Austauschtreffen mit Wiener Beratungszentrum FEM Süd zu neuem Peer-Projekt

v.l.n.r.: Umyma El-Jelede, Hilde Wolf (FEM Süd), TDF-Referentin Charlotte Weil, Mai Ali, Lovina Okonkwo (Praktikantin TDF). © TERRE DES FEMMESv.l.n.r.: Umyma El-Jelede, Hilde Wolf (FEM Süd), TDF-Referentin Charlotte Weil, Mai Ali, Lovina Okonkwo (Praktikantin TDF).
Foto: © TERRE DES FEMMES

Am Donnerstag, 26. Juli 2018, fand in der Bundesgeschäftsstelle von TERRE DES FEMMES ein Austausch- und Kennlerntreffen mit dem Wiener Gesundheitszentrum für Frauen, Eltern und Mädchen – FEM Süd statt. Bei den Gästen aus Österreich handelte es sich um zwei Ärztinnen, die stellvertretend für das gesamte Team von FEM Süd angereist sind: Hilde Wolf, Gesundheitspsychologin und Leiterin des Zentrums, und Umyma El-Jelede, Medizinerin und Gesundheitsberaterin zu FGM.

TERRE DES FEMMES und FEM Süd stehen schon seit längerer Zeit in Kontakt, jedoch wendeten sich die Wienerinnen diesmal mit einem besonderen Anliegen an das Referat für weibliche Genitalverstümmelung: Es ging um die Planung und Durchführung eines FGM-Peer-Projekts genannt „INTAKT“, welches noch dieses Jahr startet und auf dem CHANGE-Ansatz von TDF basiert.

Da unser Referat zu FGM bereits langjährige Erfahrungen in der Umsetzung von solchen Projekten hat, bat FEM Süd die zuständige TDF-Referentin Charlotte Weil um ein Gespräch zum Erfahrungsaustausch. Neben zahlreichen Tipps und Hinweisen zum sensiblen Umgang mit dem Thema und betroffenen Communities sowie einer bereichernden Diskussion zu der Situation von betroffenen und gefährdeten Mädchen und Frauen in Deutschland und Österreich, wurden gegenseitig auch Broschüren, Flyer und Handbücher ausgetauscht. Vor allem die Materialien zu CHANGE und CHANGE Plus wurden dankend entgegengenommen, zumal sie eine gute Grundlage bieten für die Durchführung des Projekts in Wien. Sowohl die Besucherinnen als auch TERRE DES FEMMES haben von dem Treffen sehr profitiert.

Später stieß der Gruppe noch Mai Ali hinzu, ausgebildete CHANGE Agent und in Berlin gegen FGM aktiv. Sie bereicherte die Diskussion mit ihren persönlichen Erfahrungen in der Communityarbeit und mit zahlreichen Strategien für das neue Projekt.

Bei dem Gespräch betonten beide Organisationen die Notwendigkeit, sich für den Kampf gegen FGM international zu vernetzen. Es reiche daher nicht, sich mit der rein nationalen Arbeit in Deutschland oder Österreich zufrieden zu geben. Das Treffen war daher ein erster Schritt der Vernetzung. Beide Parteien wollen die Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch in Zukunft intensivieren.

 

Stand: 07/2018



Verwendung von Cookies

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.