Die Bedeutung von Bildung für Mädchen und Frauen – weltweit

Seit der Gründung von TERRE DES FEMMES 1981 unterstützt der Verein Frauenrechtsorganisationen auf der ganzen Welt. Die Organisationen setzen sich in ihren jeweiligen Ländern in einem der Schwerpunktbereiche von TERRE DES FEMMES ein. Dies sind häusliche und sexualisierte Gewalt, Zwangsheirat und Ehrverbrechen, Frauenhandel und Zwangsprostitution und weibliche Genitalverstümmelung. Derzeit hat TERRE DES FEMMES Partnerorganisationen in der Türkei, Kamerun, Burkina Faso, Sierra Leone, Nicaragua, Afghanistan, Israel und Bulgarien.

Wie funktionieren die internationalen Kooperationen bei TERRE DES FEMMES?

Mädchen aus dem FLORIKA-Projekt in Bulgarien bei einem Bastel-Workshop mit ihrer Betreuerin. Foto: © Juliane von KrauseMädchen aus dem FLORIKA-Projekt in Bulgarien bei einem Bastel-Workshop mit ihrer Betreuerin.
Foto: © Juliane von Krause
Die Arbeit von TERRE DES FEMMES zur Unterstützung internationaler Partnerorganisationen besteht grundsätzlich aus Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland zur allgemeinen Sensibilisierung bestimmter Themen sowie aus dem Sammeln von Spenden. Die Organisationen werden jedoch nicht nur von Spendengeldern, sondern auch von durch TDF beantragten Fördergeldern unterstützt. So kann TDF jährlich Unterstützung in Höhe einer bestimmten Summe zusichern und die Organisationen können längerfristig und nachhaltig planen, in welche Aktivitäten und Projekte sie das Geld investieren werden. Der Austausch mit den Organisationen durch die ehrenamtlichen Projektkoordinatorinnen und durch das Referat Internationale Entwicklungszusammenarbeit ist sehr lebendig und regelmäßig. So bekommt TDF stetig einen guten Einblick in die Arbeit der Organisationen und weiß, wofür Geld gebraucht wird. Trotzdem sollte betont werden, dass die Organisationen komplett eigenständig arbeiten und TERRE DES FEMMES sie lediglich in der Arbeit, die sie machen, unterstützt. TERRE DES FEMMES glaubt daran, dass die Frauenorganisationen vor Ort am besten wissen, wie sie ihre Projektarbeit am nachhaltigsten umsetzen können, um Verbesserungen für Frauenrechte zu erreichen.

Rugiatu Turay, die Leiterin der Organisation AIM in SIERRA LEONE mit einer Gruppe Mädchen. Foto: © Dörte RompelRugiatu Turay, die Leiterin der Organisation AIM in SIERRA LEONE mit einer Gruppe Mädchen.
Foto: © Dörte Rompel
Alle Partnerorganisationen haben unterschiedliche Arbeitsweisen. Sie betreiben unter anderem Öffentlichkeitsarbeit, führen Sensibilisierungskampagnen durch, vertreten die Interessen der Frauen bei Regierungsinstitutionen, machen Empowerment für Frauen oder bieten psychologische Betreuung und juristische Unterstützung. Doch es gibt einen Ansatz, den alle Organisationen in ihrer Arbeit berücksichtigen.

Sie alle glauben an Bildungsarbeit für ein selbstbestimmtes Leben.

Bildung hilft den Mädchen und Frauen in allen genannten Schwerpunktbereichen dabei, ihre Rechte zu kennen, diese einzufordern und in die Tat umzusetzen. Bildung hilft Mädchen auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben, weil sie sie vor den verschiedenen Formen von Gewalt, wie einer frühen Zwangsverheiratung, sexueller Ausbeutung, weiblicher Genitalverstümmelung oder häuslicher Gewalt, schützt.

Immer noch schließen weltweit mehr Jungen als Mädchen eine Schulbildung ab. In vielen Teilen der Welt wird von Mädchen erwartet, früh Verantwortung im Haushalt zu übernehmen. Ihre Bildung ist dann zweitrangig. Auch weite Wege zur Schule können ein Grund sein, aus dem Eltern ihre Töchter nicht in die Schule schicken. Sie fürchten auf dem Weg könnte dem Mädchen etwas zustoßen. 2012 veröffentlichte Plan Deutschland einen Mädchenbericht zum Schwerpunktthema Bildung (deutsche Zusammenfassung, PDF-Datei). Bildung dient als Schutzfaktor und als treibende Kraft für soziale Gerechtigkeit!

Wir möchten die Mädchen und Frauen, denen unsere Partnerorganisationen helfen konnten, zu Wort kommen lassen. Sie sind der Grund für die internationale Arbeit von TERRE DES FEMMES und ihnen sollte zugehört werden, um die Bedeutung von Bildung für Mädchen und Frauen zu verstehen.

Hier werden diese Woche vier Portraits von Frauen und Mädchen veröffentlicht, denen durch die Bildungsarbeit einer Partnerorganisation von TERRE DES FEMMES geholfen werden konnte. Sie alle bieten Beispiele dafür, wie zentral Bildung für ein selbstbestimmtes Leben ist.

Schülerinnen der Mädchenschule EFA in Nordkamerun: Foto. © Jürgen KunzeSchülerinnen der Mädchenschule EFA in Nordkamerun
Foto: © Jürgen Kunze

Eine Gruppe Mädchen lernt im Rahmen des Programms „Youth Leadership“ der Laquiya-Frauenorganisation in Israel. Foto: © Ines FischerEine Gruppe Mädchen lernt im Rahmen des Programms „Youth Leadership“ der Laquiya-Frauenorganisation in Israel. Foto: © Ines Fischer 

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