Ereignisse aus dem Jahr 2019

Am 26. Januar fand das erste CHANGE Agent Training des neuen EU-geförderten Let’s CHANGE Projektes statt. Auftakt hierfür war bereits im Dezember, an dem alle Beteiligten des Projekts teilnahmen. TERRE DES FEMMES-Referentinnen Charlotte Weil, Idah Nabateregga, Caroline Pranz und Praktikantin Julia Johanna Araya schulten einen ganzen Samstag die CHANGE Agents und gaben eine Einführung über das Projekt und Projektziel sowie Basiswissen über FGM. Im Vordergrund stand außer der Vermittlung von Wissen auch Teambuilding auf dem Plan. Insgesamt werden in sieben Seminaren verschiedene wichtigen Themengebiete, die für die Aufklärungs-und Sensibilierungsarbeit der CHANGE Agents unabdingbar sind, aufgegriffen und behandeln Themen wie Gender and Women's Rights, Communication Skills and Conflict Management, und viele mehr. 

In Augsburg fand am 02. Februar der Fachtag zur interkulturellen Medizin statt. Neben vielen ÄrztInnen und anderem medizinischen Fachpersonal war auch die Städtegruppe Augsburg vetreteten durch Karin Jacob vor Ort und zwei der neuen CHANGE Trainer. Evariste Franz Kapnang und Colette Tchoumbou präsentierten das neue Let’s CHANGE Projekt und ihre Arbeit im Rahmen ihrer MentorInnen-Rolle und waren am runden Tisch gemeinsam mit Karin Jacob für die Fragen der Gäste zum Thema Frauen und Genitalbeschneidung anwesend. Die Nachfrage am Thema war sehr groß und die Informationen der ReferentInnen wurde mit Begeisterung empfangen.

Anlässlich des Internationalen Tag „Null Toleranz für Weibliche Genitalverstümmelung“ am 06. Februar veranstaltete Binta Fatty, CHANGE Agentin des aktuellen Let’s CHANGE Projekts, einen öffentlichwirksamen Demomarsch vom Berliner Brandenburger Tor bis zum Alexanderplatz. Beginnend mit einer Kundgebung, folgte danach der Marsch und eine abschließende Kundgebung am Alexanderplatz. 

Eine weitere Aktion am 06. Februar die Büchertisch Aktion von Osiander Buchladen in Konstanz. TERRE DES FEMMES war durch Ulrike Fischer mit einem Stand vertreten und machte auf den Internationalen Tag gegen FGM aufmerksam. Am Infostand gab es viele Broschüren, Flyer und andere Literatur für alle Altersgruppen und Interessierte. 

Ebenfalls am 6. Februar informierten Oumou Diallo und Silvia Kaufmann (AG FGM Dortmund) am Fachbereich „Angewandte Sozialwissenschaften“ der Fachhochschule Dortmund im Rahmen eines Interviews über die Arten, Motive, Folgen, Rechtslage hinsichtlich FGM/C und Möglichkeiten der Prävention. Danach hatten die Anwesenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Resonanz zur Veranstaltung war sehr positiven. 

Am 08. Februar fand ein Fachinformationstag anlässlich des Internationalen Tags „Null Toleranz gegen Weibliche Genitalverstümmelung“ statt. Medizinische FachreferentInnen waren u.a. Dr. med Rozhgar A. Saleem, Dr. med. Manuel Pina und Priv.-Doz. Dr. med. Dan mon O’Dey. Die FachexpertInnen berichteten zum jeweiligen Stand Ihrer Arbeit, die größtenteils im medizinischen Bereich zu verorten ist. Besonders interessant, war der Beitrag von Dr. Saleem, welche in Kurdistan als Teamleiterin des MICS die neuesten statistischen Erhebungen hinsichtlich FGM präsentierte. In Kooperation mit WADI e.V. konnte dort auf Community-Ebene enorm viel Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit durchgeführt werden, was schließlich zu einem deutlichen Einstellungs- und Verhaltenswandel innerhalb verschiedenster Bevölkerungsgruppen geführt hat. Dieser Einstellungs- und Verhaltenswandel in dem so traditionsschweren und konventionell geprägten Land ist ein überaus positives Resultat im Kampf gegen die FGM Praktik.

