Jahreskonferenz der Beauftragten für Schwangerschaftskonfliktberatung der Diakonie Deutschland

Am 27. April 2017 fand die Jahreskonferenz der Beauftragten für Schwangerschaftskonfliktberatung der Diakonie Deutschland in Berlin statt. Unsere FGM-Referentin Linda Ederberg war eingeladen, über weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland zu sprechen und die Weiterbildungsmöglichkeiten für Berufsgruppen zum Thema zu präsentieren. Die TeilnehmerInnen der Konferenz diskutierten vor allem die Schwierigkeiten eines effektiven Kinderschutzes sowie einer angemessenen Beratung von betroffenen Frauen durch GynäkologInnen und SozialberaterInnen.

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist immer noch ein gesellschaftliches Tabuthema, das bei Betroffenen mit großer Scham verbunden ist. Deshalb ist die Sensibilisierung von Fachkräften, die mit FGM in Berührung kommen und oftmals unzureichend über das Thema informiert oder überfordert sind, unabdingbar für eine nachhaltige Aufklärung und Prävention.

TERRE DES FEMMES setzt sich im Engagement gegen die Menschenrechtsverletzung weibliche Genitalverstümmelung für die Weiterbildung von Fachpersonal aus unterschiedlichsten Bereichen ein. Ziel ist es, die gesundheitliche Versorgung und Beratung für die ca. 48.000 von weiblicher Genitalverstümmelung betroffenen Mädchen und Frauen in Deutschland zu verbessern.

Die Weiterbildungsplattform ,,United to End FGM’’ wurde von TERRE DES FEMMES in Kooperation mit anderen europäischen NGOs entwickelt und bietet E-Learning Kurse für Fachpersonal aus unterschiedlichsten Fachbereichen an. So verfügt das E-Learning beispielsweise auch über ein Modul zur Weiterbildung von Fachkräften aus dem Gesundheitswesen. Dieses Modul soll z.B. Krankenschwestern, KrankenpflegerInnen, ÄrztInnen, GynäkologInnen und Personal aus dem psycho-therapeutischen Bereich für die Folgen von FGM auf die Gesundheit von Frauen und den Umgang mit diesen sensibilisieren. Ziel ist es in diesem Kontext vor allen Dingen, dass medizinisches Fachpersonal befähigt wird, die physischen, psychologischen und sexuellen Folgen und jene bei der Geburtshilfe zu erkennen und die Betroffenen entsprechend zu behandeln oder an entsprechende Einrichtungen verweisen zu können.

Darüber hinaus sollen auch Leitlinien für eine ethische, gender- und kultursensible Kommunikation und Beratung im gesundheitlichen Kontext vermittelt werden.
Die E-Learning Module der Plattform können unter www.uefgm.org kostenlos auf neuen Sprachen absolviert werden.

Stand: 04/2017

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