Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Die Frauen von Van: TERRE DES FEMMES Kooperation mit YAKA KOOP in Van geht nach fünfjähriger (2015-2020) Zusammenarbeit zu Ende

Das YAKA-KOOP-Team in den eigenen Beratungsräumen.- Diese gelten in Van als „Hafen in der Not“. Foto: © YAKA-KOOP

Die ehrenamtlichen Projektbetreuerinnen TERRE DES FEMMES-Vorstandsfrau Necla Kelek und Dilek Okur blicken auf die fünfjährige Kooperationszeit zurück.

Rückblick von Necla Kelek

Rückblick von Dilek Okur (PDF-Datei)

10 Jahre FLORIKA und TERRE DES FEMMES – eine kleine Erfolgsgeschichte

© TERRE DES FEMMES

Über den Zeitraum von 10 Jahren hat TERRE DES FEMMES die pädagogische Arbeit der Roma-Union mit Mädchen im Projekt FLORIKA in Burgas, Bulgarien gefördert. Diese Förderung erreicht Mädchen, die besonders gefährdet sind, Opfer von Menschenhandel zu werden. Wir wollten mithelfen zu verhindern, dass Mädchen in die Zwangsprostitution gelangen. Hier wirkt das Projekt sehr erfolgreich, die Teilnehmerinnen konnten nicht von den Menschenhändlern rekrutiert werden. Es haben mehr als 400 Mädchen an den Programmen teilgenommen.

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Teste dein Wissen: Ein Quiz zu Frauenrechten in Mali!

Foto: © TERRE DES FEMMES

Gewohnheitsrecht und traditionelle Praktiken sind in der malischen Gesellschaft weit verbreitet. Sie beruhen meist auf patriarchalen Herrschaftsstrukturen und führen u.a. zu Menschenrechtsverletzungen wie Zwangsheirat, Frühehen oder weiblicher Genitalverstümmelung. Dazu kommen gravierende Bedrohungen für das Leben und Wohlergehen der Bevölkerung wie Kriegs- und Konflikthandlungen, Terrorakte, staatliche Fragilität und wirtschaftliche Not. Frauen und Mädchen sind dem Risiko von geschlechtsspezifischer Gewalt und anderen Menschenrechtsverletzungen bei politisch instabiler Lage in besonderem Maße ausgesetzt.

Wie hat sich die Situation für Mädchen und Frauen in Mali in den letzten Jahren entwickelt? Warum genießen patriarchale Normen und damit zusammenhängende schädigende Praktiken nach wie vor soziale Anerkennung? Warum wird weibliche Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation bzw. FGM) immer noch praktiziert? Wie schützen sich Frauen und Mädchen angesichts anhaltender Krisen und Konflikte?

Finde all das heraus und teste dein Wissen über Mali in 11 Fragen mit dem TERRE DES FEMMES-Länderquiz.

Afghanistan – Projektupdate aus 2019

Teilnehmerinnen auf ihrem Weg zu einem der vielen Fortbildungskurse der Neswan Social Association. Foto: © Neswan Social Association Teilnehmerinnen auf ihrem Weg zu einem der vielen Fortbildungskurse der Neswan Social Association. Foto: © Neswan Social Association Einer Studie von Thomson Reuters zufolge liegt Afghanistan auf Platz zwei der gefährlichsten Länder für Frauen weltweit – hinter Indien. Laut Human Rights Watch sind fast 90 Prozent der afghanischen Frauen Überlebende von Menschenrechtsverletzungen. UNESCO berichtet, dass rund 80 Prozent der afghanischen Frauen Analphabetinnen sind, und die EU, dass nur rund 22 Prozent der afghanischen Mädchen Zugang zu schulischer Bildung haben.

Zu den Gründen für die desolate Lage der Menschenrechte der Frau im Land zählen neben schädlichen traditionellen Praktiken wie Frühverheiratungen und patriarchalen Gesellschaftsnormen, die Jungen einen größeren Wert als Mädchen beimessen, auch die seit langem prekäre Sicherheitslage. Immer wieder bilden sich konservative und fundamentalistische Gruppierungen, die die Freiheit und Rechte der Frauen noch weiter einschränken wollen und sogar dazu übergegangen sind, Menschenrechtsaktivistinnen auf offener Straße tätlich anzugreifen.

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Neue Studie – Mädchen aus der Sahelzone berichten

Schulschließungen in Burkina Faso und Mali vor COVID-19. © PLAN international

Anhaltende Spannungen zwischen rivalisierenden Rebellengruppen und gewalttätige Angriffe bewaffneter, überwiegend dschihadistischer Gruppierungen, die bereits Tausende Todesopfer gefordert haben, halten die Länder der Sahelzone in Atem. Die unsichere Lage hat weitreichende Folgen: Vor allem der Alltag von Mädchen ist von Gewalt und eingeschränkter Entscheidungsfreiheit beherrscht, so das Ergebnis der Studie Adolescent Girls in Crisis: Voices from the Sahel von PLAN International, dem UCL Centre for Gender and Disaster und dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, für die Mädchen aus Burkina Faso und Mali befragt wurden. Geschlechtsspezifische Diskriminierung und Gewalt haben in Krisengebieten wie aktuell der Sahelzone besonders weitreichende Folgen.

