Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsverheiratung

Kadriye Demirel wurde Opfer eines "Ehren"-Mordes in der Türkei, weil sie nach einer Vergewaltigung schwanger wurde.
Foto: © Ramazan Yavuz HD

Gewalt im Namen der Ehre hat viele Gesichter

Bei Gewalt im Namen der Ehre handelt es sich um Gewalt, die zur Erhaltung oder Wiederherstellung der vermeintlichen Familienehre angewendet wird. Die Gewalt fängt an bei psychischem Druck und reicht von emotionaler Erpressung über körperliche und sexualisierte Gewalt bis hin zu Zwangsverheiratungen oder so genannten Ehrenmorden.

Im Jahr 2011 wurde eine Studie – unter der Mitarbeit von TERRE DES FEMMES – zum Thema „Zwangsverheiratung in Deutschland“ (PDF-Datei) veröffentlicht. Dabei wurde deutlich, dass in Deutschland im Jahre 2008 3.443 Personen von einer Zwangsverheiratung betroffen oder bedroht waren. In der ebenfalls 2011 herausgegebenen Studie zum Thema „Ehrenmorde in Deutschland 1996-2005" (PDF-Datei) wurden 78 Fälle untersucht. Diese Untersuchungen ergaben, dass es 12 "Ehren"-Morde pro Jahr in Deutschland gibt, die von der Justiz erfasst wurden.

Gewalt im Namen der Ehre ist eine Menschenrechtsverletzung

Durch unsere Arbeit im Referat "Gewalt im Namen der Ehre" machen wir die Öffentlichkeit auf diese - auch in Deutschland - dringenden Probleme aufmerksam.

Wir informieren Sie über die Hintergründe dieser Verbrechen. Wir enttabuisieren. Wir sensibilisieren Behörden und Schulen. Wir setzen uns für Gesetzesänderungen ein. Wir bieten Betroffenen Beratung und Unterstützung.

Besuchen Sie auch unser Fachkräfteportal oder das Jugendportal zu Gewalt im Namen der Ehre & Zwangsverheiratung!

Fachkräfteportal zum Thema Zwangsheirat 2015



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