Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Gewalt gegen Frauen wirksam bekämpfen – CEDAW alleine reicht nicht!

Grafik: pixabay.com

Jede dritte Frau ist von sexualisierter und/oder häuslicher Gewalt betroffen, das heißt weltweit über 1,3 Milliarden Frauen. Als Reaktion darauf hat die internationale Gemeinschaft offiziell anerkannt, dass Gewalt gegen Frauen eine der global am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen ist.

Die Every Woman Treaty’s Working Group – ein Zusammenschluss aus 1.700 Anwältinnen und Anwälten für Frauenrechte und 840 Organisationen in 128 Ländern, deren Ziel eine sicherere Welt für Frauen und Mädchen ist - hat nach sechs Jahren intensiver interdisziplinärer Forschung einen Bericht zu den Ursachen, Folgen und Präventionsmaßnahmen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen (PDF-Datei) herausgebracht. In dem Bericht wird Gewalt gegen Frauen als schwere Krise für die öffentliche Gesundheit und Menschenrechte beschrieben, die die Gesellschaften aller Länder massiv beeinträchtigt. So haben Betroffene und ihre Kinder oft mit physischen und psychischen Problemen zu kämpfen. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Form von Gewalt sind erheblich, da sie jährliche Kosten von 6,7 Milliarden US-Dollar – rund 5,5 Prozent  der gesamten Weltwirtschaft – verursachen.

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Einladung zur TDF-Ausstellung und Vernissage am 24.09.20 in Berlin

Ausstellung "Ni una menos" Plakat 2020TERRE DES FEMMES lädt herzlich ein zur Ausstellung ¡Ni una menos! Weg aus der Gewalt über häusliche und sexualisierte Gewalt in Nicaragua und Deutschland. Seien Sie unser Gast!

Datum:                      
24. September – 24. November 2020

Öffnungszeiten:        
Mo - Fr: 10 – 16 Uhr

Ort:                            
Frauenzentrum affidamento, Richardplatz 28, 12055 Berlin-Neukölln

Vernissage:   
Donnerstag, 24. September 2020, um 18 Uhr

Mit Expertinnen-Vortrag, Live-Musik und Häppchen

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten: iz@frauenrechte.de

Weitere Informationen (PDF-Datei)

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Eine Aktionsagenda zur Hilfe von besonders betroffenen Frauen in der Corona-Krise

Für viele Frauen in Krisengebieten stellt ein Lockdown eine massive Existenzbedrohung dar. Foto: © Pixabay

Das Jahr 2020 sollte eigentlich ein besonderes Jahr im globalen Kampf um Gleichstellung und Frauenrechte in Kriegs- und Krisengebieten werden. Jedoch geschah durch die weltweite Ausbreitung von COVID-19 das genaue Gegenteil: Die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern und das Machtgefälle intensivierten sich vor allem in konfliktreichen Ländern.

In der Aktionsagenda Unheard.Unseen - A Global Agenda for Action skizziert die Organisation Women for Women International die Herausforderungen, denen Frauen in Kriegs- und Krisengebieten aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt sind. Die Aktionsagenda verweist auf fünf Bereiche, in denen dringender Handlungsbedarf besteht, um die Situation der betroffenen Frauen zu verbessern. Sie soll als Handlungsempfehlung für Regierungen und Institutionen verstanden werden.

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Die Frauen von Van: TERRE DES FEMMES Kooperation mit YAKA KOOP in Van geht nach fünfjähriger (2015-2020) Zusammenarbeit zu Ende

Das YAKA-KOOP-Team in den eigenen Beratungsräumen.- Diese gelten in Van als „Hafen in der Not“. Foto: © YAKA-KOOP

Die ehrenamtlichen Projektbetreuerinnen TERRE DES FEMMES-Vorstandsfrau Necla Kelek und Dilek Okur blicken auf die fünfjährige Kooperationszeit zurück.

Rückblick von Necla Kelek

Rückblick von Dilek Okur (PDF-Datei)

10 Jahre FLORIKA und TERRE DES FEMMES – eine kleine Erfolgsgeschichte

© TERRE DES FEMMES

Über den Zeitraum von 10 Jahren hat TERRE DES FEMMES die pädagogische Arbeit der Roma-Union mit Mädchen im Projekt FLORIKA in Burgas, Bulgarien gefördert. Diese Förderung erreicht Mädchen, die besonders gefährdet sind, Opfer von Menschenhandel zu werden. Wir wollten mithelfen zu verhindern, dass Mädchen in die Zwangsprostitution gelangen. Hier wirkt das Projekt sehr erfolgreich, die Teilnehmerinnen konnten nicht von den Menschenhändlern rekrutiert werden. Es haben mehr als 400 Mädchen an den Programmen teilgenommen.

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Teste dein Wissen: Ein Quiz zu Frauenrechten in Mali!

Foto: © TERRE DES FEMMES

Gewohnheitsrecht und traditionelle Praktiken sind in der malischen Gesellschaft weit verbreitet. Sie beruhen meist auf patriarchalen Herrschaftsstrukturen und führen u.a. zu Menschenrechtsverletzungen wie Zwangsheirat, Frühehen oder weiblicher Genitalverstümmelung. Dazu kommen gravierende Bedrohungen für das Leben und Wohlergehen der Bevölkerung wie Kriegs- und Konflikthandlungen, Terrorakte, staatliche Fragilität und wirtschaftliche Not. Frauen und Mädchen sind dem Risiko von geschlechtsspezifischer Gewalt und anderen Menschenrechtsverletzungen bei politisch instabiler Lage in besonderem Maße ausgesetzt.

