Was ist Häusliche Gewalt?

Eine Faust, die einen Spiegel einschlägt. Foto ©: fotolia-Jürgen AckerEs existiert keine einheitliche Definition von Häuslicher Gewalt, doch meistens ist damit die Gewalt gemeint, die von einem (ehemaligen) Beziehungspartner an seiner oder ihrer PartnerIn ausgeübt wird. In 90% der Fälle sind Männer die Täter und Frauen die Opfer - zusammen mit ihren Kindern. Die Kinder sind mehr als nur Zeugen der Gewalt: Studien zeigen eine Korrelation zwischen Häuslicher Gewalt gegen Frauen und einer Misshandlung der Kinder durch die Täter.

Je nach Region sind zwischen 20 und 59 Prozent der weiblichen Weltbevölkerung Häuslicher Gewalt ausgesetzt. Auch in Deutschland gehören Misshandlungen durch den Ehemann oder Lebenspartner zum Alltag vieler Frauen. Laut einer 2004 von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen repräsentativen Studie haben bereits 25% der Frauen in Deutschland Formen körperlicher oder sexueller Gewalt oder beides durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt.

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Was ist sexualisierte Gewalt?

Eine Frau, die sich an die Stirn faßt. Foto: © fotolia ollyDas eigene Heim ist für Frauen am gefährlichsten – sowohl bei Häuslicher Gewalt, als auch bei sexualisierter Gewalt. Die eigene Wohnung ist für Frauen der häufigste Tatort bei einer Vergewaltigung oder anderer Formen sexualisierter Gewalt – und nicht, wie häufig angenommen, der dunkle Park oder die Straße. Somit ist es in der Mehrheit der Fälle auch kein unbekannter Täter, sondern häufig der (Ex-)Partner, ein Bekannter oder sogar der eigene Vater.  

Sexualisierte Gewalt ist ein Verbrechen das meistens im Dunklen bleibt: die Hälfte der Betroffenen spricht mit niemanden über das Erlebte, nur ein Bruchteil der Vergewaltigungen wird überhaupt angezeigt. Und die Verurteilungsquote in Deutschland ist in den letzten Jahren dramatisch gesunken.

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