Einladung zur Pressekonferenz 12. Dezember 2013: Ein Jahr Beschneidungsgesetz - ein Jahr Rechtssicherheit? Für wen? (10.12.2013)

Am 12.12.2012 hat der Deutsche Bundestag nichttherapeutische Vorhautamputationen an Jungen aus jeglichem Gründe als Teil der elterlichen Personensorge legalisiert.

Doch wie sieht die rechtliche Situation der davon betroffenen Jungen aus, die ihr ganzes Leben mit den Folgen der elterlichen Entscheidung konfrontiert werden? Ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes ist es Zeit für eine
Zwischenbilanz. Nicht zuletzt auch im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen bleiben zahlreiche Fragen offen:

  • Ist der in Aussicht gestellte „Rechtsfrieden“ tatsächlich eingekehrt? Wen schützt das Gesetz – und wen nicht? Was erlaubt das Gesetz – und was nicht?
  • Wie steht es um das Vetorecht des Kindes?
  • Werden die Bedingungen, die in §1631d BGB als zwingende Voraussetzung für die Straffreiheit nichttherapeutischer Vorhautamputationen genannt sind, tatsächlich eingehalten?
  • Der Deutsche Bundestag hat jegliche Dokumentationspflicht und eine spätere Evaluation der Legalisierung von Zwangsbeschneidungen abgelehnt. Wer erhebt Daten über Komplikationen?
  • Wer erforscht die lebenslangen Spätfolgen bei erwachsenen Männern?
  • Mit §226a StGB ist die weibliche Genitalverstümmelung als schwere Körperverletzung klassifiziert. Ist es mit dem Allgemeinen Gleichstellungsgrundsatz vereinbar, dass Jungen trotzdem weiterhin schutzlos ausgeliefert sind?

Diese und weitere Fragen werden die Vertreter der einladenden Organisationen erörtern. Die Rednerinnen und Redner stehen Ihnen, ebenso wie negativ von ihrer Vorhautamputation betroffene Männer, auch nach der Pressekonferenz für Ihre Nachfragen zur Verfügung.

Es sprechen auf dem Podium:

  • Christian Bahls - 1. Vorsitzender „MOGiS e.V.“
  • Irmingard Schewe-Gerigk - Vorsitzende „TERRE DES FEMMES“
  • Dr. Ulrich Fegeler - Pressesprecher „BVKJ - Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte“
  • Prof. Dr. Manfred Gahr - Generalsekretär „DAKJ - Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin“
  • Andreas Bergen, Landesgeschäftsführer „pro familia Niedersachen“
  • Christa Müller, Vorsitzende „(I)NTACT e.V.“

Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen.

Wir bitten um Anmeldung per E-Mail unter: victor.schiering@mogis-verein.de

 

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Für Nachfragen und Interviews stehen wir gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an TERRE DES FEMMES, Astrid Bracht, Tel. 030/40504699-25 oder per E-Mail an presse@frauenrechte.de.

 

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