Zweite Schulung für CHANGE Agents: Gender und Frauenrechte

Die Agents vertiefte in angeregten Diskussionen über Genderkonzepte. Foto: © TERRE DES FEMMESDie Agents vertiefte in angeregten Diskussionen über Genderkonzepte. Foto: © TERRE DES FEMMESAm Samstag, den 23.02.2019 fand das zweite Seminar für die neuen CHANGE Agents zu den Themen Gender und Frauenrechte in den Räumlichkeiten des Sharehaus Refugio in Berlin-Neukölln statt. Als Gäste teilgenommen haben außerdem zwei CHANGE Trainerinnen sowie die Fotografin Antje Pohsegger, und wieder einmal die strahlende Sonne.

Der Fokus dieser Schulung lag, wie es der Name schon verrät, auf dem Konzept Gender als soziales Konstrukt, gesellschaftlichen Geschlechterrollen und -stereotypen sowie auch dem Themenkomplex Menschen- und speziell Frauenrechte. Dieses Trainingsmodul ist besonders wichtig, weil es als Fundament für die Arbeit der CHANGE Agents unabdingbar ist, patriarchale Strukturen zu hinterfragen. Gerade im Hinblick auf geschlechtsspezifische Gewaltformen und vor allem im Umgang mit den Communities ist es von absoluter Wichtigkeit zu verstehen, warum unsere Gesellschaft in dieser Form existiert.

Den CHANGE Agents sollte bewusst gemacht werden, dass wir in patriarchalen Strukturen leben, die die strukturelle Diskriminierung der Frau und schwere Menschenrechtsverletzungen wie die weibliche Genitalverstümmelung zulassen. Die FGM-Referentinnen Idah Nabateregga und Charlotte Weil, die auch die CHANGE Agents ausbilden, erachten dieses Trainingsmodul insbesondere deshalb als gleichermaßen relevant und wegweisend, da so bestehende Auffassungen von Geschlechterrollen dekonstruiert und auch kulturelle Normen hinterfragt wurden.  

Weiterhin bot die zweite Schulung auch die Möglichkeit zum Austausch mit den erfahrenen CHANGE Agents aus dem Vorgängerprojekt Fatou Diatta und Colette Tchoumbou. Diese absolvieren im Rahmen von Let’s CHANGE eine Aufbauschulung, die sie als Trainerinnen für Fachkräfte qualifiziert. Beide Frauen erzählten, dass eine der größten Herausforderungen in der Arbeit gegen die Praktik die Verwurzelung von FGM als soziale Norm liege und sehr viele unterschiedliche Begründungsmuster für die Aufrechterhaltung existierten, diese jedoch wiederrum nur sehr mühsam zu bekämpfen seien. Fazit der beiden Trainerinnen: Die Aufklärungsarbeit muss speziell auf die jeweilige praktizierende Gruppe zugeschnitten sein und es bedarf Ausdauer und Willensstärke, um sich dieser Herausforderung zu stellen.

Wir bedanken uns bei den CHANGE Agents, die sich dieser schwierigen Aufgabe annehmen!

 

 

 

 Stand 02/2019

 

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