Über Kinderehe, Kinderarbeit, Kontaktverbot - Die Türkei heute: Wenn ein Bier zum stillen Protest wird

Dr. Necla KelekTERRE DES FEMMES-Vorstandsfrau Dr. Necla Kelek hat vor kurzem die Türkei besucht. Im vorliegenden Beitrag schildert sie ihre Beobachtungen vor Ort über Kinderehe, Kinderarbeit, Kontaktverbot und die Lage der aus Syrien geflüchteten Frauen und Kinder.

Am Besiktas Iskele, einem der Anlegeplätze der Bosporus-Fähren und Ausflugsdampfer in Istanbul, herrscht an einem Sonntagabend im Mai Hochbetrieb. Auf zwei Schiffen wird eine Hochzeit gefeiert. Als ich genauer hinsehe, stellt sich heraus, dass auf ein Schiff mit einer Musikgruppe nur Männer gehen und auf das danebenliegende nur Frauen. Die Frauen sind alle verschleiert, viele mit orientalischen Gewändern zu Pumps und extravaganten Sonnenbrillen. Ich frage nach. Es ist eine Hochzeitsfeier von zwei „Flüchtlingsfamilien“ aus Syrien. Es sind Sunniten. Männer und Frauen feiern getrennt auf zwei Schiffen.

Zwei türkische Frauen am Pier kommentieren das große Ereignis. Sie haben einen Picknickkorb dabei und stoßen mit Bier an. „Verflucht sei Erdogan. Dies ist es also, was er uns vorführen will. Heramlik, Selamlik, (d.h. nach Männern und Frauen) getrennt und verschleiert. Verflucht sei er.“ „Das ist seine Flüchtlingshilfe! Flüchtlinge, die ihm bei seinem Weg zum islamischen Staat helfen sollen!“, ergänzt ihre Freundin. Ein älterer Mann, der auch in der Menge steht, widerspricht und belehrt die Frauen streng: „Da müssen erst die Syrer kommen, um uns zu zeigen, wie man den wahren Islam lebt, ihr tut das jedenfalls nicht. „Wütend entfernt er sich von den Frauen mit den Bierflaschen.

„Solange der Muezzin ruft...“

Die Türkei driftet auseinander. Auf einer Seite die Mehrheit der Bevölkerung, die die von der Regierung vorangetriebene Islamisierung des Landes gut heißt, auf der anderen Seite die Säkularen, Kemalisten, Republikaner, Demokraten, die weiter auf Republik und Religionsfreiheit setzen. Beide demonstrieren ihre Haltung in der Öffentlichkeit. In Istanbul ist dieser Kampf hautnah auf der Straße und im Alltag zu erleben. Erdogans AKP mobilisierte am 29. Mai Zehntausende, um die 563. Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen zu feiern. Aber selbst als Sieger über die Christen macht der „Sultan“ sich und seine Glaubensbrüder noch zum Opfer: „Istanbul ist vor 563 Jahren erobert worden, aber man versucht immer noch damit abzurechnen“ ruft er und, „...solange der Muezzin ruft, werden sie versuchen, sich an uns zu rächen.“ Er teilt das Land bewusst in Gläubige und Ungläubige, Anhänger und Gegner. Politik als Kampf des guten Islam gegen die böse Welt.

Damit der Muezzin überall ruft, hat seine Regierung das Land mit hunderttausenden Moscheen gepflastert. Die größte Moschee der Türkei wird gerade zum Zeichen der Herrschaft des AKP-Islam auf dem höchsten Hügel Istanbuls errichtet. Bewusst verteilt die AKP Freikarten für Kulturveranstaltungen an religiöse Frauen, damit sie Präsenz mit Schleier zeigen. Republikanische Schulen werden gezielt in Imam-Hatip Schulen (religiöse Schulen) umgewandelt, um die islamische Bildung zu fördern.

