Neue UN-Studie zu Menschenhandel veröffentlicht - Zahl der minderjährigen Betroffenen nimmt zu

Am 24. November 2014 veröffentlichte das UN Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC - United Nations Office on Drugs and Crime) seine Studie zu Menschenhandel 2014. „Bedauerlicherweise zeigt die Studie auf, dass es kein Land in der Welt gibt, in dem Kinder, Frauen und Männer vor Menschenhandel sicher sind“, so UNODC Generaldirektor YuryFedotov.

Nach Angaben der UN wurden für den Zeitraum 2010 bis 2012 mehr als 40.000 Opfer von Menschenhandel ermittelt. Davon seien mehr als ein Drittel minderjährig (33%). Dies sind 5% mehr als in dem Zeitraum 2007 bis 2010. Mehr als die Hälfte der Opfer sind von sexueller Ausbeutung betroffen. 70% seien Frauen und Mädchen.

Die Hohe Zahl der Opfer, steht im starken Kontrast zu der Zahl der Verurteilungen der TäterInnen. Zwar ist Menschenhandel in fast allen Ländern (90%), die Daten an das UNODC geliefert haben, verboten, allerdings wurden von insgesamt 34.000 mutmaßlichen TäterInnen in den Jahren 2010 bis 2012 lediglich 13.000 auch verurteilt.

Die in der Studie angegebenen Opferzahlen, geben – da nicht zuletzt zahlreiche Staaten in der UN-Statistik keine Berücksichtigung finden – keinesfalls das weltweite, tatsächliche Ausmaß der Betroffenen von Menschenhandel wider, sondern sind vielmehr als Spitze des Eisbergs zu begreifen.

 

Stand: 12/2014