Aktuelles zum Thema Frauenhandel und Prostitution

Europäisches Parlament will Menschenhandel besser bekämpfen und Opfer besser schützen

EU Parlament -Plenumssaal. © Ash Crow CC-BY-SA 3.0 EU Parlament -Plenumssaal. © Ash Crow CC-BY-SA-3.0

Das Europäische Parlament (EP) hat am 10. Februar 2021 eine Entschließung zur Umsetzung der Richtlinie zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer (PDF-Datei) verabschiedet. Das Parlament erkennt ausdrücklich an, dass hauptsächlich Mädchen und Frauen Betroffene von Menschenhandel sind, und meist in der Prostitution sexuell ausgebeutet werden. Das Europäische Parlament betont, auch angesichts der steigenden Zahlen der Betroffenen und dem Aussetzen vieler Unterstützungsangebote während der Covid-19 Pandemie, die Dringlichkeit einer besseren Bekämpfung des Menschenhandels und Opferschutzes.

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Prostitution im zweiten Jahr der Pandemie

© Bernd Vonau - photocase.de© Bernd Vonau - photocase.de

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist die Lage von Prostituierten in Deutschland höchst kritisch und prekär. Die meisten Prostituierten werden durch kein Sozialsystem aufgefangen und Bundesregierung, Länder und Kommunen haben kaum Lösungsansätze für direkte Hilfen und Ausstiegsprogramme für diese vulnerablen Gruppe geschaffen. Das führt dazu, dass die Frauen aus existenzieller Not weiterhin in der Prostitution tätig sein müssen, auch wenn dies gegen die Corona-Verordnungen verstößt.

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Europäischer Tag gegen Menschenhandel 2020: TERRE DES FEMMES macht Aufklärungsarbeit zu Mädchenhandel

Loverboy Liebesfalle. Illustration: © Joanna Broda/Mona Kakanj Illustration: © Joanna Broda/Mona KakanjDer 18. Oktober ist der Europäische Tag gegen Menschenhandel. An diesem Tag wird europaweit auf Menschenhandel als schwerwiegende Menschenrechtsverletzung hingewiesen, welche zu 68% Mädchen und Frauen betrifft. Europaweit sind die aktuellsten Zahlen aus den Jahren 2015-2016, hier wurden ca. 20.000 Betroffene identifiziert. In Deutschland führt das Bundeskriminalamt zurzeit noch die einzigen Zahlen zu Betroffenen von Menschenhandel in Deutschland. Nächste Woche sollen die neuen Zahlen für 2019 vom BKA veröffentlicht werden, aber diese werden wieder vergleichsweise gering sein, da nur erfolgreich abgeschlossene polizeiliche Ermittlungsverfahren gezählt werden.

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UN Internationaler Tag gegen Menschenhandel

Titelbild des vom US State Department herausgegebenen Trafficking in Person Report 2020

Der 30. Juli ist der Internationale Tag gegen Menschenhandel. Jährlich wird an diesem Tag auf Menschenhandel als schwere Menschenrechtsverletzung aufmerksam gemacht. In diesem Jahr legt die Vereinten Nationen (UN) den Schwerpunkt auf die Erstkontakte von Betroffenen von Menschenhandel. Diese Personen müssen gestärkt werden und geschult werden, damit Betroffene von Menschenhandel bestmöglich identifiziert werden und Hilfe und Unterstützung bekommen.

Laut UN sind 72% der Betroffenen von Menschenhandel Mädchen oder Frauen. TERRE DES FEMMES versucht dies in unserer Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit hervorzuheben, daher sprechen wir von Mädchenhandel und Frauenhandel.

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3 Jahre ProstSchG: eine gesetzgeberische Sackgasse

Am 1. Juli 2017 ist das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) in Kraft getreten. TERRE DES FEMMES hat den gesetzgeberischen Prozess kritisch begleitet und unsere Sorgen haben sich in den 3 Jahren der Umsetzung nur bestätigt. Deutschland befindet sich in einer gesetzgeberischen Sackgasse. TERRE DES FEMMES setzt sich daher für die Einführung des nordischen Modells in Deutschland ein: das bedeutet Ausstiegsprogramme für Prostituierte und ein Sexkaufverbot.

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