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Aktuelles zum Thema weibliche Genitalverstümmelung

Treffen des Netzwerks INTEGRA zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung in Frankfurt am Main

Teilnehmerinnen des INTEGRA Treffens. Foto: © TERRE DES FEMMESTeilnehmerinnen des INTEGRA Treffens.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Das Bündnis INTEGRA (Deutsches Netzwerk zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung), das aus 30 Organisationen besteht, setzt sich seit 2000 gemeinsam für die deutschland- und weltweite Abschaffung von weiblicher Genitalverstümmelung ein. VertreterInnen der Organisationen sowie engagierte Einzelpersonen trafen sich am 10. März 2017 zum Netzwerkaustausch in Frankfurt am Main bei der Gastgeberorganisation Maisha e. V.

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Forderungen zur Abschaffung von FGM/C am Internationalen Frauentag

8. März 2017: Demonstration in Berlin. Foto: © IWPG8. März 2017: Demonstration in Berlin. Foto: © IWPGZum Internationalen Frauentag am 8. März sind auch 2017 wieder viele Menschen zu Kundgebungen und Demonstrationen auf die Straßen gegangen. Forderungen zur Abschaffung weiblicher Genitalverstümmelung wurden auch laut gemacht – zum Beispiel in Berlin am Brandenburger Tor. Unter den DemonstrantInnen waren auch die weltweit vertretene internationale Frauenfriedensgruppe IWPG (International Women’s Peace Group) zusammen mit einem kolumbianischen Tanzteam und TERRE DES FEMMES Aktivistinnen.  

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Video “Amina” – CHANGE Plus Aufklärungsvideo

Im Rahmen des Projekts CHANGE Plus, das von TERRE DES FEMMES koordiniert und von der Europäischen Union ko-finanziert wird, haben die Hamburger MultiplikatorInnen (CHANGE Agents und CHANGE Champions) gemeinsam mit der Partnerorganisation Stiftung Hilfe mit Plan in Hamburg einen 13-minütigen Aufklärungsfilm zur Situation Betroffener von FGM in Deutschland gedreht und produziert.

Dabei haben die MultiplikatorInnen das Konzept erstellt, das Drehbuch geschrieben und selbst mitgespielt.

3. Partnermeeting im Rahmen des CHANGE Plus Projekts in London

Am 24. Februar 2017 haben sich die Partner des CHANGE Plus Projekts, das von TERRE DES FEMMES koordiniert und von der Europäischen Union ko-finanziert wird, in London getroffen. Gastgeber war die Coventry University. Die TDF-Projektkoordinatorinnen Charlotte Weil und Linda Ederberg haben sich mit den europäischen Partnerorganisationen – AIDOS, APF, Coventry University, End FGM, Equipop, FSAN und Plan Stiftung – über die Projektaktivitäten der letzten sechs Monate ausgetauscht und anstehende Veranstaltungen und Aufgaben innerhalb des Projekts diskutiert.

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TERRE DES FEMMES fordert Einhaltung der Asylrichtlinien zu FGM in Deutschland

Weibliche Genitalverstümmelung ist bekanntermaßen ein Tabuthema, und das über verschiedene Kulturen hinweg: viele betroffene Frauen sind in dem Bewusstsein aufgewachsen, ihre Sexualität sei grundsätzlich nicht der Rede wert und am Genital verstümmelt worden zu sein, sei normal und notwendig. Menschen aus dem europäischen Raum aber wissen oft nichts über die Praktik oder scheuen sich – sei es aus Scham, falsch verstandener Toleranz oder aufgrund kultureller Barrieren – das Thema überhaupt anzusprechen. So ist es doppelt schwer für genitalverstümmelte Frauen und Mädchen, in Deutschland Asyl zu bekommen, obwohl jede genitalverstümmelte Frau seit 2013 darauf ein Anrecht hat. Damals ist das Common European Asylum System (CEAS) erweitert worden, eine Rechtsverordnung, die geschaffen wurde, um eine einheitliche Asylrechtsprechung innerhalb der EU zu gewährleisten. Seitdem ist drohende oder bereits stattgefundene weibliche Genitalverstümmelung ein Grund für die Gewährung von Asyl in Deutschland (AufenthG § 60 –Verbot der Abschiebung) und allen EU-Mitgliedsstaaten. Dieser Neuerung im Asylrecht ging die Istanbuler Konvention, ein Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, von 2011 voraus.

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TERRE DES FEMMES organisiert Fachkonferenz im Bundesfamilienministerium: Weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland überwinden

Foto: © TERRE DES FEMMESFoto: © TERRE DES FEMMESAm 06.02.2017 lud TERRE DES FEMMES zum Anlass des internationalen „Null-Toleranz-Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung“ mehr als hundert ExpertInnen, darunter Fachpersonen aus den Berufsfeldern Medizin, Beratung, Justiz, Asyl und Kinderschutz zu einer Fachkonferenz in das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Berlin ein. Die Konferenz wurde von der renommierten Journalistin und TDF-Botschafterin Shelly Kupferberg moderiert. Staatssekretär Herr Dr. Kleindiek eröffnete die Fachkonferenz und präsentierte einige Zahlen aus der vom BMFSFJ beauftragten empirischen Studie zur weiblichen Genitalverstümmelung in Deutschland. Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle begrüßte die TeilnehmerInnen und führte in das Thema „Weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland überwinden ein“ und stellte die Aktivitäten von TERRE DES FEMMES vor.

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„Wir schützen unsere Töchter“ ­– Aufklärungsbroschüre für praktizierende Communities

Titelblatt der deutschen Ausgabe der Präventionsbroschüre Die von TERRE DES FEMMES verfasste 8-seitige Präventionsbroschüre „Wir schützen unsere Töchter“, stellt kurze und präzise Informationen über weibliche Genitalverstümmelung bereit und richtet sich explizit an Menschen aus praktizierenden Communities. Die Broschüre ist nun auch auf Tigrinya und somit in mittlerweile sieben verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Französisch, Somali, Swahili, Tigrinya) erhältlich. Tigrinya wird vor allem in Eritrea gesprochen – ein Land, in dem die Prävalenzrate bei 89 % liegt.

Die Broschüre „Wir schützen unsere Töchter“ beinhaltet neben einer Definition der Praktik weibliche Genitalverstümmelung auch Informationen über Verbreitungsgebiet und Begründungsmuster. Besonders hervorgehoben werden die weitreichenden Folgen für Betroffene. Zudem wird unmissverständlich klargestellt, dass es sich bei weiblicher Genitalverstümmelung um eine schwere Menschenrechtsverletzung und eine Form von Kindesmissbrauch handelt, die in Deutschland strafrechtlich geahndet werden kann.

Die Broschüre ist in klarer, für alle verständliche Sprache gehalten. Sie richtet sich in erster Linie an in Deutschland lebende MigrantInnen aus praktizierenden Communities. Durch Aufklärung sollen gefährdete Mädchen geschützt werden.

„Wir schützen unsere Töchter“ kann im Onlineshop von TERRE DES FEMMES bestellt werden.

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