Häusliche Gewalt

  

Haben Sie den Fehler gefunden?

Wir setzten uns #gegenGewalt an Frauen weltweit ein

Aktion Finde den Fehler


 
Hilfetelefon gegen Gewalt gegen Frauen:

08000-116016

Tatsächlich ist jede vierte Frau in Deutschland von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Dies ergibt sich aus einer repräsentativen Studie des BMFSFJ: rund 25% aller in Deutschland lebenden Frauen haben schon einmal Formen körperlicher oder sexueller Gewalt (oder beides) durch aktuelle oder frühere BeziehungspartnerInnen erlebt (BMFSFJ 2004:9). Zu einem vergleichbaren Ergebnis kommt auch die im März 2014 veröffentlichte repräsentative Studie der Europäischen Grundrechteagentur zum Ausmaß von Gewalt gegen Frauen in Europa. Deutschland nimmt im europäischen Vergleich damit bei häuslicher Gewalt eine "Spitzen"position ein.

Was genau ist häusliche Gewalt?

Häusliche Gewalt betrifft jede Form von Gewalt, die durch nahestehende Personen, meist durch Partner oder ehe­malige Partner, in den eigenen vier Wänden ausgeübt wird. Darunter fallen nicht nur physische Gewalt­anwen­dungen, wie Ohrfeigen oder Tritte, sondern auch psychische, sexuelle, soziale oder auch finanzielle Gewalt.

Die Betroffenen werden manipuliert, bis sie sich selbst misstrauen. Sie werden zu sexuellen Handlungen genötigt. Sie werden sozial isoliert und dürfen Familienangehörige und/oder FreundInnen nicht mehr treffen oder werden finanziell abhängig gemacht, indem sie ein Arbeitsverbot durch den Partner auferlegt bekommen. Die meisten Frauen trauen sich nicht, sich jemandem anzuvertrauen. Ihnen wird die Schuld zugewiesen oder sie stellen das „heile" Bild einer Familie aus Vater, Mutter und Kind vor die eigene Sicherheit.

Ziel Häuslicher und sexualisierter Gewalt ist die Machtdemonstration und Kontrolle von hauptsächlich männlichen Familienmitgliedern oder dem Partner. Viele der Beteiligten haben selbst in ihren Familien Gewalt erfahren. Männer neigen dazu später selbst gewalttätig zu werden, Frauen hingegen finden sich häufiger in gewalttätigen Beziehungen wieder.

TERRE DES FEMMES setzt sich allerdings nicht nur gegen häusliche Gewalt ein, sondern gegen jegliche Form von Gewalt an Frauen. Denn Frauenrechte sind Menschenrechte und diese sind weltweit zu schützen. TERRE DES FEMMES ist eine gemeinnützige Frauenrechtsorganisation und wir unterstützen von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen durch Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit, persönliche Beratung, Förderung von Projekten und internationale Vernetzung. Wir klären auf, wo Mythen und Traditionen Frauen das Leben schwer machen, protestieren, wenn Rechte beschnitten werden und fordern eine lebenswerte Welt für alle Mädchen und Frauen – gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei!

Helfen Sie uns dabei, von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen zu unterstützen.

Werden Sie Förderin oder unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende.

Bleiben Sie interessiert und informiert mit unserem Newsletter und nehmen Sie gerne mit uns per E-Mail Kontakt auf.

spendenbuton fundraisingbox

Wir freuen uns auf Sie! 
Herzlichst TERRE DES FEMMES

 

Nein heißt Nein! Aber nicht in Deutschland? Betroffene von Vergewaltigung brauchen Hilfe!

Am Anfang war es für Karen* die große Liebe. Markus* schenkte ihr Blumen, schrieb ihr täglich liebevolle SMS und malte sogar ein großes rotes Herz vor ihre Schule. Die anderen Mädchen beneideten sie um ihren tollen Freund.

Doch am Ende war die Beziehung der reinste Alptraum: Sobald Karen und Markus alleine waren, beschimpfte und bedrängte er sie. Auch im Bett machte Markus mit Karen, was er wollte. Selbst dann, wenn Karen deutlich „Nein“ sagte. Denn Markus akzeptierte kein „Nein“.