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Endlich digital lernen – Projekt „Mädchenbildung 2.0“ in Kamerun ist verwirklicht!

Berufsschülerinnen des Ausbildungszweigs Bürofach an ihren Rechnern. Foto: © AAFMHLBerufsschülerinnen des Ausbildungszweigs Bürofach an ihren Rechnern. Foto: © AAFMHLLange war es ein Wunsch, zwischen Dezember 2019 und März 2020 konnte er endlich Realität werden – gerade noch rechtzeitig vor Ausbruch des Corona-Virus in Kamerun: Dank Ihrer Spenden an TERRE DES FEMMES hat die Berufsschule CETIC (Collège d’Enseignement Technique, Industriel et Commercial) in Makandai nun einen neuen Computer-Raum!

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Hygiene-Sets zum Schutz vor Corona in Kamerun

© AAFMHL

Kamerun zählt mit rund 1.700 Fällen zu den am stärksten von Corona betroffenen Ländern in Afrika. Die Pandemie verschlimmert die ohnehin schwere Krise im anglophonen Teil Kameruns. Laut UNHCR sind 737.000 Menschen auf der Flucht. Auch die terroristischen Raubzüge, Entführungen und Ermordungen der in der Grenzregion zu Nigeria operierenden Boko Haram setzen der Bevölkerung immer wieder zu. Corona-bedingte Reiseverbote verhindern UN-Flüge sowie die Verteilung von Hygiene-Sets und Wasser.

Wie so oft leiden vor allem benachteiligte und arme Menschen darunter. Sie können adäquate Hygiene-Maßnahmen aufgrund fehlender Ressourcen oft nicht einhalten oder es sich schlicht nicht leisten, der Arbeit fern- und zu Hause zu bleiben.

Die TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation AAFMHL will die prekäre Lage nicht einfach hinnehmen und hat sich deshalb entschlossen, die Bevölkerung im Projektgebiet Extrême Nord über das Corona-Virus aufzuklären und ihnen notwenige Schutzausrüstung an die Hand zu geben. TERRE DES FEMMES (TDF) hat sie zusammen mit der Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft in Leipzig dabei finanziell unterstützt.

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Neuigkeiten zu den Frauenschutzhäusern in Mali

Frauen aus dem Gewaltschutzzentrum in Bamako mit selbst hergestellter Flüssig- und Stückseife. Foto: © APDFFrauen aus dem Gewaltschutzzentrum in Bamako mit selbst hergestellter Flüssig- und Stückseife. Foto: © APDFSeit 2009 engagiert sich TERRE DES FEMMES e.V. in Zusammenarbeit mit ihrer lokalen Partnerorganisation APDF (Association pour le Progrès et la Défense des Droits des Femmes) für die Rechte und den Schutz von Frauen und Mädchen in Mali. Ihre Lage im westafrikanischen Binnenstaat muss als prekär bewertet werden – im Zuge von Krieg, Terror und vorherrschenden Gesellschaftsnormen sind sie häufig geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt.

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„Gleichberechtigung duldet keinen Aufschub“

Foto: © Miguel Bruna - Unsplash.com
Foto: © Miguel Bruna - Unsplash.com

So die Forderung der gleichnamigen, im Juli 2020 veröffentlichten Stellungnahme des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO), in dem auch TDF Mitglied ist. VENRO übt Kritik an der mangelnden Umsetzung und der mangelnden Überprüfung der Umsetzung internationaler Verträge und Aktionsplattformen zu Frauenrechten, Gleichberechtigung und der Teilhabe von Frauen und Mädchen an Entscheidungen.

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COVID-19: Eine Krise für die Gesundheit und die Menschenrechte der Frau

Andrang auf einer der Polizeistationen, in der sich auch eine Beratungsstelle von BHUMIKA befindet (vor Corona). Foto: © Rineeha Suryadevara
Andrang auf einer der Polizeistationen, in der sich auch eine Beratungsstelle von BHUMIKA befindet (vor Corona). Foto: © Rineeha Suryadevar

Viren sind nicht wählerisch, wenn es darum geht, wen sie befallen, staatliche Schutz- und Hilfsmaßnahmen sollten dagegen zuerst und besonders denjenigen zugutekommen, die dringend auf sie angewiesen sind. Die Folgen von Pandemien wie der aktuellen Corona-Krise treffen ohnehin gefährdete und marginalisierte Personengruppen, darunter Frauen und Mädchen, besonders schwer. Obwohl die Verfügbarkeit medizinischer Dienste für alle eingeschränkt ist, kann dies z. B. für schwangere Frauen besonders drastische Auswirkungen haben. COVID-19, so die Hilfsorganisation CARE in ihrer neuesten Untersuchung der geschlechtsspezifischen Folgen des Ausbruchs für die Bevölkerung in Entwicklungs- und humanitären Kontexten, könnte daher gerade für Frauen und Mädchen auch nach Eindämmung der Pandemie noch jahrelang nachwirken.

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