Aktuelles zum Thema Frauenrechte allgemein

Tag des Schleiers: Übersetzung des Briefes „Hijab day: cher(e) étudiant(e) de Sciences Po, aie le courage d'être une femme libre!“ von Djamila Benhabib

StudentInnen der politischen Wissenschaften in Frankreich feierten am 20. April 2016 den Tage des Schleiers. Djamila Benhabib, eine kanadische Journalistin und Schriftstellerin, die aus Algerien stammt, hat sich im folgenden Artikel öffentlich gegen diese Aktion empört. Aufgewachsen in Algerien, musste sie in den 90er Jahren aufgrund des algerischen Bürgerkrieges nach Frankreich fliehen. Sie setzt sich für eine Trennung von Staat und Religion und ein Verbot der Burka ein.

Von Djamila Benhabib, 26.04.2016, übersetzt von Marina Endres

Das ist die Übersetzung des Briefes „Hijab day: cher(e) étudiant(e) de Sciences Po, aie le courage d'être une femme libre!“ an die Student/Innen der pol. Wissenschaften in Frankreich von Djemila Benhabib, geboren 1972 (veröffentlicht in der Huffingtonpost[1]); diese haben den 20.4.2016 als Tag des Schleiers gefeiert. Djemila Benhabib stammt aus Algerien, lebt in Kanada und hat mir (Marina Endres) erlaubt diesen Brief zu übersetzen und zu veröffentlichen:

Weiterlesen ...

Bundestagswahl 2017: Welche Partei setzt sich für die Rechte von gewaltbetroffenen Frauen ein?

Am 24. September 2017 wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Wir wollten es genau wissen und haben unsere Wahlprüfsteine an die CDU/CSU, SPD, Die Linke, FDP, Bündnis 90/Die Grünen* verschickt: Wie stehen die Parteien zum Thema geschlechtsspezifische Gewalt? Welche Ideen und Vorhaben gibt es, um Frauen in Deutschland besser vor Gewalt zu schützen? Sind in der neuen Legislaturperiode Verbesserungen bei der Prävention vor Gewalt und bei der Versorgung von Betroffenen zu erwarten? Oder steht uns ein frauenpolitischer Backlash bevor?

Weiterlesen ...

Witwen: Stigmatisiert und marginalisiert

Women 2000 Witwen„Im Südosten Nigerias, im Staat Anabra, übernehmen die Brüder des Ehemanns sein Erbe, wenn die Witwe ihrem Ehemann nur Töchter geschenkt hat. Während der siebentägigen Bestattungsphase ist es der Witwe nicht erlaubt, ihre Zähne zu zeigen. Während dieser Zeit muss sie auf einer Matte sitzen und ihren Mann beweinen“. Eine brennende Substanz, die ihr in die Augen gerieben wird, verhindert, dass sie einschläft. Dies berichtete die Gründerin der nigerianischen Organisation Women Empowerment Network, Prinzessin Gloria Okojie, 2005 bei ihrem Besuch in der TERRE DES FEMMES-Geschäftsstelle und fügte hinzu, dass es in anderen Staaten Nigerias ähnlich sei.

Obwohl solche Praktiken in Nigeria inzwischen als diskriminierend und verfassungswidrig gelten, werden vielerorts dank der Dominanz patriarchaler Weltsichten weiterhin Jungen den Mädchen vorgezogen, Mädchen früh verheiratet und Witwen auch heute noch entwürdigenden und schmerzhaften Behandlungen ausgesetzt, enteignet und der Armut preisgegeben, so der jüngste Schattenbericht nigerianischer Frauenrechtsorganisationen vor der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen.

Weiterlesen ...

Wahlprüfsteine und Forderungen von TERRE DES FEMMES zur Bundestagswahl 2017

Wahlpruefsteine 2017. Foto: © pico - Fotolia.com

Am 24. September wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Wir machen den großen Parteien-Check: Wie stehen die Parteien* zum Thema geschlechtsspezifische Gewalt? Welche Ideen und Vorhaben gibt es, um Frauen in Deutschland besser vor Gewalt zu schützen? Sind in der neuen Legislaturperiode Verbesserungen bei der Prävention vor Gewalt und bei der Versorgung von Betroffenen zu erwarten? Oder steht uns ein frauenpolitischer Backlash bevor?

Wir wollen es genau wissen und haben unsere Wahlprüfsteine an CDU, CSU, SPD, Die Linke, FDP, Bündnis 90/Die Grünen* verschickt. Die Antworten werden nach und nach auf dieser Webseite veröffentlicht.

 

* TDF legt die Wahlprüfsteine nicht der AfD vor, weil wir uns für ein modernes, zukunftsorientiertes Frauenbild einsetzen. Es steht im Gegensatz zu dem rückwärtsgewandten Frauenbild der AfD.

Lesen Sie mehr dazu in unserer Stellungnahme zu Rechtspopulismus und Extremismus.

Wenn die Geburt einer Tochter ein Unglück ist

 

Cover Hvistendahl2007 machte eine 29-Jährige Chinesin international Schlagzeilen: Ihr sollten 26 Nadeln aus dem Körper entfernt werden. Die Nadeln wurden ihr, so vermutet die Patientin, von ihren Großeltern gleich nach ihrer Geburt eingeführt, um sie zu töten, da sich die Eltern einen Jungen gewünscht hatten.

„Mit einem Sohn hast du einen Nachkommen, mit zehn Mädchen hast du nichts“, heißt es einem chinesischen Sprichwort. Das von konfuzianistischen Werten geprägte Land ist streng patrilineal: Es ist der Sohn, der das Erbe und den Namen der Familie weitertragen wird, nur er wird die Bestattungsrituale vornehmen dürfen.

Während rund um den Globus in vielen Regionen die Geburt eines Sohnes mit Freude begrüßt wird, wird die Geburt einer Tochter oft kaum als Anlass zum Feiern empfunden. Meistens sind es patriarchal geprägte Gesellschaften, die in der Tochter eine Bürde sehen. Sie wird nach der Heirat der Familie ihres Mannes dienen, während ein Stammhalter ein höheres Ansehen für die Familie bedeutet und die Eltern bis zum Tod finanziell absichern wird.

Weiterlesen ...

Logo Transparenzinitiative   

Feed-Einträge