Am 14. Februar fand in Dortmund mit starker Unterstützung des Dezernats für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Sport und Freizeit, namentlich Frau Dezernentin Zoerner und ihre Mitarbeiterin Frau Tischner eine Fachtagung statt, mit dem Ziel, einen Runden Tisch FGM/C fest zu installieren. Im Rahmen der Fachtagung wurde eine Bestandsaufnahme gemacht und von den Teilnehmenden die Ziele priorisiert. Dieser RT wird von Frau Tischner sowie Silvia Kaufmann als TDF-Mitfrau moderiert. 

Das erste CHANGE Trainers Seminar wurde am 16. Februar durchgeführt. In der ersten Trainingseinheit wurden die erfahrenen CHANGE Agents aus dem Vorgängerprojekt CHANGE plus weitergebildet, um sie vornehmlich in ihrer Rolle als MultiplikatorInnen und ExpertenInnen zu schulen. Die Schulungen dienen der Vermittlung von fachspezifischem und fundiertem Wissen über die FGM-Praktik, dient jedoch ebenfalls der Vermittlung von sog. soft skills zu denen Kommunikations- und Präsentationsfähigkeit dient. Schwerpunkt der ersten Schulung war hauptsächlich die vielen Erfahrungen der einzelnen Gruppenmitglieder in der Arbeit gegen FGM auszutauschen und zu diskutieren. Und erste Vorträge über die Thematik zu halten, um später durch direktes Feedback und Evaluation Verbesserungspunkte herauszuarbeiten.

Unter dem Thema „Gender und women’s rights“ fand am 23. Februar das zweite CHANGE Agents Seminar statt. Vor dem Hintergrund existierender und weitreichender patriarchaler Strukturen, welche in unserer Gesellschaft anzutreffen sind und auf der sie gründet, haben die CHANGE Agents das Konzept Gender als soziales Konstrukt, gesellschaftliche Genderrollen und -stereotypen, sowie auch den Themenkomplex Frauenrechte genauer inspiziert. Ziel war die Bewusstseinschaffung für die strukturelle Diskriminierung der Frau und die damit verbundenen vielfältigen kulturellen und traditionellen Verästelungen innerhalb der Gesellschaft.

Außerdem stellte Fotografin Antje Pohsegger ihre Fotoausstellung mit dem Titel „breaking blades“ vor. Die Fotoausstellung startet im November 2019 und gründet auf der medialen Aufarbeitung der erzählten Erlebnisse von primär und sekundär Betroffenen. Die fotojournalistische Wanderausstellung hat Aufklärung und Bewusstseinsschärfung zum Ziel, außerdem soll sie in fünf weiteren deutschen Städten gezeigt werden. 

Am 16. März fand das dritte Seminar der CHANGE Agents statt. Begleitet wurde die Schulung dieses Mal von der CHANGE Trainerin Isatou Barry. Sie hielt eine Einstiegspräsentation über ihre Arbeit in Deutschland und Gambia, sowie den negativen Konsequenzen von FGM. Anschließend sprach FGM-Referentin Dr. Idah Nabateregga mit den CHANGE Agents über Kommunikation, Kultur, Tradition, Identität und Religion, wobei herausgearbeitet wurde, dass Kultur und Tradition Wandel unterworfen sind. Zuletzt erläuterte FGM-Referentin Charlotte Weil die internationale, europäische und deutsche Rechtslage in Bezug auf FGM und gab Fallbeispiel von Strafverfolgungen auf Grund von FGM. 

Am 17.Mai fand im Kulturzentrum Konstanz im Rahmen des Hebammentreffens der Vortrag „Von der Hebammenkunst zur akademischen Disziplin“ statt. TDF-Mitfrau und AG-mitglied Erika Korn machte bei der Veranstaltung auf die Arbeit von TDF zum Thema FGM aufmerksam und verteilte Informationsmaterial.