Ein Bier wird politisch

Die Säkularen haben sich nach der Niederschlagung der Gezi-Park-Proteste ins Private zurückgezogen. Es gibt keine großen Demonstrationen mehr – der kleine Protest bestimmt die Szene. Nicht wie im Iran hinter zugezogenen Gardinen trinken sie ihr Bier, sondern auf offener Straße. Richtig deutlich wurde dieser stille Widerstand während des Fastenmonats Ramadan. In den Stadtteilen in Besiktas, Kadiköy, Moda hatten im Ramadan die Lokale tagsüber auf, es wurde Alkohol ausgeschenkt. Ich gehe am ersten Tag des Ramadan auf eine Frau zu, die in einem Lokal direkt neben einem Taxistand sitzt und ein Bier trinkt.

Ich grüße sie und spreche sie an: „Sie sind aber mutig.“ Sie ist über meine Bemerkung überrascht und erwidert lachend: „Was heißt hier mutig, das ist meine Freiheit!“ Mit dieser Haltung ist sie nicht allein. In Besiktas gibt es ganze Straßen mit Lokalen voller Menschen, die feiern, um sich für einen Augenblick von der Bevormundung der islamistischen Bewegung zu befreien.

Auf der asiatischen Seite des Bosporus in Üskudar ist es zur selben Zeit anders. Der Stadtteil wird religiös dominiert, zur Gebetszeit dröhnt in der Innenstadt der Gebetsruf von den Minaretten der fünf umliegenden Moscheen.

Erdogan Politik zielt auf die Islamisierung des Landes. Das funktioniert, weil er gezielt die Lage der durch die Kemalisten vernachlässigten Bevölkerungsgruppen verbessert hat. Er hat eine Gesundheitsreform durchgeführt, die Bildungsziele religiös ausgerichtet, gezielt islamische Unternehmen durch Staatsaufträge gefördert und die Diyanet, die staatliche Religionsbehörde zur größten Einrichtung im Land gemacht. Gleichzeitig lässt er die freie Presse verfolgen, erklärt die politischen Führer der Kurden und ehemalige Verbündete wie die Gülen-Bewegung zu Terroristen. Er will Alleinherrscher eines islamischen Staates werden.

„Wer nützt der Türkei?“

Auch die Flüchtlingspolitik soll ihm und seinen Anhängern helfen, das Land neo-osmanisch umzuformen. Die arabischen Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak, die mehrheitlich strenggläubige Sunniten sind, kommen ihm gelegen.

Je mehr kommen und bleiben, desto besser.

Frauen und Kinder bleiben zurück

In der Flüchtlingsvereinbarung mit der Türkei wird davon gesprochen, dass die Türkei drei Millionen Menschen aus den Kriegsgebieten Syrien und Irak aufgenommen hat.

Einige türkische Medien sprechen von vier Millionen, andere bezweifeln die hohen Zahlen. Sieht man die verschiedenen Zeitungen, Internetportale und Erklärungen von Organisationen durch, erscheinen folgende Zahlen plausibel, die auch auf einer Flüchtlingskonferenz in Istanbul im Juni 2016 genannt wurden. In der Türkei sind aktuell offiziell 2.749.410 Flüchtlinge aus den syrisch-irakischen Gebieten durch die AFAD, die amtliche Flüchtlingskoordination, registriert. Das ist eine Momentaufnahme, denn weder die Zugänge vom Süden, noch die Weiterreise nach Norden können exakt erfasst werden.

285.000 dieser Flüchtlinge stammen aus dem Irak. Fast 300.000 Menschen werden in den 25 Flüchtlingslagern entlang der syrisch-türkischen Grenze betreut. Wie viele nicht registrierte Menschen im Land sind, weiß niemand.

Zweidrittel der in der Türkei lebenden Flüchtlinge sind Frauen oder Kinder. 1.200.000 sind unter 18 Jahre alt. Etwa 800.000 der dazugehörigen Männer sind nach Europa weiter gezogen, die meisten davon nach Deutschland. Die Frauen sind fast alle Mütter und haben zwei und mehr Kinder. Und warten darauf, nachgeholt zu werden.

