Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Einblick der TDF-Städtegruppe Leipzig in den Aktions- und Informationstag zu weiblicher Genitalverstümmelung am 10. Juli 2021

IMG 20190216 232234Bildrecht: Seraphine Detscher
Tänzerin und Choreografin Seraphine Detscher
Gut 20 Frauen setzten sich am 10. Juli 2021 mit dem schwierigen und erschütternden Thema der weiblichen Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation bzw. FGM) auseinander. Anlass war ein Aktions- und Informationstag mit der Aktivistin Rakieta Poyga aus Burkina Faso, den wir online veranstalteten.

Eine leichte und willkommene Einstimmung war der Body-Workshop von Seraphine Detscher (Tänzerin und Choreographin). Hier konnten wir erfahren, wie wichtig das Körpergefühl ist. Mit kleineren und stärkeren Muskelanspannungen, Gewichtsverlagerungen und Bewegungen zeigte sich die Empfindungsfähigkeit des Körpers.

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Der perfekte weibliche Körper

Schönheitsideale als Werkzeug zur Unterdrückung

Die folgende Übersicht nähert sich dem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und erforscht die Bedeutung von Schönheit in unserer Gesellschaft. Wenngleich es einige länderspezifische Vorstellungen bezüglich der äußeren Erscheinungsform gibt, die teils immer noch Nachwehen der Kolonialzeit sind, so sorgt die Globalisierung und Vernetzung via Social Media für einen weltweiten Schönheitswahn. Stetiges Unwohlsein, Vergleichen mit retuschierten Fotos und der Wunsch nach Selbstoptimierung sind individuelle Folgen des Strebens nach dem einen perfekten Körper – doch auch auf struktureller Ebene ist die Reduzierung von Frauen auf ihr Äußeres ein großes Problem. Diese Tatsache dringt immer mehr ins Bewusstsein und ermöglicht empowernde Widerstandsbewegungen auf der ganzen Welt. Ob sie es wohl schaffen werden, eine Zukunft zu formen, die ohne unrealistische Schönheitsideale auskommt? 

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Erfolgreicher Auftakt zur Veranstaltungsreihe über FGM in Burkina Faso und Deutschland

@Walter Korn

Mit der ersten öffentlichen Digitalveranstaltung am 6. Juli 2021 zum Thema „Weibliche Genitalverstümmelung in der Beratungsarbeit: Wie können Mädchen und Frauen geschützt werden?“ startete die Veranstaltungsreihe von TERRE DES FEMMES (TDF) über weibliche Genitalverstümmelung (engl. FGM) in Burkina Faso und Deutschland. Die Nachfrage war erheblich: über 250 Fachkräfte und interessierte Aktive nahmen an dem Austausch mit den Expertinnen Rakieta Poyga und Dr. Eiman Tahir teil.

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Was bringt Frauen dazu, rechts zu wählen?

Juni 2020. In Sao Paulo demonstrieren die Menschen gegen ihren Präsidenten Jair Bolsonaro. Mit dem Slogan „Fora Bozo" verlangen sie, dass er sein Amt aufgibt. Das abfällige Wort „Bozo" bezeichnet eine dumme oder inkompetente Person. (Marília Castelli/Unsplash)

Einblicke in die Studienreihe „Triumph der Frauen? The Female Face of the Far Right in Europe“ der Friedrich-Ebert-Stiftung

In den letzten Jahren erfreuen sich rechte Parteien in vielen Ländern immer größerer Popularität. Trotz offen antifeministischer Tendenzen und teils frauenfeindlicher Rhetorik à la Donald Trump, Ex-Präsident der USA, wächst auch die Zustimmung mancher Frauen. Wie ist das möglich, mögen sich gerade andere Frauen fragen, wo die wenigsten rechten Parteien diese Tendenzen kaschieren. Manche nutzen sie vielmehr als ihr Aushängeschild.

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Studie zu Geschlechtergleichstellung

Große Mehrheit wünscht sich, dass Regierungen mehr tun

Zum ersten Mal hat eine Studie Menschen aus 17 Ländern von sechs Kontinenten – rund die Hälfte der Weltbevölkerung - nach ihrer Meinung zum Thema Geschlechtergleichstellung gefragt. Die von Women Deliver und Focus 2030 im Januar 2021 veröffentlichten Ergebnisse können kurzgefasst als „good news“ bezeichnet werden: Für 80 Prozent ist Geschlechtergleichstellung eine persönliche Priorität, 65 Prozent wünschen sich, dass ihre Regierung mehr dafür tut.

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Die Zukunft Afghanistans?

Portrait Sakina©Neswan Social Association / Kursleiterin Sakina im Begegnungscafé der Neswan Social Association

Nur mit Frauenrechten und starken Frauen wie Sakina!