Das zweite Projektmeeting der Partnerorganisationen des EU-geförderten Let’s CHANGE Projekts fand am 19. März in den Räumlichkeiten von Plan International in Hamburg statt. Die Partnerorganisationen FSAN (Amsterdam), Equipop (Paris), Plan International (Hamburg) und TDF (Berlin), sowie das Evaluationsunternehmen OEC (München) trafen sich um sich über den Stand des Projekts auszutauschen. 

Am 30. März trafen sich die CHANGE Trainers des Let’s CHANGE Projekts zu ihrer vierten Schulung. Diesmal wurde das Seminar von Diplom Psychologin und Kommunikationstrainerin Maria Klupp geleitet. Die CHANGE Trainer erhielten ein ausführliches Training zum Thema Kommunikation und lernten auf was es bei einer erfolgreichen Präsentation ankommt. 

TERRE DES FEMMES wurde am 29.-30. März von Hedwig von Knorre mit passioniertem Einsatz beim Hebammenforum in Leipzig vertreten. Die Hebamme führte viele interessante Gespräche mit ihren KollegenInnen und informierte sie über das Thema FGM. Besonders großes Interesse Informationen über Rekonstruktions-OPs. Die Möglichkeit Patientinnen diese OP als Handlungsmöglichkeit anzubieten begeisterte viele Hebammen, da den Patientinnen häufig nur negative Informationen zu den Risiken und Folgen von FGM vermittelt werden, ohne dass Perspektiven aufgezeigt werden können. Außerdem gab Hedwig vielen KollegInnen ein Anschreiben an ÄrztInnen mit, welches über FGM aufklärt und dazu auffordert, sich über das Thema fortzubilden und setzte sich damit für eine bessere Schulung von Ärzten zum Thema FGM ein. Fazit: Ein intensives Wochenende voller spannender Gespräche und Optimismus!

Am 30. März hat Silvia Kaufmann (AG FGM) an dem Bildungswerk Stadtteil-Schule eine Informationsveranstaltung über schädigende traditionelle Praktiken wie FGM/C, Zwangsverheiratung und Frühehe durchgeführt. Zielsetzung war es nicht nur über die Ausprägung und Motive der Praktiken zu informieren, sondern auch die Verbreitung, rechtliche Lage und Möglichkeiten der Prävention darzustellen. Die Teilnehmenden zeigten reges Interesse und gaben ein sehr positives Feedback. Herzlichen Dank auch an das Bildungswerk, das diese Veranstaltung tatkräftig unterstützte.

Am 1. April hat Silvia Kaufmann an dem Fachbereich „Angewandte Sozialwissenschaften“ der Fachhochschule Dortmund im Rahmen eines Vortrags über die Arten, Motive, Folgen, Rechtslage hinsichtlich FGM/C und Möglichkeiten der Prävention sowie Handlungsmöglichkeiten informiert. Da es sich um praxiserfahrene Studierende handelte lag nach der Möglichkeit, Fragen zu stellen, der Fokus auf der Auseinandersetzung mit einem Praxisbeispiel. Die Studierenden zeigten sich auch hier sehr interessiert. Vielen Dank an die verantwortliche Professorin, die es erlaubte, eine solche Veranstaltung in ihrem Seminar durchzuführen.

Am 3. April nahm die Städtegruppe Hamburg am Hamburger Runden Tisch gegen FGM teil, welcher immer in den Räumen von Plan International Deutschland stattfindet. Mitfrau und AG-FGM-Mitglied Heidemarie Grobe war für TERRE DES FEMMES vor Ort und beteiligte sich an der Diksussion.

Am 6. April fand das vierte CHANGE Agent Training im Sharehaus Refugio in Neukölln statt. Thema des Trainings waren die gesundheitlichen Folgen weiblicher Genitalverstümmelung (FGM), insbesondere die Folgen für die sexuelle und reproduktive Gesundheit. Herr Dr. med. Christoph Zerm, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, wurde als Experte für das Training eingeladen. Dr. Zerm teilte mit großer Leidenschaft seine langjährigen Erfahrungen mit von FGM betroffenen Patientinnen. Die CHANGE Agents zeigten großes Interesse und initiierten spannende Diskussionen zu einer Vielfalt von Themen. Unter anderem wurden der richtige Umgang mit betroffenen Patientinnen, Körperliche Folgen von FGM, Traumata, Folgen für das Sexualleben, Rekonstruktions-Operationen und das Problem der Medikalisierung von FGM besprochen. 