Wie hat sich die Situation für Mädchen und Frauen in Mali in den letzten Jahren entwickelt? Warum genießen patriarchale Normen und damit zusammenhängende schädigende Praktiken nach wie vor soziale Anerkennung? Warum wird weibliche Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation bzw. FGM) immer noch praktiziert? Wie schützen sich Frauen und Mädchen angesichts anhaltender Krisen und Konflikte?

Finde all das heraus und teste dein Wissen über Mali in 11 Fragen mit dem TERRE DES FEMMES-Länderquiz.

Afghanistan – Projektupdate aus 2019

Teilnehmerinnen auf ihrem Weg zu einem der vielen Fortbildungskurse der Neswan Social Association. Foto: © Neswan Social Association Teilnehmerinnen auf ihrem Weg zu einem der vielen Fortbildungskurse der Neswan Social Association. Foto: © Neswan Social Association Einer Studie von Thomson Reuters zufolge liegt Afghanistan auf Platz zwei der gefährlichsten Länder für Frauen weltweit – hinter Indien. Laut Human Rights Watch sind fast 90 Prozent der afghanischen Frauen Überlebende von Menschenrechtsverletzungen. UNESCO berichtet, dass rund 80 Prozent der afghanischen Frauen Analphabetinnen sind, und die EU, dass nur rund 22 Prozent der afghanischen Mädchen Zugang zu schulischer Bildung haben.

Zu den Gründen für die desolate Lage der Menschenrechte der Frau im Land zählen neben schädlichen traditionellen Praktiken wie Frühverheiratungen und patriarchalen Gesellschaftsnormen, die Jungen einen größeren Wert als Mädchen beimessen, auch die seit langem prekäre Sicherheitslage. Immer wieder bilden sich konservative und fundamentalistische Gruppierungen, die die Freiheit und Rechte der Frauen noch weiter einschränken wollen und sogar dazu übergegangen sind, Menschenrechtsaktivistinnen auf offener Straße tätlich anzugreifen.

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Neue Studie – Mädchen aus der Sahelzone berichten

Schulschließungen in Burkina Faso und Mali vor COVID-19. © PLAN international

Anhaltende Spannungen zwischen rivalisierenden Rebellengruppen und gewalttätige Angriffe bewaffneter, überwiegend dschihadistischer Gruppierungen, die bereits Tausende Todesopfer gefordert haben, halten die Länder der Sahelzone in Atem. Die unsichere Lage hat weitreichende Folgen: Vor allem der Alltag von Mädchen ist von Gewalt und eingeschränkter Entscheidungsfreiheit beherrscht, so das Ergebnis der Studie Adolescent Girls in Crisis: Voices from the Sahel von PLAN International, dem UCL Centre for Gender and Disaster und dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, für die Mädchen aus Burkina Faso und Mali befragt wurden. Geschlechtsspezifische Diskriminierung und Gewalt haben in Krisengebieten wie aktuell der Sahelzone besonders weitreichende Folgen.

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Endlich digital lernen – Projekt „Mädchenbildung 2.0“ in Kamerun ist verwirklicht!

Berufsschülerinnen des Ausbildungszweigs Bürofach an ihren Rechnern. Foto: © AAFMHLBerufsschülerinnen des Ausbildungszweigs Bürofach an ihren Rechnern. Foto: © AAFMHLLange war es ein Wunsch, zwischen Dezember 2019 und März 2020 konnte er endlich Realität werden – gerade noch rechtzeitig vor Ausbruch des Corona-Virus in Kamerun: Dank Ihrer Spenden an TERRE DES FEMMES hat die Berufsschule CETIC (Collège d’Enseignement Technique, Industriel et Commercial) in Makandai nun einen neuen Computer-Raum!

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Hygiene-Sets zum Schutz vor Corona in Kamerun

© AAFMHL

Kamerun zählt mit rund 1.700 Fällen zu den am stärksten von Corona betroffenen Ländern in Afrika. Die Pandemie verschlimmert die ohnehin schwere Krise im anglophonen Teil Kameruns. Laut UNHCR sind 737.000 Menschen auf der Flucht. Auch die terroristischen Raubzüge, Entführungen und Ermordungen der in der Grenzregion zu Nigeria operierenden Boko Haram setzen der Bevölkerung immer wieder zu. Corona-bedingte Reiseverbote verhindern UN-Flüge sowie die Verteilung von Hygiene-Sets und Wasser.

Wie so oft leiden vor allem benachteiligte und arme Menschen darunter. Sie können adäquate Hygiene-Maßnahmen aufgrund fehlender Ressourcen oft nicht einhalten oder es sich schlicht nicht leisten, der Arbeit fern- und zu Hause zu bleiben.

Die TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation AAFMHL will die prekäre Lage nicht einfach hinnehmen und hat sich deshalb entschlossen, die Bevölkerung im Projektgebiet Extrême Nord über das Corona-Virus aufzuklären und ihnen notwenige Schutzausrüstung an die Hand zu geben. TERRE DES FEMMES (TDF) hat sie zusammen mit der Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft in Leipzig dabei finanziell unterstützt.

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