Nach einigen Monaten hielt es Karen nicht mehr aus und trennte sich von Markus. Sie war fest entschlossen, ihren Ex-Freund wegen Vergewaltigung anzuzeigen und wendete sich an eine Beratungsstelle. Doch die Beraterin riet ihr von einer Anzeige ab. Vor Gericht hätte sie keine Chance. Denn Karen hat sich nie körperlich gegen Markus zur Wehr gesetzt.

Karens Fall ist keine Ausnahme sondern traurige Realität in Deutschland. Das „Nein“ einer Betroffenen reicht nicht aus, um einen Vergewaltiger zu verurteilen. Weil wir diesen Skandal nicht länger hinnehmen wollen, setzen wir uns seit November mit einer groß angelegten Unterschriftenaktion öffentlich für die Reform des Gesetzes ein. Über 20.000 Menschen haben seitdem die Aktion unterzeichnet und zahlreiche Medien berichteten über die skandalöse Gesetzeslage.

Um aber unsere Arbeit gegen diese Ungerechtigkeit fortsetzen zu können, sind wir auf Ihre Spende angewiesen. Bitte unterstützen Sie uns, damit wir Frauen wie Karen zu Gerechtigkeit verhelfen können!

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung!

 

* Namen geändert

 

 

Europas langer Weg beim Schutz von Frauen vor Gewalt

Ein Jahr ist um - doch wo sind die Fortschritte?

Vor einem Jahr haben 13 europäische Länder eine bahnbrechende und international einmalige Konvention zum Schutz vor Frauen vor Gewalt unterzeichnet: die Europaratskonvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt an Frauen und Häuslicher Gewalt. Seitdem haben sich lediglich sechs weitere Länder der Konvention angeschlossen, nur ein Land hat die Konvention bis jetzt ratifiziert.

Die Konvention ist ein Meilenschritt für die Durchsetzung von Frauenrechten in Europa! Um jetzt Druck auf den Europarat zur Umsetzung und Ratifizierung der Konvention auszuüben, unterstützen wir die Petition der europäischen Frauenstiftungen des International Network of Women's Funds.

Was ist Häusliche Gewalt?

Eine Faust, die einen Spiegel einschlägt. Foto ©: fotolia-Jürgen AckerEs existiert keine einheitliche Definition von Häuslicher Gewalt, doch meistens ist damit die Gewalt gemeint, die von einem (ehemaligen) Beziehungspartner an seiner oder ihrer PartnerIn ausgeübt wird. In 90% der Fälle sind Männer die Täter und Frauen die Opfer - zusammen mit ihren Kindern. Die Kinder sind mehr als nur Zeugen der Gewalt: Studien zeigen eine Korrelation zwischen Häuslicher Gewalt gegen Frauen und einer Misshandlung der Kinder durch die Täter.

Je nach Region sind zwischen 20 und 59 Prozent der weiblichen Weltbevölkerung Häuslicher Gewalt ausgesetzt. Auch in Deutschland gehören Misshandlungen durch den Ehemann oder Lebenspartner zum Alltag vieler Frauen. Laut einer 2004 von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen repräsentativen Studie haben bereits 25% der Frauen in Deutschland Formen körperlicher oder sexueller Gewalt oder beides durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt.

Weitere Informationen

 

Was ist sexualisierte Gewalt?

Eine Frau, die sich an die Stirn faßt. Foto: © fotolia ollyDas eigene Heim ist für Frauen am gefährlichsten – sowohl bei Häuslicher Gewalt, als auch bei sexualisierter Gewalt. Die eigene Wohnung ist für Frauen der häufigste Tatort bei einer Vergewaltigung oder anderer Formen sexualisierter Gewalt – und nicht, wie häufig angenommen, der dunkle Park oder die Straße. Somit ist es in der Mehrheit der Fälle auch kein unbekannter Täter, sondern häufig der (Ex-)Partner, ein Bekannter oder sogar der eigene Vater.  

Sexualisierte Gewalt ist ein Verbrechen das meistens im Dunklen bleibt: die Hälfte der Betroffenen spricht mit niemanden über das Erlebte, nur ein Bruchteil der Vergewaltigungen wird überhaupt angezeigt. Und die Verurteilungsquote in Deutschland ist in den letzten Jahren dramatisch gesunken.

