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TERRE DES FEMMES startet EU-Projekt zu weiblicher Genitalverstümmelung in afrikanischen Communities

Das EU-Parlament schätzt, dass in Europa bis zu 180.000 Mädchen und junge Frauen durch Genitalverstümmelung (FGM) gefährdet sind. TERRE DES FEMMES wirkt dieser Gefahr seit 1981 entgegen. Neuerdings auch als Initiatorin und Koordinatorin des EU-Projektes CHANGE, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Daphne Programms finanziert wird.

Together against FGM, Foto: © Pitopia, Max 2006Together against FGM.
Foto: © Pitopia, Max 2006
Mitte April 2013 treffen sich alle Partnerorganisationen bei TERRE DES FEMMES in Berlin zum Kick-off Meeting. Erwartet werden Vertreterinnen von EuroNet-FGM, Federation of the Somali Associations in the Netherlands (FSAN), Foundation for Women's Health Research and Development (FORWARD) in Großbritannien, Riksföreningen Stoppa Kvinnlig Könsstympning (RISK) in Schweden und Plan International Deutschland (Plan).

Das zweijährige Projekt stärkt einflussreiche Personen, so genannten Change Agents, und trägt so zur Abschaffung von FGM in Europa bei. Die ProjektpartnerInnen arbeiten an Strategien, die den sozialen Druck innerhalb der afrikanischen Gemeinschaften verringern und bedrohte Mädchen vor Genitalverstümmelung schützen. Das Projekt bricht das Tabuthema der weiblichen Beschneidung und fördert den Dialog: Die Partnerorganisationen werden mit insgesamt 48 Change Agents zusammenarbeiten und Aktivitäten umsetzen, die zu einer offenen Diskussion über das Thema in Diasporagemeinschaften beitragen.

Berufsgruppen wie ÄrztInnen, SozialarbeiterInnen und LehrerInnen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in der europaweiten Präventionsarbeit von TERRE DES FEMMES. Diese Berufsgruppen werden von den beteiligten Partnerorganisationen und den Change Agents zu einem Dialog eingeladen, um Sensibilisierung und Informationsaustausch möglicher MultiplikatorInnen zu verstärken.
Eine Präventionsbroschüre, die innerhalb des Projektes erarbeitet wird, soll diese Berufsgruppen dabei unterstützen, die gefährdeten Mädchen in Deutschland und anderern europäischen Ländern zu schützen.

Die Projektwebseite wird voraussichtlich im Sommer 2013 online gehen, bis dahin können weitere Informationen über Katharina Kuss change@frauenrechte.de angefragt werden.