Durch den plötzlichen Abzug der NATO-Truppen nach 20 Jahren Einsatz fühlen sich vor allem Afghaninnen im Stich gelassen. Sie fürchten, dass die Taliban das, was mühsam erkämpft wurde, allen voran die Anerkennung der Rechte von Frauen, wieder zunichte machen. Im Internet kursieren Videos, die zeigen, wie Frauen in den von den Taliban beherrschten Provinzen öffentlich ausgepeitscht werden.

Gezielte Anschläge auf unabhängige Frauen und Aktivistinnen nehmen bereits zu: im Januar wurden zwei Richterinnen getötet, im März drei Journalistinnen. Für die seit September 2020 laufenden innerafghanischen Friedensverhandlungen konnte mit großer Anstrengung eine Frauenquote im Team der Regierung errungen werden. Im Team der Taliban sitzt keine einzige Frau.

Die TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation Neswan Social Association (Neswan) in der Provinz Herat sieht sich einer ungewissen Zukunft gegenüber. Gerade deshalb will Neswan in ihrem Frauenzentrum weiter Frauen ausbilden und empowern. Aufgeben ist keine Option. Denn es braucht noch viel mehr strake Frauen wie Sakina...

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Portrait von July Cassiani-Hernandéz, Menschenrechtsaktivistin aus Kolumbien, seit März 2021 als Stipendiatin der Elisabeth-Selbert-Initiative in Deutschland

© July Cassiani-Hernandéz, Foto: Aktivistin Cassiani-Hernandéz

July Cassiani-Hernandéz blickt mit ihren 25 Jahren bereits auf 12 Jahre Erfahrungen im humanitären Sektor zurück. Sie setzt sich für die Verteidigung der Menschenrechte in Kolumbien und anderen Ländern der Welt ein und baut Kooperationen mit Unternehmen, BürgerInnen, NGOs und öffentlichen Einrichtungen auf. Geschickt vernetzt sie die verschiedenen AkteurInnen, um gemeinsam eine gerechtere Gesellschaft für Alle zu schaffen.

 

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Auswirkungen des NATO-Truppenabzugs auf die Frauen in Afghanistan

Der NATO-Truppenabzug ist beschlossene Sache. Wird Afghanistan den Friedens- und Demokratisierungsprozess vollenden können oder droht erneut Gewalt von den Taliban? (pixabay/Wikilmages)

Im Februar 2020 unterzeichnete der damalige Präsident der USA, Donald Trump, ein Friedensabkommen mit den militant-islamistischen Taliban und versicherte einen stufenweisen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan. Trotz teilweiser Missachtung des Vertrags seitens der Taliban gab Trumps Nachfolger Joe Biden Mitte April 2021 bekannt, dass dies bis zum 11. September 2021 (ein bewusst ausgewähltes, symbolträchtiges Datum) vollzogen sein würde. Die anderen NATO-Staaten folgten der Entscheidung der USA, sodass die etwa 10.000 SoldatInnen starke NATO-Truppe, darunter 1.100 aus der deutschen Bundeswehr, ab dem 1. Mai 2021 mit dem Rückzug beginnen wird.

 

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100 Schülerinnen jubeln: Endlich haben sie Licht!

Foto: ©Emmanuel Gonondo

 

Seit 10 Jahren ermöglicht TERRE DES FEMMES Mafa-Mädchen in Nordkamerun, die sonst nicht die Mittel dazu haben, die Schule zu besuchen und eine Ausbildung zu machen. Sie bekommen ein Stipendium, das das Schulgeld, die Prüfungsgebühren, die Schulmaterialien und die Sportausrüstung abdeckt. Immer wieder wurde der Wunsch nach Solarlampen laut. Denn die Dörfer im nördlichen Mandara-Gebirge sind noch nicht an das Stromnetz angeschlossen. 

Von den Töchtern in der ländlichen Gegend wird erwartet, dass sie nach der Schule Haus- und Feldarbeit verrichten. Da bleibt ihnen nur abends Zeit für Schularbeiten und zum Lesen. Das ist aber kaum möglich, denn nur wenige verfügen überhaupt über eine Petroleum- oder Taschenlampe, die auch nur spärlich Licht abgeben. Deshalb hat TERRE DES FEMMES im Herbst 2020 in einem Mailing „Spenden Sie Licht“ Mittel für die dringend benötigten Solarlampen gesammelt. Mit maßgeblicher Unterstützung von ABIOLA LichtPortal (www.abiola.eu) konnten im Februar 2021 endlich 100 SolarKits (qualitativ hochwertige Solarlampen mit Solarplatten) an Mädchen verteilt werden.

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Wie Kinder in Burkina Faso zu Schulranzen kamen

Foto: © TDF

Manche Sachen funktionieren wie ein Puzzle, dessen Teile sich per Zufall auf der ganzen Welt finden. Während Kinder in der Schweiz die französische Sprache lernen, fehlt es in Burkina Faso an Schulmaterial. Man kann das eine mit dem anderen verknüpfen, dachte sich die Mitfrau Justyna Grund von TERRE DES FEMMES (TDF) und fand eine Idee zur Zusammenarbeit.

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