Eine Million syrischer Flüchtlingskinder wären in der Türkei schulpflichtig, aber nur 600.000 dieser Kinder gehen zur Schule, 400.000 sind auf der Straße. Denn auch wenn Schulplätze vorhanden sind, können viele den Schulweg nicht bezahlen oder müssen arbeiten, um zum Unterhalt der Familie beizutragen. Manche für zwei Euro am Tag. Die Bürgermeisterin von Gaziantep berichtete auf einer Flüchtlingskonferenz in Istanbul im Juni 2016, dass sie in ihrer Stadt die Schulkapazitäten von 3.000 auf 60.000 erhöht haben, dass aber immer noch 30.000 Plätze fehlen.

Die meisten Flüchtlinge leben im Süden der Türkei. Wer kann, versucht von dort in die großen Städte wie Izmir oder Istanbul zu kommen. In manchen Stadtteilen ist durch die Geflüchteten arabisch die Straßensprache geworden. Vor allem die Wohlhabenderen konnten sich – auch weil die kulturelle Integration mühelos gelingt, schnell etablieren. Sie haben Geschäfte und Hotels aufgemacht und zeigen selbstbewusst ihren Reichtum und ihren sunnitischen Lebensstil wie bei der Hochzeitsfeier auf dem Bosporus. Der Tschaddor ist in diesen Stadtteilen das Kleidungsstück jeder zweiten Frau.

Milliardenhilfe?

Wer als Flüchtling registriert ist, bekommt eine Karte, mit der der staatliche Gesundheitsdienst in Anspruch genommen werden kann. Aber nur wer in den Flüchtlingslagern lebt, erhält auch Verpflegung, Unterkunft und ein Taschengeld. Das hört sich zunächst gut an, die Hilfe beträgt laut Angaben der UN 62 TL, das heißt etwa € 20 pro Person und Monat. Das ist nur jeder zehnte Flüchtling. Das Geld kommt von der Europäischen Union oder vom UNHCR.

Die türkische Regierung erklärt, in den letzten Jahren neun Milliarden $ aufgewendet zu haben. Nachvollziehbar ist trotz der hohen Flüchtlingszahlen diese Summe nicht und es gibt meines Wissens auch keine Aufschlüsselung, wofür die Gelder verwendet worden sein sollen.

Erdogan will Syrer einbürgern

Legal arbeiten darf in der Türkei nur, wer eine Aufenthaltsgenehmigung oder nach fünf Jahren die türkische Staatsangehörigkeit beantragt hat. 4.200 Genehmigungen wurden laut offiziellen Angaben in 2015 erteilt. Erdogan erklärte jüngst, dass er 300.000 bis 400.000 Flüchtlingen die türkische Staatsbürgerschaft geben will, um sie im Land zu halten. Er will damit zwei Dinge erreichen. Zum Einen, dass die ausgebildeten Männer im Land und bei ihren Familien bleiben, was durchaus Sinn macht, denn in der Türkei sind die Familien vor Krieg, Hunger und Verfolgung sicher, es gibt faktisch keine kulturelle Differenz zwischen den Volksgruppen und qualifizierte Menschen braucht die Türkei. Zum anderen hat er vielleicht auch im Sinn, in Ostanatolien das zahlenmäßige Verhältnis von arabisch- zu kurdischstämmiger Bevölkerung zu verändern. Arabische Sunniten, die in den kurdischen Gebieten siedeln, könnten die Verhältnisse verändern. Er sieht die sunnitischen Syrer wohl als zukünftige Parteigänger der AKP.

Wer keine Arbeitserlaubnis hat, arbeitet illegal. Und offiziell dürfen nicht mehr als zehn Prozent einer Belegschaft Flüchtlinge sein. Aber der Augenschein in Istanbul ist ein anderer. Wer in einem Lokal sitzt, die Simit-oder Wasserverkäufer reden hört oder zum Friseur geht, merkt schnell, das inzwischen die Mehrzahl der Mitarbeiter im Dienstleistungsbereich arabischstämmig sind. In der Bevölkerung macht sich deshalb Unmut über die Billigkonkurrenz breit. Die illegale Beschäftigung ist in der Türkei weit verbreitet. Ökonomen gehen davon aus, dass etwa 40 Prozent der türkischen Wirtschaftsleistung aus Schwarzarbeit besteht.

