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Datum:
06.02.2015
Veranstaltungsort:
Theodor-Heuss-Saal, Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin
Ort:
Berlin
VeranstalterInnen:
Berliner Arbeitskreis gegen Zwangsheirat

Anlässlich des 10. Todestages von Hatun Sürücü am 7. Februar 2015 lädt der Berliner Arbeitskreis (AK) gegen Zwangsverheiratung, bei der TERRE DES FEMMES Mitglied ist, zu der Veranstaltung „NEIN zu Gewalt im Namen der Ehre" ein:

Programm:

  • Petra Koch-Knöbel, Koordinatorin des Berliner Arbeitskreises gegen Zwangsverheiratung und Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, wird die Zahlen der aktuellen berlinweiten Befragung zu Zwangsverheiratungen präsentieren.
  • Betroffene werden von sich und ihrem Kampf um ein selbstbestimmtes Leben berichten.
  • Junge Männer des Projekts HEROES – gegen Unterdrückung im Namen der Ehre werden Rollenspiele präsentieren, mit denen sie Jugendliche an Berliner Schulen zum Nachdenken über überholte Rollenmuster auffordern.
  • ARD-Fernsehkorrespondent Matthias Deiß, der u.a. eine Dokumentation über den „Ehren“-Mord an Hatun Sürücü gemacht hat, wird über seine aktuellen Recherchen berichten.
  • Die Journalistin und Autorin Güner Balci wird aus ihrem neuesten Buch „Aliyahs Flucht“ vorlesen.

Mit Grußworten von Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg und Schirmfrau der Veranstaltung, sowie Dilek Kolat, Berliner Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Frauenbeauftragten Ursula Hasecke vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg statt.

Hintergrund

Seit 2002 beschäftigen sich der Berliner AK gegen Zwangsverheiratung und die Unterarbeitsgruppe „Schulaktionen gegen Gewalt", die von der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg koordiniert werden, mit dem Thema Zwangsverheiratung. In den oben genannten Gremien sind die Berliner Antigewaltprojekte, Krisen- und Zufluchtseinrichtungen, TERRE DES FEMMES - Menschenrechte für die Frau e.V., der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg, Frauenhäuser, Schulen, Rechtsanwältinnen, Polizei, Jugendämter und Jobcenter, die mit dem Thema konfrontiert sind, vertreten.

Am 7. Februar 2005 wurde Hatun Sürücü mit 23 Jahren von ihrem jüngeren Bruder auf offener Straße in Berlin-Tempelhof erschossen. Sie wollte ein freies und selbstbestimmtes Leben führen und hat damit bewusst gegen die strengen Regeln und tradierten Ehrvorstellungen ihrer Familie verstoßen. Durch den Mord wollte der Täter die Ehre der Familie retten. Hatun Sürücüs Schicksal steht für unzählige Mädchen und Frauen, aber auch Homosexuelle, die unter Gewalt im Namen der Ehre leiden. Um ihrer zu gedenken und unsere Solidarität mit ihnen auszudrücken, werden wir u.a. Betroffene selbst zu Wort kommen lassen und die Autorin Güner Balci wird aus ihrem neuen Buch „Aliyahs Flucht" vorlesen.

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