AG Frauenrechte und Religion

Die AG Frauenrechte und Religion setzt sich gegen jegliche Form von Diskriminierung, Verfolgung und Unterdrückung von Mädchen und Frauen im Namen von Religionen bzw. ihren fundamentalistischen Auslegungen ein. Zweimal im Jahr finden Treffen statt, auf denen der inhaltliche Austausch und die Erarbeitung unserer Stellungnahmen und Positionen im Mittelpunkt stehen.

Wir setzen uns kritisch mit der kulturell-religiös geprägten Geschlechterordnung der monotheistischen Religionen auseinander. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt derzeit auf dem Islam. Das Frauenbild in muslimischen Gesellschaften ist immer noch stark von religiös-patriarchalischen Strukturen bestimmt. Zwar sind Kleidervorschriften, Einschränkungen bei der Erwerbstätigkeit, Benachteiligungen bei dem auf der Sharia (dem islamischen Gesetz) beruhenden Familien- und Erbrecht je nach Gesellschaft unterschiedlich ausgeprägt, dennoch führen die religiös legitimierte Vormundschaft des Mannes über die Frau und die fragwürdigen Ehrvorstellungen zur Entmündigung der Frau und zu dramatischen Verletzungen ihrer (Menschen-)Rechte.

Den AG-Frauen ist bewusst, dass es all diese Phänomene der Beschneidung von Frauenrechten durch die Religion auch in christlich geprägten Gesellschaften, wie der deutschen, gab und immer noch gibt. Der Kampf gegen die traditionellen Geschlechterrollen und für Frauenrechte musste u. a. gegen den Widerstand konservativer Kreise in den Kirchen geführt werden. Die erneuten Diskussionen um den § 218, die Änderung des Personenstandsrechts in Bezug auf religiöse Heiraten zeigen, dass dieser Kampf keineswegs beendet ist. Wir treten Frauenrechtsverletzungen durch traditionelle Auslegungen von Religion und religiösen Fundamentalismen entschieden entgegen. Frauenrechte und Gleichberechtigung müssen Vorrang vor Religionsfreiheit haben.

Kontakt: Referat Vereinskommunikation und Veranstaltungsorganisation
E-Mail: aktiv@frauenrechte.de

 

 

 

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