Kinder betteln auch nachts

Bis in die Nacht laufen in Ortaköy, einem Ausflugsziel in der Nähe der ersten Bosporusbrücke, viele, manchmal erst dreijährige Kinder mit Blumen in der Hand herum und betteln. Sie fallen nicht als Kinder Geflüchteter auf, da die Kinder der Roma in den Istanbuler Straßen schon immer bettelnd präsent sind. Als ich einen Polizisten auf die arbeitenden Kinder hinweise und frage, ob Kinderarbeit in der Türkei nicht verboten sei, sagt er, klar, seit 1995 stehen Kinder unter einem besonderen Schutz des Staates. Warum so viele Kinder dann nachts auf der Straße ohne Eltern sind, frage ich ihn. Er zuckt nur mit den Schultern, die Romas würden seit Jahrhunderten nun mal so leben, daran könne der türkische Staat auch nichts ändern. Mit den Geflüchteten sei auch die Zahl der arbeitenden Kinder gestiegen.

Immer wieder gibt es Berichte, dass Kinder in der Stadt wie auf dem Land auf Feldern oder in Handwerksbetrieben erbärmlich ausgebeutet werden. Die Größe des Problems erscheint unüberschaubar.

Kein Kontakt mit Fremden

Ich will wissen, wie es den geflüchteten Frauen in Istanbul geht und treffe Sandra, eine 32-jährige Schweizerin, die seit drei Jahren in der Türkei für eine europäische Flüchtlingsorganisation arbeitet. Sie möchte anonym bleiben, da jede falsche Äußerung über die Regierung oder Flüchtlingspolitik ihr und ihrer Organisation schaden könnte. Überhaupt, sagt sie, sei in den letzten Jahren, besonders seit dem Gezi-Park Aufstand, jeder mit regierungskritischen Äußerungen vorsichtig geworden. Ich frage nach der Situation der geflüchteten Frauen und Kindern. Ein großes Problem sei, erklärt sie, dass die muslimischen Geflüchteten als Großfamilien geflüchtet seien und nur als Familie betreut werden wollten. Das Familienoberhaupt, das ist immer der Mann, würde Hilfe beantragen und die Unterstützung, meist Nahrung oder Kleidung, für die Familie entgegennehmen. Ihre Organisation und sie selbst hätten selten Kontakt zu Frauen und Kindern. Das sei der Unterschied zu schwarz-afrikanischen Flüchtlingen, die meist, ob Frau oder Mann, allein unterwegs seien. Diese Flüchtlinge suchten allein die Organisation auf und wären dankbar, wenn sie an einem Sprachkurs teilnehmen können. Besonders die afrikanischen Frauen seien an Kontakten zu anderen Frauen interessiert und nähmen jede Hilfe gerne an. In die Begegnungsstätte für Flüchtlingsfrauen kämen keine muslimischen Frauen, sondern nur afrikanische. Der Grund seien die Großfamilienstrukturen. Bei einer arabischen Familie, selbst auf der Flucht, seien die Männer weiterhin in erster Linie für den Schutz der „Ehre“ der Familie verantwortlich.

Kinderehe gegen Ehrverlust

Das bedeutet, die Frauen dürfen keinen Kontakt zu Fremden aufnehmen. In diesen Kreisen seien die Männer der Auffassung, der beste Schutz für die Familienehre sei, die Töchter früh zu verheiraten. Ab dem 13. Lebensjahr wird ein Mädchen, ganz gleich, ob sie auf der Flucht, im Flüchtlingslager als Asylsuchende oder in der eigenen Familienwohnung lebt, so bald wie möglich verheiratet. In der Regel spätestens mit 15 Jahren. So wird sie auch in der „neuen Heimat“ früh an eine Familie gebunden. Sie bekommt Kinder, die sie nicht richtig versorgen kann, weil sie selbst noch fast ein Kind ist. In der „Not“ werden die Töchter auch als Zweit- oder Dritt-Frau an reiche Araber oder mittlerweile auch Türken vermittelt. Da das auch in der Türkei verboten ist, leben diese Frauen faktisch illegal als rechtlose Sklavinnen in den ihnen fremden Familien.