Weitere Informationen

  

Kooperation mit „Project Kesher“ in Russland

Seit 2010 kooperiert TERRE DES FEMMES mit dem russischen „Project Kesher“. In zwei Reisen haben Mitarbeiterinnen von TDF Frauenorganisationen in verschiedenen Städten Russlands besucht und sich über die Erfahrungen im Bereich „Häusliche Gewalt“ ausgetauscht.

Abschlussfoto Projektbesuch Kesher

Teilnehmerinnen der Abschlusskonferenz in Moskau
(Foto © Project Kesher)


Workshop im Mai 2010 in Wolgograd
(Foto © Project Kesher)

Weiterlesen ...

Workplace Policy

Ein Konzept zum Engagement gegen Häusliche Gewalt am Arbeitsplatz

Titel der DokumentationHäusliche Gewalt ist eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen in Deutschland. Frauen jedes Alters, jeder Religion und jeder Nationalität sind davon betroffen, viele von ihnen sind erwerbstätig.

Die Auswirkungen von Häuslicher Gewalt spüren somit auch Unternehmen und Verwaltungen: durch höhere Fehlzeiten und geringere Arbeitsleitung der Betroffenen und auch durch unerwünschte Anrufe, Emails oder Besuche des Täters am Arbeitsplatz. Gewalt gegen Frauen hat somit Folgen für die Produktivität und die Kosten eines Betriebes und somit im Endeffekt für die ganze Gesellschaft.

Immer mehr Unternehmen und Verwaltungen engagieren sich daher mit dem Konzept der Workplace Policy am Arbeitsplatz gegen Häusliche Gewalt. Mit effizienten Maßnahmen, Informationen und Aufklärung beugen ArbeitgeberInnen aktiv Diskriminierung vor und bieten ihren Beschäftigten im Falle von Häuslicher Gewalt Schutz und Unterstützung an.

Der neue Leitfaden Schritt für Schritt gegen Häusliche Gewalt erklärt das Konzept der Workplace Policy und bietet Unternehmen und Verwaltungen – anhand ausgewählter Beispiele und hilfreichen Tipps aus der Praxis – Unterstützung beim Engagement am Arbeitsplatz gegen Häusliche Gewalt.

TERRE DES FEMMES berät Unternehmen und Verwaltungen bei der Einführung einer Workplace Policy und bei der Entwicklung von geeigneten Maßnahmen gegen Häusliche Gewalt. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an unsere zuständige Referentin.

Mehr zum Konzept der Workplace Policy:

Artikel zur Workplace Policy:

Internationale Vernetzung und Veranstaltungen

Mit einer Workplace Policy tragen Betriebe aktiv zur Wahrung der Menschenrechte am Arbeitsplatz bei. Dies ist in Deutschland so, aber z. B. auch in Lateinamerika. Aus diesem Grund hat TERRE DES FEMMES in den letzten Jahren im Arbeitskreis ComVoMujer von der GIZ mitgearbeitet.

Eröffnung des Business Lunches am 21.10.2013 durch Dilek Kolat, Berliner Sentatorin für Arbeit, Integration und Frauen. Foto: © TERRE DES FEMMESEröffnung des Business Lunches am 21.10.2013 durch Dilek Kolat, Berliner Sentatorin für Arbeit, Integration und Frauen.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Seit 2014 ist TERRE DES FEMMES Mitglied in dem internationalen Netzwerk DV@WorkNet, das sich im Herbst 2014 zum ersten Mal in Toronto, Kanada, getroffen hat. Das Netzwerk hat das Ziel, relevante Akteure aus dem Bereich zusammenzubringen, sich über bestehenden Kenntnisse und Methoden auszutauschen sowie die Entwicklung und Verbesserung von den Maßnahmen voranzutreiben.

Um die Vernetzung auch innerhalb von Deutschland voran zu bringen, ist TERRE DES FEMMES seit 2013 Mitglied im Deutschen Global Compact Netzwerk. Die erste gemeinsame Veranstaltung war ein Business Lunch für Berliner Unternehmen im Oktober 2013. Die Berliner Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, hat die Veranstaltung eröffnet. Der erste Business Lunch zur Workplace Policy hatte im September 2012 bei ProDialog stattgefunden.