Die erste der sogenannten „Behavioural Change Activities (BCA)“, fand am 08. April in Form eines Informationsabend zum Thema FGM im Afrikahaus Berlin statt. BCAs werden von CHANGE Agents (CAs) im Rahmen ihrer Ausbildung im EU-Projekt Let’s CHANGE durchgeführt. Diese Veranstaltungen verfolgen das Ziel, Menschen in den Communities der CAs zu sensibilisieren und über FGM aufzuklären. Organisiert wurde der Abend von den CAs Habiba Al-Hinai und Samreen Suliman mit der Unterstützung von CHANGE Trainer (CT) Mai Ali die als Mentorin vor Ort war und die Aktion durchführte. Mai Ali hielt einen aufklärenden Vortrag über das Thema FGM, in dem sie über die Prävalenz von FGM, die unterschiedlichen Typen von FGM, sowie die gesundheitlichen und psychosozialen Folgen der Praxis sprach. Außerdem klärte sie über die unterschiedlichen Begründungen und Ursachen für die Durchführung von FGM auf. Die TeilnehmerInnen zeigten großes Interesse und diskutierten angeregt über die Themen. 

Die fünfte und letzte Schulung der CHANGE TrainerInnen des EU-Projekts Let’s CHANGE fand am 13. April in der Bundesgeschäftsstelle von TERRE DES FEMMES statt. Die CHANGE TrainerInnen sollen nach ihrer Ausbildung in der Lage sein, relevante Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, der Pädagogik und juristischen Bereichen zum Thema FGM aufzuklären. Geleitet wurde die Schulung von den Referentinnen Dr. Idah Nabateregga und Charlotte Weil. Thema der Schulung waren didaktische Methoden, sowie die „Dos“ und „Don’ts“ während der Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen. Außerdem wurden alle Aspekte, die bei der Vorbereitung der Veranstaltungen zu beachten sind ausführlich besprochen und diskutiert. Die CHANGE TrainerInnen gehören nun zu einem EU-weiten ExpertInnen-Pool der Organisationen, auf Anfrage, für Fortbildung zum Thema FGM zur Verfügung steht. 

Am 15 und 16. April fand die Jahreshauptversammlung des europäischen Netzwerkes End FGM EU statt, an der FGM-Referentin Charlotte Weil TERRE DES FEMMES repräsentierte. Anlässlich des 5. Geburtstags des Netzwerkes wurde auf bisher Erreichtes zurückgeblickt und Pläne für die Zukunft wurden diskutiert und beschlossen. Außerdem wurde ein Positionspapier zum Thema „Tackling FGM in Europe - Strategies for Effective Community Engagement“ verabschiedet, an dessen Erstellung TDF aktiv beteiligt war.

Am 3. Mai lud der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) zu seinem fünften Kooperationspartnertag ins H4 Hotel Alexanderplatz in Berlin ein. Der Tag umfasste vier unterschiedliche Workshops und schloss mit einer Podiumsdiskussion zu Thema „Kinderarmut – Gesundheit – Bildung: Situation und mögliche Wege aus dem Teufelskreis am Beispiel Berlin“ ab. TERRE DES FEMMES war mit einem Informationsstand vertreten, welchen sich die Organisation mit MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene – teilte. Der Stand wurde vormittags von Vertreterinnen des Referats „Häusliche und sexualisierte Gewalt“ betreut, die Unterschriften für ihre Petition zur Verpflichtung von U-Untersuchungen sammelten. Am Nachmittag betreuten Vertreterinnen des Referats „Weibliche Genitalverstümmelung“ den Stand. 