Die weniger als eine Million in die Türkei geflüchteten Frauen bekamen in den letzten drei Jahren 152.000 Kinder. Auf die Frage, ob nicht Eltern für ihre Kinder Verantwortung tragen, sagte mir eine Syrerin in einem Heim: „Bei uns tragen Männer Verantwortung für unsere Ehre, nicht für unsere Zukunft“.

Helfen, bloß nicht urteilen

Die Sozialarbeiterin Sandra möchte zu diesen Fragen nicht Stellung nehmen. Aber sie würde auch keine Vorwürfe an die Familien machen, die ihre Kinder früh verheiraten, dass sei eine Tradition und die Menschen müssten das selbst verändern. Es stünde ihr nicht zu, über sie zu urteilen.

Ich aber stelle diese Frage doch. Wer trägt die Verantwortung für die Kinder. Die Mütter, die Väter, die Familien, Europa oder die Weltgemeinschaft? Wie kann eine Bevölkerungsexplosion, bewältigt werden? Muss es nicht zum Krieg um Land und Ressourcen kommen, wenn Wirtschaft und Politik mit diesem Wachstum nicht standhalten?

Die Frauen sind den Männern ausgeliefert

Ein Grund für das explosive Bevölkerungswachstum ist die kulturell und religiös gewollte Früh- und Zwangsverheiratung. Die Frauen sind den Männern, ihrer traditionell legitimierten Macht ausgeliefert. Sie können durch die Frühverheiratung weder über ihr eigenes Leben entscheiden noch sich weigern, schwanger zu werden. Ein „Nein“ ist der Frau im Islam verboten. Sie werden zu allem gezwungen. Für mich ist diese Art der traditionellen Verheiratung eine Menschenrechtsverletzung und eine Missachtung des Rechts auf ein menschenwürdiges Leben, der so auf die Welt gebrachten Kinder.

Zur Zeit der Stammesgemeinschaften war die Heirat, als Schutz für die Frau gedacht und zum Überleben der Gemeinschaft wichtig. Heute ist diese Tradition zu einem Gefängnis für die Frau geworden. Als rechtlose Gebärmaschine der Männer, führen diese muslimischen Frauen ein Sklavendasein. Rechtlos, unterdrückt und als Sexualwesen ausgebeutet von der eigenen Familie.

Was ist zu tun?

Vor zehn Jahren beschrieb ich die Lage der türkischen Bräute die nach Deutschland arrangiert verheiratet wurden. Diese Frauen kamen nicht nach Deutschland, sondern zu ihren Schwiegermüttern, um der Familie zu dienen. Mit der fatalen Folge, dass die Integration dieser Frauen und ihrer Kinder misslang und dass viele türkische Einwanderer in Deutschland gesellschaftlich, sozial und wirtschaftlich abgehängt sind. Diese Situation scheint sich unter anderen Vorzeichen in der Flüchtlingsfrage zu wiederholen.

Heute stehen junge syrische Frauen mit Kindern vor der Deutschen Botschaft, um ihren asylsuchenden Männern nach Deutschland folgen zu können. Auch sie werden nicht in die Freiheit, sondern zu einem Mann kommen, der über sie bestimmen wird. Er hat das Aufenthaltsrecht und er wird sich auch in Deutschland für den Schutz der „Ehre“ seiner Frau, und nicht für ihre Zukunft und schon gar nicht für ihre Freiheit zuständig fühlen.

In den Flüchtlingsheimen in Duisburg wie im Prenzlauer Berg wurden von Imamen, die sonst in Moscheen der Islamverbände predigen, Frauen und auch junge Mädchen verheiratet. Ohne Spalier, Musik und Säbelrasseln, dafür fehlte ihnen noch das Geld, aber mit Männern, die ihre Familien ausgesucht haben. Es gibt Kinderehen wie Polygamie in Deutschland, nicht nur in der Türkei.

 

 

Stand: August 2016

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