Jetzt auch im Verleih:
TDF-Bilderausstellung „Mit dem Malstift gegen die geraubte Kindheit“

Flyer Ausstellung Frühehen
Werbeflyer zur Bilderausstellung

Ab April 2018 kann die TDF-Bilderausstellung „Mit dem Malstift gegen die geraubte Kindheit“ ausgeliehen werden! 21 Kunstwerke und 5 Informationstafeln widmen sich dem Thema Früh- und Zwangsverheiratung in der Türkei und Deutschland. Die Bilder sind im Rahmen von Malwettbewerben der TDF-Partnerorganisation YAKA-KOOP im südosttürkischen Van entstanden – einer Region, in der ca. 40% der Mädchen minderjährig verheiratet werden. Die KünstlerInnen im Alter zwischen 8 und 16 Jahren und ihre Eltern haben der öffentlichen Ausstellung der Bilder zugestimmt.

Gegen eine Verleihgebühr können Sie die Bilderausstellung bei uns bestellen und bis zu zwei Monaten öffentlich zeigen. Wir organisieren den Versand und legen Begleitmaterial zur entwicklungspolitischen Bildung bei, das Sie für die Vorbereitung einer Vernissage nutzen oder Ihren Gästen zur weiteren Lektüre mitgeben können.

Unterstützen auch Sie die wichtige Arbeit der TDF-Partnerorganisation YAKA-KOOP.
 

Machen Sie die Lebensrealität junger Frauen aus der Türkei sichtbar!
 

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen:


 

Vorschau:

 

Hintergrund

Malwettbewerb und Kontext

Ein prämiertes Gewinnerbild plakatiert in Van. Foto: © YAKA-KOOPEin prämiertes Gewinnerbild plakatiert in Van. Foto: © YAKA-KOOPAuf dem Papier haben sich die Rechte von Mädchen und Frauen in der Türkei im letzten Jahrzehnt verbessert. Doch wie sieht die Realität aus? Immer wieder gilt das öffentliche Interesse der Früh- und Zwangsverheiratung junger Mädchen. Bloß ein Problem in der Türkei? Nein, denn minderjährige Mädchen werden auch nach Deutschland verheiratet. Andere bleiben nach einem vermeintlichen Sommerurlaub in der Türkei als Ehefrauen zurück. Was denken junge Frauen aus der Türkei selbst darüber? Die Bilderausstellung vermittelt bewegende Einblicke in ihre Lebenskontexte.

Unter dem Motto „Kinderbräute NEIN!“ veranstaltet YAKA-KOOP, Partnerorganisation von TERRE DES FEMMES, jedes Jahr einen Malwettbewerb an Schulen im südosttürkischen Van. Eine Jury wählt die Gewinnerbilder aus und plakatiert sie an belebten Plätzen und Straßenkreuzungen in Van.

So entwickelt die Bevölkerung ein Bewusstsein dafür, dass Früh- und Zwangsverheiratung eine Menschenrechtsverletzung ist.

 

Partnerorganisation

Das YAKA KOOP-Team 2018. Foto: © YAKA KOOPDas YAKA KOOP-Team 2018. Foto: © YAKA KOOPYAKA-KOOP, 2002 gegründet, war die erste Frauenorganisation in der Region Van im Südosten der Türkei. YAKA-KOOP unterstützt Mädchen und Frauen, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind und in wirtschaftlicher Abhängigkeit leben. Schwerpunkte der Arbeit sind die Prävention und Überwindung von Früh- und Zwangsverheiratung, häuslicher und sexualisierter Gewalt und Gewalt im Namen der Ehre. Neben Rechts- und psychosozialer Beratung für Gewaltbetroffene klärt YAKA-KOOP in Kampagnen und Seminaren über Frauenrechte auf. Auch stärkt die Organisation Frauen durch Alphabetisierungs- und Ausbildungskurse. Lernen Sie YAKA-KOOP in einem kurzen Film kennen.

 

Projektregion: Der Südosten der Türkei ist ein konservativ geprägter Teil des Landes, patriarchale Strukturen sind die Regel. Das Prinzip der Ehre spielt eine große Rolle. Die Ehre des Mannes hängt u.a. von seiner Fähigkeit ab, die sexuelle Integrität der Frauen seines Haushalts zu garantieren. Im Gegensatz dazu bezieht sich die Ehre der Frau v.a. auf Regeln zum Schutz ihrer Keuschheit. Für ein unverheiratetes Mädchen bedeutet dies den Erhalt ihrer Jungfräulichkeit. Das Ehrprinzip setzt die männlichen Mitglieder eines Haushalts unter großen Druck, der sich oft in strikter Kontrolle der Bewegungsfreiheit und sozialen Kontakte des unverheirateten Mädchens äußert. Auch deshalb wird eine möglichst frühe Abgabe von Verantwortung an die Familie eines Ehemanns angestrebt.

 

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