Aktuelles zum Thema Frauenhandel und Prostitution

Europäischer Tag gegen Menschenhandel 2020: TERRE DES FEMMES macht Aufklärungsarbeit zu Mädchenhandel

Loverboy Liebesfalle. Illustration: © Joanna Broda/Mona Kakanj Illustration: © Joanna Broda/Mona KakanjDer 18. Oktober ist der Europäische Tag gegen Menschenhandel. An diesem Tag wird europaweit auf Menschenhandel als schwerwiegende Menschenrechtsverletzung hingewiesen, welche zu 68% Mädchen und Frauen betrifft. Europaweit sind die aktuellsten Zahlen aus den Jahren 2015-2016, hier wurden ca. 20.000 Betroffene identifiziert. In Deutschland führt das Bundeskriminalamt zurzeit noch die einzigen Zahlen zu Betroffenen von Menschenhandel in Deutschland. Nächste Woche sollen die neuen Zahlen für 2019 vom BKA veröffentlicht werden, aber diese werden wieder vergleichsweise gering sein, da nur erfolgreich abgeschlossene polizeiliche Ermittlungsverfahren gezählt werden.

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UN Internationaler Tag gegen Menschenhandel

Titelbild des vom US State Department herausgegebenen Trafficking in Person Report 2020

Der 30. Juli ist der Internationale Tag gegen Menschenhandel. Jährlich wird an diesem Tag auf Menschenhandel als schwere Menschenrechtsverletzung aufmerksam gemacht. In diesem Jahr legt die Vereinten Nationen (UN) den Schwerpunkt auf die Erstkontakte von Betroffenen von Menschenhandel. Diese Personen müssen gestärkt werden und geschult werden, damit Betroffene von Menschenhandel bestmöglich identifiziert werden und Hilfe und Unterstützung bekommen.

Laut UN sind 72% der Betroffenen von Menschenhandel Mädchen oder Frauen. TERRE DES FEMMES versucht dies in unserer Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit hervorzuheben, daher sprechen wir von Mädchenhandel und Frauenhandel.

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Evaluation des französischen Sexkaufverbots: Dort wo es umgesetzt wird, funktioniert es!

Evaluation des französischen Sexkaufverbots
Evaluation des französischen Sexkaufverbots

Vor vier Jahren wurde in Frankreich das sogenannte nordische Modell zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Prostitution eingeführt. Das französische Gesetz führte die Bestrafung von Sexkäufern ein und startete landesweit Ausstiegsprogramme für Prostituierte. Jetzt wurde die offizielle Evaluation veröffentlicht worden mit dem Fazit, dass das Gesetz dort, wo es tatsächlich umgesetzt wird, es auch funktioniert. TERRE DES FEMMES begrüßt die Veröffentlichung des Berichtes und sieht ihn als Beweis dafür an, dass das Sexkaufverbot sehr wohl funktionieren kann, wenn der politische Wille besteht. Doch mit der Einführung des Gesetzes ist es nicht getan, es müssen auch personelle und finanzielle Ressourcen bereitgestellt werden.

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3 Jahre ProstSchG: eine gesetzgeberische Sackgasse

Am 1. Juli 2017 ist das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) in Kraft getreten. TERRE DES FEMMES hat den gesetzgeberischen Prozess kritisch begleitet und unsere Sorgen haben sich in den 3 Jahren der Umsetzung nur bestätigt. Deutschland befindet sich in einer gesetzgeberischen Sackgasse. TERRE DES FEMMES setzt sich daher für die Einführung des nordischen Modells in Deutschland ein: das bedeutet Ausstiegsprogramme für Prostituierte und ein Sexkaufverbot.

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„Leda und der Schwan (Kaventsmann)“ – Künstlerische Annäherung an die Loverboy-Methode

Catherine Lorent, Leda und der Schwan (Kaventsmann), Öl auf Leinwand, 240 x 350 cm. Foto: © Michael Ehritt.

Im Herbst 2019 fand die dritte TERRE DES FEMMES Benefizkunstauktion statt. Das Werk „Leda und der Schwan (Kaventsmann)“ der Künstlerin Catherine Lorent beeindruckte nicht nur durch die stolzen Maße von 240 x 350 cm, sondern auch durch den thematischen Bezug zu einem Schwerpunktthema von TERRE DES FEMMES: der Loverboy-Methode. Die Loverboy-Methode bezeichnet eine Masche, bei der Männer zumeist jungen Frauen Gefühle vorspielen, sie damit in ein Abhängigkeitsverhältnis locken und sie anschließend für sexuelle Dienste ausbeuten.

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