Für den Start der Kampagne „Mein Körper – Unversehrt und Selbstbestimmt“ fand am 7. Mai, dem weltweiten Tag der genitalen Selbstbestimmung, eine Pressekonferenz mit Podiumsdiskussion im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin statt. TERRE DES FEMMES, MOGiS e.V. und Projekt 100% MENSCH luden Presse und Öffentlichkeit ein um über das Problem der Genitalverstümmelung in unserer Gesellschaft zu sprechen. Die Kampagne möchte die Gesellschaft für das Thema genitale Selbstbestimmung sensibilisieren und aufklären und setzt sich gegen jegliche Art der Genitalverstümmelung ein. Dies beinhaltet weibliche Genitalverstümmelung (FGM), männliche Genitalverstümmelung (MGM) und geschlechtszuweisende Operationen bei intersexuellen Kindern, wobei auch die Auswirkungen dieser Eingriffe auf trans* Personen beachtet und beleuchtet werden. Das Podium war besetzt mit Charlotte Weil (Referentin für FGM, TDF), Victor Schiering (MOGiS e.V.), Holger Edmaier (100% MENSCH), Katharina Vater (100% MENSCH) und Seyran Ateş 

 (Rechtsanwältin und Gründerin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee), die eine spannende Konversation über Genitalverstümmelung und genitale Selbstbestimmung führten. Der Journalist Brian Thomas übernahm die Moderation. Weitere Gäste, die in die Diskussion eingebunden wurden waren Dr. Lissa Masumbuku (Fachärztin für plastische und ästhetische Chirurgie), Dr. Ulrich Fegeler (ehemaliger Pressesprecher des BVKJ und Kinder- und Jugendarzt), sowie Fatou Diatta „SisterFa“ (Aktivistin und Musikerin) und Muhamet (Aktivist). 

Am 11. Mai trafen sich die CHANGE Agents des EU-Projekts Let’s CHANGE zu ihrer fünften Trainingssession bei TERRE DES FEMMES in der Brunnenstraße 128. Zu Gast war bei diesem Mal die Kommunikationsexpertin Dipl.-Psych. Maria Klupp, die mit den CHANGE Agents das Halten von Präsentationen übte. Mit viel Spaß und Motivation arbeiteten die CHANGE Agents an ihrer Körpersprache, Stimme und ihrem Auftreten als SprecherInnen. 

Die zweite BCA im Rahmen des „Let’s CHANGE“ Projekts wurde am 18. Mai von CHANGE Agent Yanick Djoubouossie und den CHANGE Trainerinnen Tiranké Diallo und Fatou Diatta veranstaltet. Auch der CHANGE Trainer Evariste Kapnang war zu Gast, um die Gruppe zu unterstützen. Die BCA fand in Verbindung mit der Geburtstagsfeier von Yanick’s Frau statt, wodurch ein entspannter Rahmen geschaffen wurde, in dem über FGM gesprochen und sich ausgetauscht werden konnte. 

Am 20. Mai waren zwei Gruppen des durch das EU-Programm Erasmus+ geförderten Projekts „Standing Up 2 FGM“ zu Gast beim Referat für weibliche Genitalverstümmelung in der Bundesgeschäftsstelle. Das Projekt „Standing Up 2 FGM“ bildet MitarbeiterInnen von NGOs aus unterschiedlichen Ländern zum Thema FGM weiter und versucht ein Netzwerk von europäischen und arabischen NGOs, die sich gegen FGM engagieren, aufzubauen. Teilnehmende NGOs kommen aus Tunesien, Ägypten, Jordanien, Großbritannien, Mazedonien, Bulgarien und Deutschland. Die Referatsassistentin Lovina Okonkwo stellte den TeilnehmerInnen TERRE DES FEMMES als Verein vor und gab einen Einblick in die Arbeit des Referats für weibliche Genitalverstümmelung. Daraufhin hielt die CHANGE Agentin Habiba Al-Hinai einen Vortrag über ihre Forschungsarbeit zu FGM im Oman und klärte über die dortigen Verhältnisse bezüglich der Praxis auf. Der Besuch war äußerst Erfolgreich und bot eine gute Gelegenheit zum Austausch und Networking.