Im Jahr 2007 richtete TERRE DES FEMMES zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung die erste Tagung zu diesem Thema in Deutschland aus. In den Jahren 2008 und 2009 folgten in Kooperation mit der Berliner Senatverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen die beiden Kongresse „Das Private ist betrieblich I (2008) und II (2009)“.

 

 

Umsetzung in Unternehmen und Verwaltungen

Viele Verwaltungen und einige Unternehmen engagieren sich in Deutschland bereits gegen Häusliche Gewalt. Die Möglichkeiten des Engagements sind vielfältig – von der Bereitstellung von Telefonnummern von Beratungsstellen über die Verteilung von Informationsflyern bis zum Abschluss einer Dienstvereinbarung. Der Berliner Bezirk Reinickendorf war der erste Bezirk in Deutschland mit einer Betriebsvereinbarung dazu.

Immer mehr Unternehmen und Verwaltungen engagieren sich auch in Deutschland gegen Häusliche Gewalt:

Arnold Verladesysteme
BarmerGEK, Regionalstelle Berlin
Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration in Hamburg
Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf (Berlin)
Bezirksamt Reinickendorf (Berlin)
Bezirksamt Pankow (Berlin)
Gerhard Rösch GmbH
Landkreis Peine
Region Hannover
Stadt Buchholz
Stadt Mainz
Stadt Oranienburg
Stadt Wolfsburg
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen (Berlin)
The Body Shop

Berliner Bezirksverwaltung setzt erstmalig Workplace Policy um

Die Berliner Bezirksverwaltung Reinickendorf positioniert sich als erste Behörde Berlins gegen Häusliche Gewalt am Arbeitsplatz.

Mit der Unterschrift des Bürgermeisters Frank Balzer wurde es amtlich: Seit Mitte Februar besteht zwischen dem Bürgermeister und der Beschäftigtenvertretung im Berliner Stadtteil Reinickendorf die Vereinbarung, Betroffene von Häuslicher Gewalt zu unterstützen.

Weiterlesen ...

TDF wieder gegen Häusliche Gewalt in Russland aktiv

Im Rahmen der nun schon einjährigen Zusammenarbeit mit dem Verein „Project Kesher“ wurde TERRE DES FEMMES als Expertin zum Thema Häusliche Gewalt zu einer weiteren spannenden Reise eingeladen. Das Project Kesher arbeitet mit politischen und staatlichen Institutionen zusammen, um für die Themen Häusliche Gewalt und Frauenhandel zu sensibilisieren. Dem Programmtitel „Building Civil Society through Women’s Coalition“ folgend wurde der zweite Kooperationsbesuch im Dezember zu einem intensiven Austausch mit anderen Frauenrechtlerinnen genutzt.

Gruppe von TeilnehmerInnen auf der Abschlusskonferenz in Moskau (Foto © Project Kesher)Gruppe von TeilnehmerInnen auf der Abschlusskonferenz in Moskau (Foto © Project Kesher)Ein zentraler Punkt des Aufenthaltes war ein Intensivworkshop mit Studierenden in Nizhny Novgrad zur Frage des Umgangs mit Betroffenen von Häuslicher Gewalt. TDF-Mitarbeiterin Ingrid Jäkel konnte mit verschiedenen interaktiven Methoden die oftmals sehr jungen Studierenden an das Thema Häusliche Gewalt in der Gesellschaft heranführen. Gemeinsam wurde so über gesellschaftliche Stereotype reflektiert und was diese für Betroffene bedeuten.

Im zweiten Teil des Workshops wurden verschiedene Gesprächssituationen in Rollenspielen geübt. Auf freiwilliger Basis bekamen die TeilnehmerInnen verschiedene Rollen mit unterschiedlichen Opferprofilen zugewiesen, mit denen dann Beratungssituationen nachgestellt wurden. In großer Runde wurde dann reflektiert, was zu beachten ist, wenn eine Betroffene von Häuslicher Gewalt Hilfe sucht und sich öffnen möchte. Beeindruckend war die Bereitschaft und Offenheit der Jugendlichen, die bei allen Methodenangeboten ohne Zögern mitwirkten und bis zum Ende sehr motiviert bliebe. Sie warfen viele wichtige Fragen auf und machten einmal mehr deutlich, wie zentral Bildung und Aufklärung im Kampf gegen Häusliche Gewalt sind.

