Aktuelles zum Thema Frauenhandel und Prostitution

Prostituiertenschutzgesetz tritt in Kraft

2017 ProstSchGAm 01.07.2017 ist das neue Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) in Kraft getreten. Dennoch hinkt die Umsetzung in vielen Bundesländern hinterher, so dass es mehrere Übergangslösungen geben wird.

TERRE DES FEMMES hat als Menschenrechtsorganisation den gesetzgeberischen Prozess kritisch begleitet. Als Frauenrechtsorganisation setzen wir uns für eine Welt ohne Prostitution ein. Daher fordert TERRE DES FEMMES die Einführung des Sexkaufverbots in Deutschland mit der Kriminalisierung der Sexkäufer und Ausstiegsprogrammen für Prostituierte. TERRE DES FEMMES bedauert, dass die Bundesregierung sich mit dem Prostituiertenschutzgesetz gegen einen solchen Perspektivenwechsel in der Prostitutionspolitik entschieden hat.

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Auftakt der #RotlichtAus-Kampagne

RotlichtAus LogoAm 29.06.2017 wird die #RotlichtAus-Kampagne offiziell gestartet, die auch von TERRE DES FEMMES unterstützt wird. Die Kampagne fordert die Einführung des abolitionistischen Modells in Deutschland. Dies bedeutet ein Sexkaufverbot und die gleichzeitige Finanzierung von Ausstiegsprogrammen für Prostituierte. Als Auftakt der Kampagne findet dazu eine Pressekonferenz in den Räumen der Landespressekonferenz in Stuttgart statt, um die Kampagne vorzustellen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Jeder kann durch Spenden oder Engagement UnterstützerIn der Kampagne werden, nähere Infos siehe auf der Homepage von #RotlichtAus: http://rotlichtaus.de/

 

Treffen der EU-Zivilgesellschaftsplattform gegen Menschenhandel

 

v.l.n.r.: Roshan Heiler, Nadia Kozhouharova, Andrea Tivig. Foto: © TERRE DES FEMMESv.l.n.r.: Roshan Heiler, Nadia Kozhouharova, Andrea Tivig. Foto: © TERRE DES FEMMESAm 30.-31. Mai 2017 fand in Brüssel das halbjährlich stattfindende Treffen der EU-Zivilgesellschaftsplattform gegen Menschenhandel statt. Über 100 Vertreter von Nichtregierungsorganisationen kamen hier zusammen, um sich über europäische Entwicklungen im Bereich Frauenhandel und Menschenhandel auszutauschen und untereinander zu vernetzen. Dr. Andrea Tivig nahm als TERRE DES FEMMES Referentin für den Bereich Frauenhandel und Prostitution an dem Treffen teil.

Hauptthema der Veranstaltung waren die Verbindungen zwischen Frauenhandel und anderen Formen von Gewalt gegen Frauen sowie europäische Finanzierungsmöglichkeiten für Projekte gegen Menschenhandel. Die Kommission arbeitet zur Zeit an der 2016+ Strategie gegen Menschenhandel, die auch den Aspekt des Menschenhandels als organisierte Kriminalität beinhaltet.

 

Eröffnung der Ausstellung ‚Menschen? Handel!- Hier und Heute?’

Dr. Cinderella von Dungern, Naile Tanis, Dr. Leonie von Braun, Christa Stolle . Foto: © broken hearts StiftungDr. Cinderella von Dungern, Naile Tanis, Dr. Leonie von Braun, Christa Stolle . Foto: © broken hearts StiftungAm 30. Mai 2017 wurde die Plakatausstellung „Menschen? Handel!- Hier und Heute“ der broken hearts-Stiftung im Polizeipräsidium Berlin feierlich eröffnet, bei der TERRE DES FEMMES anwesend war. Geladen waren der US- Botschafter Kent Logsdon, der bei seiner Rede betonte, wie wichtig die Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden auf internationaler Ebene sei, da Menschenhandel ein globales Phänomen darstellt. Die Berliner Staatsanwältin Dr. Leonie von Braun referierte über die Herausforderungen für die Strafverfolgungsbehörden im Prozess gegen Menschenhandel. Abschließend führte Dr. Cinderella von Dungern, Gründerin und Vorstand der broken hearts-Stiftung, in die Ausstellung ein und erläuterte die Entstehungsgeschichte der broken hearts-Stiftung und den Plakatwettbewerben.

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#RotlichtAus: TERRE DES FEMMES unterstützt die Kampagne zum Sexkaufverbot

PostkartenmotivTERRE DES FEMMES ist Teil der Dachkampagne #RotlichtAus – einer Gemeinschaftkampagne für ein Sexkaufverbot in Deutschland. Initiatoren der Kampagne sind der Verein Sisters e. V. - Ausstieg aus der Prostitution und der Landesfrauenrat Baden- Württemberg. Die Kampagne soll Kräfte unter ihrem Dach bündeln und dadurch eine größere Reichweite erreichen.

Die #RotlichtAus Kampagne basiert auf dem Modell der irischen Kampagne „Turn off the red light“. Rund 70 irische Organisationen engagierten sich seit 2008 für ein Sexkaufverbot in Irland. Die Kampagne war erfolgreich: 2017 stimmte das irische Parlament für eine Einführung des abolitionistischen Modells in Irland. Das abolitionistische Modell vereint die Entkriminalisierung der Person in der Prostitution mit Ausstiegshilfen und Unterstützungsangeboten für Prostituierte sowie der Kriminalisierung der Sexkäufer durch das Sexkaufverbot.

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