Hintergründe und Informationen zum 25. November

Fahnenaktion in Nicaragua 2012. Foto: © Traute BoieFahnenaktion in Nicaragua 2012. Foto: © Traute BoieAm 25. November 2001 ließ TERRE DES FEMMES zum ersten Mal die Fahnen wehen, um am internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ ein Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu setzen. Zu diesem Zweck entwickelte TERRE DES FEMMES eine farbenfrohe Fahne. Die abgebildete Frauenfigur und der Slogan „frei leben – ohne Gewalt“ symbolisieren ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben von Mädchen und Frauen weltweit.

Der von der UNO seit 1999 offiziell anerkannte Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und beteiligten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo. Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.

In den vergangenen Jahren wurde die TERRE DES FEMMES Fahnenaktion von zahlreichen Frauenbeauftragten, Verbänden und Ministerien aufgegriffen und weitergetragen. Viele OrganisatorInnen konnten prominente Persönlichkeiten vor Ort für eine medienwirksame Fahnenhissung vor ihrem Rathaus oder anderen öffentlichen Gebäuden gewinnen. In den vergangenen Jahren entstanden somit wichtige Netzwerke und Bündnisse, die bis heute fortbestehen und noch weiter ausgebaut werden.

Auf Anregung des Frauenbüro Mainz ließ TERRE DES FEMMES auch englisch- und französischsprachige Fahnen produzieren, die gerne als Geschenk an Partnerstädte verwendet werden. Mittlerweile können Sie in unserem Online-Shop auch Fahnen mit türkischem, spanischem und arabischem Schriftzug bestellen sowie Banner auf Arabisch, Englisch, Türkisch, Spanisch, Französisch und Persisch. Gerne kümmern wir uns auch um Sonderanfertigungen in anderen Größen und Sprachen. Zum Beispiel wurden Fahnen auf Italienisch, Ladinisch, Polnisch und Russisch gedruckt.

Fahnenaktion in Burkina Faso 2012. Foto: © Rakieta PoygaFahnenaktion in Burkina Faso 2012. Foto: © Rakieta PoygaDie Aktion hat nicht nur in Deutschland, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus eine besondere Signalkraft entwickelt. Weltweit engagieren sich Menschen gegen die Verletzung von Frauenrechten. Von Rumänien, Honduras und Kenia bis nach Israel, Kongo und Burkina Faso wehte schon die TDF Fahne, um auf die Gewalt an Mädchen und Frauen solidarisch aufmerksam zu machen.

Zusätzlich zu den Fahnenhissungen werden jährlich in vielen Städten und Gemeinden bundesweit Filmvorführungen, Vorträge und andere Veranstaltungen organisiert, um auf den internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ aufmerksam zu machen. In zahlreichen Orten wird auch in Kooperation mit Bäckereien eine Brötchentüten-Aktion gestartet. Unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ setzen die Beteiligten ein deutliches Zeichen für ein selbstbestimmtes Leben aller Frauen.

Logo Transparenzinitiative