Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Mali: Erster Dialog zwischen der Regierung und extremistischen Gruppen

Immer mehr Mädchen und Frauen suchen Schutz und Hilfe in den Frauenschutzhäusern von APDF in Bamako, Mopti und Gao. Foto: © TERRE DES FEMMESImmer mehr Mädchen und Frauen suchen Schutz und Hilfe in den Frauenschutzhäusern von APDF in Bamako, Mopti und Gao. Foto: © TERRE DES FEMMESMali ist seit 2012 im Ausnahmezustand - ein Militärputsch stellte die ohnehin brüchige Gesellschaftsordnung auf den Kopf. Seitdem gibt es keinerlei Rechtssicherheit oder klare Zuständigkeiten mehr. Angesichts der anhaltenden Verschlechterung der Sicherheitslage fordern zahlreiche nationale und internationale Gruppen und Hilfsorganisationen einen Austauschzwischen den verschiedenen Akteuren im Kampf gegen den Terrorismus.

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NEU ab 1. Juli: NADIA-Zuflucht und Clearing

Zum 1. Juli 2020 eröffnet die eva Evangelische Gesellschaft im Großraum Stuttgart das neue Angebot NADIA-Zuflucht und Clearing für junge Migrantinnen, die von Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsverheiratung bedroht oder betroffen sind.

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Analyse der Kampagne #UNHATEWOMEN: Schluss mit verbaler Gewalt

Verbale Gewalt im Netz trifft Frauen und Mädchen besonders häufig und ist oft unglaublich brutal und verletzend, z. B. „Ich wünsche ihr Brustkrebs“, „geistesgestörte Emanzen“, „untervögelt“. Ein einziger verbaler Gewaltausbruch kann einen Shitstorm lostreten oder wird um ein Vielfaches verstärkt, indem er geliked, kommentiert und geteilt wird. Verbale Gewalt ist in Deutschland salonfähig geworden. Das muss aufhören.

Die Kampagne #UNHATEWOMEN macht diese Wortgewalt sichtbar. Herzstück ist ein Video, in dem Frauen frauenverachtende Texte aus erfolgreichen Rapsongs vorlesen, die millionenfach auf YouTube geklickt und geliked werden. Durch den Stilbruch, dass ein frauenverachtender, sexistischer Text von einer Frau gesprochen wird, wird dem Zuschauer schlagartig klar, dass diese Worte sexistisch, frauenfeindlich und teilweise gewaltverherrlichend sind. Das Video endet mit dem Appell, sich gegen verbale Gewalt im Netz mit dem Hashtag #UNHATEWOMEN einzusetzen.

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Erste Staffel des Schultheaterprojekts „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“ in Baden-Württemberg erfolgreich beendet – zweite Staffel beginnt im Herbst 2020

Die SchauspielerInnen von Mensch: Theater! führen das Stück "Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?" an der Gemeinschaftsschule in Eggenstein im Februar 2020 auf. Foto: © TERRE DES FEMMES.Die SchauspielerInnen von Mensch: Theater! führen das Stück "Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?" an der Gemeinschaftsschule in Eggenstein im Februar 2020 auf. Foto: © TERRE DES FEMMES.Nach vier Monaten endete im Februar 2020 die erste Staffel des Theaterprojekts „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“, das in zehn Schulen aufgeführt wurde. Bis Ende 2020 bieten wir vorbehaltlich der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie nochmals zehn kostenlose Aufführungen an, für die sich Schulen ab sofort bewerben können. Das Projekt wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg. „Es ist wirklich großartig, dass das Ministerium zum wiederholten Male die Weiterführung dieses erfolgreichen Präventionsprojekts fördert“, so TERRE DES FEMMES-Projektleiterin Monika Michell. „Die anhaltende Nachfrage und das tolle Feedback der Lehrkräfte, der SchulsozialarbeiterInnen und auch der SchülerInnen zeigt, dass das Stück die Schülerinnen und Schüler erreicht und in ihrer Lebenswelt abholt. Spielerisch und im geschützten Rahmen setzen sie sich dabei mit Themen auseinander, über die sie sonst nicht sprechen. Gleichberechtigung, Jungfräulichkeit, Homosexualität und selbstbestimmtes Leben – all dies beschäftigt die Heranwachsenden und verunsichert sie teilweise sehr. Vor allem, wenn unterschiedliche kulturelle Werte und Normen aufeinandertreffen und unvereinbar scheinen.“

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Corona-Nothilfe in Nicaragua

© Asociación Proyecto MIRIAM

NicaraguanerInnen und so auch die TDF-Partnerorganisation MIRIAM sind zum Selbstschutz gegen die Ausbreitung von COVID-19 gezwungen. Hierbei unterstützt auch TERRE DES FEMMES.