Nach dem Workshop fand die große Abschlusskonferenz in den Räumlichkeiten der Europäischen Kommission statt, die mit ihrem EuropeAid Programm das zweijährige Projekt finanziert hatte. Es kamen VertreterInnen aus allen fünf Städten, in denen das Projekt durchgeführt wurde, um über das eigene Vorgehen, die Erfahrungen und Erfolge zu berichten. Bemerkenswert waren die Vielfalt der Ansätze, der politische Wille und die Auswirkungen, die nach so kurzer Zeit sichtbar werden konnten. Es wurde berichtet, wie mit konsequenter Arbeit an der Basis verschiedene Personenkreise von den engagierten Mitarbeiterinnen vor Ort informiert und geschult wurden, um so zivilgesellschaftliche Strukturen entstehen zu lassen.

Die Berichte und der Zusammenhalt der Frauen waren sehr beeindruckend – dem eigenen Programm von „Building Civil Society through Women`s Coalition“ konnte man offensichtlich mehr als gerecht werden. Dieser Aspekt wurde ebenfalls von der TERRE DES FEMMES-Vertreterin in ihrem Vortrag über die Erfahrungen der internationalen Kooperation betont. Alle Beteiligten wünschten eine Fortsetzung der Zusammenarbeit, da der Wille zur Veränderung groß ist und ein gemeinsamer Schulterschluss neue Chancen eröffnet. TERRE DES FEMMES dankt Project Kesher weiterhin für die Möglichkeit der Kooperation und freut sich auf gemeinsame Aktionen und einen intensiven Austausch, damit viele Kräfte gebündelt werden können im schwierigen Kampf gegen Häusliche Gewalt.

Studierende beim Workshop in Nizhny Novgrad (Foto © Project Kesher)Studierende beim Workshop in Nizhny Novgrad
(Foto © Project Kesher)

11.10.2010: Erste bundesweite Studie zur Umsetzung der Workplace Policy veröffentlicht: Wirksames Instrument gegen häusliche Gewalt

Häusliche Gewalt verringert die Produktivität von Unternehmen und steigert die Kosten des Gesundheits­managements. Hier setzt das innovative Konzept der Workplace Policy an: Unternehmen werden verpflichtet, den Auswirkungen häuslicher Gewalt am Arbeitsplatz mit effizienten Maßnahmen entgegenzutreten. Information und Aufklärung werden durch Unterstützungsmöglichkeiten zum Schutz der Betroffenen ergänzt. Eine Studie im Auftrag von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen in Berlin kommt zu dem Schluss, dass die Workplace Policy ein wirksames Instrument gegen häusliche Gewalt ist. Über 80% der Befragten ist das Konzept bekannt. Rund 85% glauben, dass es für Betroffene sehr hilfreich ist. Über 80% der Befragten sind der Meinung, dass häusliche Gewalt kein privates Problem ist.

Weiterlesen ...

Die Workplace Policy - "Das Private ist betrieblich“

TERRE DES FEMMES setzt sich für die Implementierung einer Workplace Policy in Institutionen und Unternehmen ein. Ziel der Workplace Policy ist es, Unternehmen zu ermutigen Häusliche Gewalt in ihren Arbeitsstätte anzusprechen.

In Deutschland konnte TERRE DES FEMMES inzwischen verschiedenen Betriebe und Unternehmen für die Idee gewinnen. So zum Beispiel die Bezirksämter Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinickendorf und Pankow, sowie die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen. Auch die Rösch GmbH und BARMER GEK engagieren sich mit der Workplace Policy gegen Häusliche Gewalt. Weitere Unternehmen und Verwaltungen sind ebenfalls interessiert die Workplace Policy zu implementieren und stehen im Kontakt mit TERRE DES FEMMES.

Weiterlesen ...

Verwendung von Cookies

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.