PfefferminzGreen und AIM treffen sich bei TERRE DES FEMMES: Ein ideenreicher Austausch führt zu neuen Kooperationsmöglichkeiten

Stella Rothenberger hat uns am 3. Juni 2013 besucht. Sie ist von PfefferminzGreen, einem Zusammenschluss von KünstlerInnen und MusikerInnen aus Frankfurt a.M., der sich aktiv einsetzt, um kleine Organisationen und Selbsthilfegruppen im Ausland zu unterstützen.

Ein persönliches Treffen mit Rugiatu Turay steht auf dem Programm: Die bekannte Frauenrechtsaktivistin aus Sierra Leone, die sich mit ihrer Organisation „Amazonian Initiative Movement“ (AIM) selbstbewusst und mit großem Mut gegen die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation - FGM) engagiert.

TERRE DES FEMMES unterstützt AIM seit einigen Jahren und ist stolz darauf, an dem Bau und Unterhalt des ersten und einzigen Mädchenschutzhauses in Sierra Leone mitgewirkt zu haben. Mit Freude haben wir diese starke Frauenpower im Büro von TERRE DES FEMMES begrüßt. Zusammen mit Renate Staudenmeyer, TDF Referentin für Entwicklungszusammenarbeit, wurde über die jeweilige Arbeit der Organisationen zur Verbesserung der Lage von Mädchen und Frauen diskutiert. Aus dieser belebten und produktiven Zusammenkunft sind interessante Ideen für eine Dreieckskooperation zwischen den Beteiligten hervorgegangen.

Stella Rothenberger und Rugiatu Turay bei Terre des Femmes – Foto: © Chiara GuccioneStella Rothenberger und Rugiatu Turay bei TERRE DES FEMMES,  Foto: © Chiara GuccionePfefferminzGreen hat sich bereits im Bereich Menschen- und Frauenrechte eingesetzt und AIM mit Spendengeldern unterstützt. Dieses Engagement im Bereich Menschen- und Frauenrechte möchten wir gerne gemeinsam erweitern.

Nachdem Rugiatu Turay die Arbeit, Ansätze, Schwierigkeiten und Erfolge von AIM dargelegt hat, überlegten wir welchen weiteren Unterstützungsbedarf es gibt.

„Bildung ist der Schlüssel für die Verbesserung von Mädchen- und Frauenrechte in Sierra Leone“ - davon ist Rugiatu Turay zutiefst überzeugt. Es liegt ihr deshalb am Herzen Projekte im Rahmen der Kinder- und Jugendbildung umzusetzen, bei denen im Schulkurrikulum auch Frauen- und Menschen- sowie Kinderrechte integriert sind. Rugiatu Turay arbeitet derzeit mit LehrernInnen, dem Bildungsministerium sowie medizinischen Fachkräften zusammen, um entsprechende Schulungseinheiten zu erarbeiten. Dabei werden Themen aufgegriffen wie FGM, soziale und reproduktive Rechte, Gewalt gegen Mädchen und Frauen, das Problem von frühen (ungewollten) Schwangerschaften von Mädchen – die so genannten „teenage pregnancy“. Die Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit von AIM wird in Sierra Leone mit großem Erfolg umgesetzt. In der Gesprächsrunde wird auch angedacht, auf welche Art und Weise man diesen erfolgreichen Arbeitsansatz von AIM auf andere afrikanische Länder übertragen könnte.

Ein aussichtsreiches Treffen zwischen engagierten Frauen, die sich mit konkreten Aktionen und Ideen aktiv für die Rechte von Frauen und Mädchen weltweit einsetzen. Wir dürfen gespannt sein, wie es weitergeht.

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