Dr. Farsana Soleimankehl-Hanke: Killing the Good Girl

Cover 'Killing the good girl'mit Illustrationen von Rania Azoury

Engelsdorferverlag, 229 Seiten

Lieber den Spatz in der Hand oder die Taube auf dem Dach? In dem Buch „Killing the Good Girl” berichten elf Frauen authentisch in ausdrucksstark illustrierten Geschichten von ihrem Leben. Sie kommen aus Afghanistan, Amerika, der ehemaligen DDR, dem Libanon, Venezuela, Indien, England, China, Jordanien, dem Iran und wuchsen oftmals mit Migrationshintergrund auf. So unterschiedlich ihre Herkunft, ihre Religion und ihre Sozialisierung ist, gleichen sich ihre Schicksale doch auf erschreckende Art und Weise. Diskriminierung, Ehrenmord, Zwangsehe, Gewalt, Unterdrückung und Missbrauch sind der Alltag, in dem diese Frauen groß wurden. Autobiographisch erzählen sie von ihrem Weg in die Freiheit. Diesen Weg, mag er nun Feminismus, Emanzipation oder Me too Bewegung genannt werden, ging jede von ihnen allein. Das Schicksal hat sie nun zusammengeführt, damit sie ihre Stimmen gemeinsam in diesem Buch erheben können. Der Umstand, ihre Erlebnisse nicht unter ihrem echten Namen, sondern mit Pseudonymen veröffentlichen zu müssen, zeugt davon, welche Gefahren diese Frauen auf sich genommen haben, um ihre Worte in die Welt hinauszutragen.

Über die Autorin:

Dr. Soleimankehl HankeDr. Farsana Soleimankehl-Hanke wurde am 05.09.1977 als Tochter einer Lehrerin und eines Richters in Kabul/Afghanistan geboren. Mit etwa 5 Jahren musste sie mit ihrer Familie infolge des  sowjetischen Einmarsches in Afghanistan aus ihrem Geburtsland flüchten. Sie wuchs in Hamburg auf, wo sie sich nach ihrer juristischen Laufbahn als Rechtsanwältin mit den Schwerpunkten häusliche Gewalt gegen Frauen,  Familien- sowie Migrationsrecht niederließ. Geprägt durch ihre eigene Herkunft widmete sich Dr. Farsana Soleimankehl-Hanke dem Schutz der Rechte von Frauen. In Anbetracht der Rechtlosigkeit afghanischer Frauen in Afghanistan und im Exil unterstützte sie ihre Geschlechtsgenossinnen zunächst durch akademische Tätigkeiten. So beschäftigte sie sich beispielsweise im Rahmen ihrer Promotionsarbeit mit dem Grundsatz der Gleichberechtigung in den Verfassungen islamischer Staaten mit Schwerpunkt Afghanistan und machte so auf die eklatante Diskrepanz zwischen der Verfassungstheorie und der Lebenswirklichkeit in diesen Ländern aufmerksam. Auch durch Beiträge im afghanischen Fernsehen versucht sie nunmehr, für eine Verbesserung der Frauenrechte in Afghanistan zu sorgen. Durch ihr aktuelles Buch „Killing the Good Girl“ arbeitet sie patriarchalische Grundstrukturen auf, die Frauen weltweit stigmatisieren. Sie ist mittlerweile zweifache Mutter und als Rechtsanwältin in Berlin tätig. 

 

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