Spende von OP-Instrumenten zur Unterstützung unserer Partnerorganisation Association Bangr Nooma in Burkina Faso

Übergabe der OP-Instrumente (v.l.n.r.) Susanne Meister und Sandra Dichtl von der Städtegruppe Nürnberg, Prof. Dr. Axel Junger, Prof. Dr. Dr. Günter Niklewski und Regina Schwarz vom Klinikum Nürnberg Nord. Foto: © TDF Nürnberg Übergabe der OP-Instrumente (v.l.n.r.) Susanne Meister und Sandra Dichtl (TDF), Prof. Dr. Axel Junger, Prof. Dr. Dr. Günter Niklewski und Regina Schwarz vom Klinikum Nürnberg Nord.
Foto: © TDF Nürnberg
Das Klinikum Nürnberg-Nord hat am 08. Dezember 2015 an Susanne Meister und Sandra Dichtl von der TERRE DES FEMMES Städtegruppe Nürnberg eine großzügige Sachspende von Operationsinstrumenten übergeben. Mithilfe dieser soll die Arbeit unserer Partnerorganisation Association Bangr Nooma (ABN) in Burkina Faso unterstützt werden. ABN kooperiert mit dem Gynäkologen Professor Akotionga, der Mädchen und Frauen durch medizinische Eingriffe von den schmerzhaften Auswirkungen der Weiblichen Genitalverstümmelung befreit.

Seit 1998 unterstützt TERRE DES FEMMES die Association Bangr Nooma im Kampf gegen die Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation: FGM). ABN leistet intensive Aufklärungsarbeit auf Dorfebene, um die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass die Weibliche Genitalverstümmelung überwunden werden muss. Im Rahmen von Dorfversammlungen sprechen die MitarbeiterInnen mit den Menschen über das tabuisierte Thema der Genialverstümmelung und informieren über die negativen Folgen der Praktik. Nicht selten verbluten Mädchen bei der Beschneidung. Bei Schwangerschaften und Geburten kommt es häufig zu lebensgefährlichen Komplikationen für Mutter und Kind.

Im Anschluss an diese Dorfversammlungen kommt es vor, dass beschnittene Frauen auf die MitarbeiterInnen von ABN zugehen. Sie haben bereits mehrere Geburten unter furchtbaren Schmerzen hinter sich und leiden an schweren gesundheitlichen Folgeproblemen wie Verwachsungen, Fistelbildungen oder Infektionserkrankungen. Ihnen kann durch medizinische Eingriffe geholfen werden. ABN unterstützt diese Frauen gemeinsam mit dem Gynäkologen Professor Akotionga. Er engagiert sich bereits seit den Neunziger Jahren im Kampf gegen FGM und führt für ABN - kostenlos! – Operationen für notleidende Frauen durch.

„Wenn man einen großen Dorn aus dem Fuß gezogen bekommt, kann man danach wieder aufrecht gehen...“

Besuch in der Privatklinik von Professor Akotionga: 2. von links Prof. Akotionga, rechts neben ihm: Rakieta Poyga (ABN), ganz rechts: Renate Staudenmeyer (TDF). Foto: © TERRE DES FEMMESBesuch in der Privatklinik von Prof. Akotionga: 2. v. l. Prof. Akotionga, rechts neben ihm: Rakieta Poyga (ABN), ganz rechts: Renate Staudenmeyer (TDF).
Foto: © TERRE DES FEMMES
Im Rahmen unseres Projektbesuches in Burkina Faso im Juni 2015 hatten wir die Gelegenheit, Safiata Zongo zu interviewen - eine der Frauen, die von einer solchen Operation profitieren konnte. Frau Zongo setzt sich heute selbst für den Kampf gegen FGM ein.

Außerdem haben wir Prof. Akotionga in seiner Privatklinik besucht und uns mit ihm ausgetauscht. Wir waren beeindruckt von seinem unermüdlichen Einsatz im Kampf gegen die Weibliche Genitalverstümmelung. Er hat uns berichtet, dass für Operationen bei jüngeren Mädchen feineres OP-Besteck notwendig wäre. Dieses steht ihm in Burkina Faso nicht zur Verfügung. Nach unserer Rückkehr haben wir an die Städtegruppen von TERRE DES FEMMES eine Rundmail mit aktuellen Informationen geschickt. Susanne Meister und Sandra Dichtl von der Städtegruppe Nürnberg haben keine Sekunde gezögert und sind auf Kliniken in ihrer Region zugegangen.

Mit Erfolg – wie man sieht!

Für diese tatkräftige Unterstützung unserer Partnerorganisation Association Bangr Nooma in Burkina Faso bedanken wir uns ganz herzlich bei dem Klinikum Nürnberg Nord und bei der Städtegruppe Nürnberg.

 

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