TDF-Mitfrau Hedwig von Knorre im Einsatz gegen FGM beim Forum Geburtshilfe in Kassel 2017

Forum Geburtshilfe Kassel 2017- Foto: © Hedwig v. KnorreForum Geburtshilfe Kassel 2017- Foto: © Hedwig v. KnorreAm Wochenende vom 11.-14.05.2017 fand in Kassel das Forum Geburtshilfe – Kongress für aktuelle Themen rund um das Feld Geburtshilfe statt. Über drei Tage gab es Vorträge und Diskussionen und insgesamt über 1.000 AusstellerInnen nahmen teil. Das Forum richtete sich hauptsächlich an GynäkologInnen und Hebammen, aber auch alle anderen Institutionen aus dem Feld.

Hedwig von Knorre, selber Hebamme und seit Jahren aktiv zum Thema weibliche Genitalverstümmelung, betreute vor Ort für TERRE DE FEMMES zwei Tage lang einen Infotisch, um auf das Thema FGM und den medizinischem Umgang mit Betroffenen aufmerksam zu machen. Im Austausch mit BesucherInnen und den anderen AusstellerInnen verteilte sie viele unserer Informationsmaterialien zum Thema. Besonders die mehrsprachigen Ausgaben der Präventionsbroschüre „Wir schützen unsere Töchter“ und der Informationsflyer zur webbasierten Plattform www.uefgm.org stießen auf großes Interesse. Engagiert berichtete Hedwig dem medizinischem Fachpersonal sowie GynäkologInnen vor Ort von der Wichtigkeit der Aufklärung über die Praktik weibliche Genitalverstümmelung, vor allem im professionellen Kontext.

Mit einem Video klärte sie über die neueste OP-Technik von Herrn Dr. O’Dey aus Aachen zur Rekonstruktion der Vulva und Klitoris auf. Dr. O’Dey ist seit längerem TDF-Kooperationspartner und Spezialist auf den Gebieten der Vulva- und Klitorisrekonstruktion und hat viel Erfahrung mit FGM-Patientinnen. Er arbeitet als ärztliche Leitung im Zentrum für rekonstruktive Chirurgie weiblicher Geschlechtsmerkmale im Luisenhospital in Aachen. So warb sie auch bei Chef- und leitenden Ärzten dafür, ihre angestellten ÄrztInnen in diese Richtung ausbilden zu lassen, sodass die operativen Methoden zur Behandlung einer von weiblichen Genitalverstümmelung betroffenen Patientin immer mehr praktiziert und verbreitet werden. Wir sind überzeugt, je mehr OP-Möglichkeiten es gibt und je leichter der Zugang dafür wird, desto größer wird die Nachfrage sein. Dies wird dann effektiv zu einer Veränderung des Norm-Empfindens beitragen, auch im Sinne von präventiver Aufklärungsarbeit.

Wir danken Hedwig von Knorre ganz herzlich für ihren Einsatz und ihr Engagement, und hoffen auf ebenso großes Interesse und Erfolg beim zweiten Forum Geburtshilfe im Herbst 2017.

 

Stand: 05/2017

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