Offiziell sind in Nicaragua „nur“ 25 Personen mit dem COVID-19 Virus infiziert – zugrunde liegen der niedrigen Infizierten-Anzahl jedoch keine strengen Schutzmaßnahmen , sondern fehlende Tests und die Verleugnung des Virus durch die amtierende Regierung. Laut Präsident Daniel Ortega werde nun die ganze Welt darauf aufmerksam gemacht, dass die USA zu wenig Geld für Gesundheit und zu viel für Rüstung ausgebe - Nicaragua dagegen habe alles „richtig“ gemacht.

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„Mitmach-Aktion“ von TDF gegen häusliche Gewalt

Abreisszettel Häusliche GewaltHäusliche Gewalt ist ein globales und strukturelles Problem, welches uns alle etwas angeht. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, dass wir alle hinsehen und uns gegenseitig unterstützen, denn vor allem die Nachbarschaft ist gefragt. Viele Frauen wissen nicht, an wen sie sich wenden können. Das wollen wir ändern und bitten Sie sich an unserer „Mitmach-Aktion“ zu beteiligen.

Drucken Sie unseren Abreißzettel (PDF-Datei) aus und hängen Sie ihn dort auf, wo er am meisten gesehen wird. Ob an einem schwarzen Bett in Ihren Hausfluren oder an anderen geeigneten Stellen, ist Ihnen überlassen.

Für diejenigen von Ihnen, die auf Instagram aktiv sind: Posten Sie doch ein Bild von dem aufgehängten Zettel mit dem Hashtag #jedeVierte und verlinkt @terre.des.femmes.

Je mehr Menschen mitmachen, desto mehr können wir erreichen.

Nein! zu Gewalt an beduinischen Kindern

Empowerment und Unterstützung für beduinische Mädchen und Jungen

Die Beduinen gehören zu den am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Israel/Palästina. Armut, Perspektivlosigkeit, Frustration: die Suche nach Halt verstärkt patriarchale Werte und führt zu einer hohen Rate an familiärer Gewalt. Auch in der Schule sind beduinische Kinder nicht sicher vor Gewalt. Umso wichtiger, dass das TERRE DES FEMMES-Partnerprojekt Lakia Women's Association Kinder und Jugendliche stark macht, um Gewalt eine Absage zu erteilen!

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„Wo Gewalt passiert, sind wir da“ – Besuch bei TDF-Partnerorganisation Bhumika Women’s Collective (Indien)

Die ehrenamtliche TDF-Projektkoordinatorin Patricia Maag mit MitarbeiterInnen der Bhumika Beratunsstelle
Die ehrenamtliche TDF-Projektkoordinatorin Patricia Maag mit MitarbeiterInnen der Bhumika Beratungstelle. Foto: © Rineeha Suryadevara

„Wo Gewalt passiert, sind wir da.“ Vor über drei Jahren nahm die spezialisierte Beratungsstelle für gewaltbetroffene oder -bedrohte Mädchen und Frauen in Karimnagar, Südindien, in einer Frauenpolizeistation ihre Arbeit auf. In einem gemeinsamen Kooperationsprojekt von TERRES DES FEMMES und ihrer Partnerorganisation Bhumika Women’s Collective werden Jahr für Jahr mehr Frauen beraten, Jahr für Jahr mehr Frauen auf ihrem ganz persönlichen Weg in ein Leben ohne Gewalt begleitet.

Erstmals lernte Patricia Maag, ehrenamtliche Projektkoordinatorin von TDF, auf einer Besuchsreise die MitarbeiterInnen von Bhumika Women’s Collective persönlich kennen, erfuhr von ihnen aktuelle Neuigkeiten zur Frauenrechtslage in Indien und bekam spannende Einblicke in den Alltag der Beratungsarbeit in der Frauenpolizeistation.