 

Vom 26. bis 29. Mai, fand der 15. deutsche Hebammenkongress in Bremen statt, bei dem das Referat FGM von der Hebamme und Mitfrau Hedwig von Knorre vertreten wurde. Hedwig war mit einem Informationsstand und vielen Materialien und Broschüren zum Thema FGM vor Ort, wo sie interessante Gespräche mit ihren KollegInnen führte und sich intensiv zum Thema FGM austauschen konnte. 

Am 27. Mai fand der RT FGM/C in Dortmund statt. Während der Nothilfeplan für Minderjährige, den Silvia Kaufmann auf Basis einer Hamburger Broschüre erarbeitet hat, auf wenig Resonanz stieß, waren weitere Angebote zur Sensibilisierung wesentlich mehr geschätzt. Anschließend wurden U-Untersuchungen thematisiert.

Am 28. Mai haben Oumou Diallo und Silvia Kaufmann an einem kaufmännischen Berufskolleg im Rahmen des jährlich stattfindenden Afrikatages eine Mädchengruppe über FGM/C informiert. Die Jugendlichen haben nach dem Interview zwischen Oumou und Silvia Fragen gestellt und anschließend im Rahmen von Gruppenarbeiten sich detailliert mit FGM/C auseinandergesetzt. Eine Gruppe hat einen Brief an das Ministerium für Gleichstellungsfragen in Guinea geschickt. 

Am 4. Juni fand das zweite Treffen des Runden Tisches gegen weibliche Genitalverstümmelung der Stadt Hamburg statt. Wie immer begrüßte Plan International die TeilnehmerInnen, darunter AG-Mitglied und Mitfrau Heidemarie Grobe, in ihren Räumlichkeiten. 

Das jährliche TDF-Community-Grillfest wurde am 15. Juni im Rahmen des EU-Projekts „Let’s CHANGE“ im Prinzessinnengarten Kreuzberg gefeiert. Den ganzen Nachmittag wurde bei einem bunten Büffet und Musik von DJane KitKat entspannt, gefeiert und sich ausgetauscht. Dazu gab es ein von den CHANGE Agents und Trainers organisiertes kulturelles Rahmenprogramm mit Musikbeiträgen und diversen Modenschauen. Im Zentrum des Fests stand das Thema weibliche Genitalverstümmelung, zudem mittels einer Podiumsdiskussion mit Referentin Charlotte Weil und einigen CHANGE Agents und Trainers, aufgeklärt wurde. Auch gab es eine Reihe von Informationsständen an denen, neben TDF, auch das Familienplanungszentrum BALANCE, Profamilia Berlin, FaZit e. V. und die AG Unicef Berlin ihre Arbeit vorstellten.

Am 19. Juni fand der 48. Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen zum Thema „Rekonstruktion – aktueller Stand und welche Unterstützung brauchen die Frauen?“ im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (Jürgensplatz 1) in Düsseldorf statt. Priv.Doz. Dr. O’Dey wurde eingeladen, um über das Umfeld von Rekonstruktion zu erklären bzw. welche soziale und psychische Unterstützung brauchen die Frauen und Mädchen, was ist bereits gesichert, was muss getan werden? über die finanzielle Situation zu sprechen – welche Formen der Unterstützung gibt es und welche müssten entwickelt werden.

TDF Mitfrau Monika Weiß-Imroll vertrat TERRE DES FEMMES.

Das sechste Training für die CHANGE Agents fand am 22. Juni in den Räumlichkeiten der TDF-Bundesgschäftsstelle statt. Thematisiert wurden dieses Mal Trauma und Selbstfürsorge in der Arbeit als CHANGE Agent. Dipl. Psych. Alexandra Kampe aus der TDF-Beratungsstelle war die hierzu eingeladene Expertin und leitete das Seminar. Sie sprach mit den CHANGE Agents zunächst ausführliche über die Hintergründe, Symptome und die unterschiedlichen Arten von Traumata und gab ihnen hilfreiche Ratschläge dazu, wie sie in ihrer Arbeit als CHANGE Agents am besten mit traumatisierten Personen umgehen können. Daraufhin wurden die Risiken eines Sekundärtraumas, sowie Methoden zur Selbstführsorge besprochen. Im Anschluss gab es ein Essen bei dem die CHANGE Agents Gelegenheit hatten sich mit Dr. med. Lissa Masumbuku auszutauschen, die als Ärztin für ästhetische und plastische Chirurgie, auch mit betroffenen von FGM arbeitet und sich gegen die Praktik engagiert. 

