Diakité bemerkte, dass bisher nur Gespräche innerhalb der staatlichen Politik stattfänden und wünschte sich mehr Interesse der ausländischen Politiker für Nicht-Regierungsorganisationen wie APDF. Diese sind in ihren Augen sehr wichtig und aussagekräftig, wenn man die Situation in einem Land verstehen möchte. Sie forderte Herrn Schmidt auf, diese Organisationen mehr zu unterstützen und in Kontakt zu treten.

 

Stand 04/2016

 

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