04.11.2004: einBlicke in FrauenWelten vom 18. – 24. November 2004

4. Filmfest von TERRE DES FEMMES in Tübingen, Rottenburg und Heidelberg

TERRE DES FEMMES veranstaltet im November das vierte Filmfest zum internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen.“ Es werden über 30 Spiel- und Dokumentarfilme aus 25 Ländern in Tübinger, Rottenburger und im Dezember in Auswahl auch in Heidelberger Kinos gezeigt - zum cineastischen Vergnügen und zur Reflexion über Frauen und ihre Rechte in verschiedenen Kulturkreisen.

Besondere Highlights sind vielfach ausgezeichnete Spielfilme, die bisher nicht in den Kinos zu sehen waren: unter anderen der Eröffnungsfilm „El Kotbia“ aus Tunesien, dessen Regisseur Nawfel Saheb-Ettaba zu Gast sein wird, der Film „Yasmin“ aus Großbritannien und „Cautiva“ des argentinischen Regisseurs Gastón Biraben, der von Filmemacherin Jeanine Meerapfel vorgestellt werden wird.

Noch vor dem Bundesstart im Dezember wird in Anwesenheit der Regisseurin Ayse Polat der Film „En Garde“ zu sehen sein, der in Locarno 2004 als bester Film mit dem Silbernen Leoparden ausgezeichnet wurde, und der von der vorsichtigen Freundschaft zweier außergewöhnlicher Mädchen erzählt. Die beiden Hauptdarstellerinnen Maria Kwiatkowsky und Pinar Erincin erhielten den Goldenen Leoparden für die beste Darstellung.

Eine weitere interessante Begegnung verspricht der Besuch von Regisseur Nouri Bouzid. Sein vielfach prämierter Film „Puppen aus Ton“ behandelt das Problem der Ausbeutung von Kindern als HausdienerInnen. Nouri Bouzid gehört zu jenen KünstlerInnen und Intellektuellen, die sich für notwendige innere Reformen in den arabischen Gesellschaften einsetzen.

Begleitend zur aktuell beginnenden zweijährigen Kampagne von TERRE DES FEMMES wird dem Thema „Verbrechen im Namen der Ehre“ – Zwangsheirat und Ehrenmord - ein besonderes Gewicht zugemessen. Dazu sind Filme aus Jordanien, Libanon, Pakistan, Afghanistan, Schweden und Deutschland zu sehen. Die jordanische Journalistin Rana Husseini, die sich weiltweit für die Ächtung von Ehrenmorden einsetzt, wird ebenso zum Publikumsgespräch anwesend sein wie Ulrike Baur, Regisseurin des Films über einen Ehrenmord in Tübingen, sowie Hanife Gashi, die Mutter der Ermordeten.

Zum anderen präsentieren wir viele Filme der Reihe „MädchenWelten“ über die nächste Generation von Frauen - wie sie sich mit der neuen globalen Welt arrangieren und auseinandersetzen. Weitere Thema sind Frauen und Krieg bzw. Friedensinitiativen von Frauen, Frauen und AIDS in Afrika sowie häusliche Gewalt. Wir freuen uns, dazu die Hauptdarstellerin des bahnbrechenden Films „Die Macht der Männer ist die Geduld der Frauen“ aus dem Jahr 1978, Elisabeth Rubrecht, als Gast begrüßen zu dürfen.

Teil des Rahmenprogramms ist eine Gesprächsrunde am Samstag, 20. November in Tübingen mit den anwesenden SpielfilmregisseurInnen über die Frage, wie Spielfilme zur Verteidigung der Menschenrechte von Frauen gemacht und eingesetzt werden können. Eine besondere Freude ist es uns, am 25. November, dem internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“, im Landestheater Tübingen das Theaterstück „Krabat und die 7 Huren – (k)ein Märchen“ über den Frauenhandel aus Osteuropa zu zeigen. Das Stück wurde von einer Reutlinger Schulklasse in Zusammenarbeit mit TERRE DES FEMMES entwickelt. Es wurde ausgewählt, Baden-Württemberg beim „Schülertheater der Länder“ zu vertreten.

Das Filmfest wird ausgerichtet in Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten der Universitätsstadt Tübingen, den Kinos Arsenal und Museum in Tübingen, Waldhorn in Rottenburg, dem Deutsch-Amerikanischen Institut Tübingen sowie dem Medienforum Heidelberg.

Pressekonferenz mit anschließender Pressevorführung: Montag, 15. November 2004 um 11 Uhr im Kino Arsenal in Tübingen.

Kontakt für Nachfragen und Pressematerial:

Pressebetreuung Filmfest:             Koordination Filmfest:

Monika Michell                             Irene Jung

Tel.: 07071/ 79 73-26 07071/ 600 883
E-Mail: filmfest@frauenrechte.de

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