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Angst vor dem eigenen Vater?

TDF fordert besseren Schutz von Kindern bei Häuslicher Gewalt

Maria lebt in Angst - und zwar vor ihrem Vater. Vor nicht allzu langer Zeit wurde ihre Mutter von ihm verprügelt. Nun sind sie zwar in Sicherheit, aber die Behörden möchten trotzdem, dass Maria ihn besucht. Das Gericht hat ihrem Vater das Umgangsrecht zugesprochen. Dies ist in Deutschland keine Seltenheit: immer wieder erhalten Väter ein Umgangsrecht, obwohl sie gegen die Mutter oder sogar gegen das Kind gewalttätig geworden sind.

Mädchen. Foto © pojoslaw-fotolia.comMarias Welt steht seit kurzem auf dem Kopf: Im letzten Jahr haben sich ihre Eltern fast jeden Tag gestritten und die Schreie aus dem Wohnzimmer waren kaum noch zu ertragen. Eines Morgens hatte ihre Mama eine geschwollene Lippe und sie hat den ganzen Tag über nicht gelächelt. Überhaupt lächelt Marias Mutter schon lange nicht mehr.

Vor etwa drei Monaten war es ganz besonders schlimm. Marias Vater kam abends betrunken nach Hause, randalierte im Wohnzimmer und fing an, auf sie und ihre Mutter einzuprügeln. Maria hatte wahnsinnige Angst vor ihm. Am nächsten Tag zogen sie und ihre Mutter in ein Frauenhaus. Dort fühlte Maria sich sicher - bis vor ein paar Tagen. Eine Frau vom Jugendamt hat angekündigt, mit ihr zusammen ihren Vater zu besuchen. Der Richter hat es so entschieden. Maria will aber ihren Vater nicht sehen, sie hat immer noch Angst vor ihm!

So wie Maria geht es vielen Kindern in Deutschland: Immer wieder entscheiden Richter, dass das Umgangsrecht von beiden Elternteilen ausgeübt werden muss. Dabei nehmen sie wenig Rücksicht auf die Situation "zu Hause". Selbst wenn massive Gewalt vorlag oder der Vater sogar mit der Entführung des Kindes gedroht hat, beharren sie auf das Umgangsrecht des Vaters.

Wir von TERRE DES FEMMES setzen uns dafür ein, dass:

  • schlagende Väter kein (sofortiges) Umgangsrecht erhalten!
  • Opfer bei Gerichtsprozessen psychologische Unterstützung bekommen!
  • jeder gewaltbetroffenen Frau ein Platz im Frauenhaus zusteht!

Um Müttern und Kindern wie Maria zu helfen, brauchen wir Ihre Unterstützung! Mit Ihrer Spende helfen Sie Frauen und ihren Kindern, die Opfer von Häuslicher Gewalt geworden sind.             

Wir setzen uns dafür ein, dass sie nicht rechtlos sind!
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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