Am 23. Juni veranstaltete der CHANGE Trainer Evariste Kapnang eine BCA mit organisatorischer Unterstützung von Audrey Ledjou. Hierzu wurden 17 Personen aus Senegal, Kamerun, der Elfenbeinküste und Ghana zu einem gemeinsamen Abendessen und anschließenden Vortrag zu FGM eingeladen. Darunter waren etwa 12 Frauen und 5 Männer. Nachdem von Evariste Kapnang gehaltenen Vortrag, gab es eine Diskussionsrunde, die sich bis in den späten Abend hineinzog. Viele der Anwesenden erfuhren zum ersten Mal etwas über FGM und reagierten sehr beweg. Einige von ihnen sprachen den Wunsch aus, sich vermehrt zu engagieren und über FGM aufzuklären.

Die vierte BCA des Let’s CHANGE Projekts wurde am 30. Juni von CHANGE Trainer Evariste Kapnang durchgeführt. Organisiert wurde die Veranstaltung von Sana Diedhiou. Zu der BCA lud der CHANGE Trainer Evariste Kapnang 12 Männer aus Mali, Senegal, Gambia und Kamerun ein um mit ihnen über FGM zu sprechen. Bei einem gemeinsamen Essen mit Vortrag und Diskussionsrunde wurden die Männer informiert und konnten sich über ihre eigenen Erfahrungen und Gedanken zu FGM austauschen. An Ende der Veranstaltung waren alle Männer von den negativen Konsequenzen der Praktik überzeugt und versprachen die Frauen und Mädchen in ihrem Umfeld zu schützen. 

Die fünfte BCA im Rahmen des Let’s CHANGE Projekts wurde am 4. Juli von der CHANGE Trainerin Isatou Barry durchgeführt und von den CHANGE Agents Fera Simanjuntak-Soltmann und Martha Waithaka organisiert. Die Veranstaltung fand während der Vorbereitungen dreier Modenschauen der Berlin Fashion Week im MIO CLUB Berlin statt, die von CHANGE Agent Fera Simanjuntak-Soltmann mit organisiert wurden. Bevor es losging, klärte Isatou Barry die Models der Modenschauen, sowie Bekannte der beiden CHANGE Agents über FGM auf. Später stellten drei Desginer aus Afrika und Asien ihre Kollektionen vor. 

Am 6. Juli organisierten die CHANGE Agents Binta Fatty und Sahra Mahamud ihre erst BCA, welche von der CHANGE Trainerin Colette Tchoumboum durchgeführt wurde. Hierfür trafen sich Colette und die CHANGE Agents zu einem großen Picknick im Park mit etwa 35 Erwachsenen und 20 Kindern aus 14 unterschiedlichen Nationen. Während des Essens informierte Colette Tchoumboum die Anwesenden zum Thema FGM und stieß dabei auf großes Interesse und eine überaus positive Resonanz der TeilnehmerInnen. Am selben Tag führte der CHANGE Agent Sekou Kaba seine erste BCA durch. Zu diesem Zweck, lud er 8 Personen aus Guinea, Mauretanien, Deutschland und der Schweiz zu sich nach Hause zum Abendessen ein. Dort hielt er für die Gäste einen Vortrag, der Grundlegende Informationen zu FGM vermittelte und die Arbeit von Terre des Femmes beleuchtete. Anschließend eröffnete er die Diskussion in der viel Interesse für das Thema bekundet wurde. 

Das letzte CHANGE Agent Training des Let’s CHANGE Projekts fand am 13. Juli statt. Zum allerletzten Mal trafen sich die CHANGE Agents gemeinsam in der Terre des Femmes Bundesgeschäftsstelle um letzte Fragen zu klären und sich auf ihre bevorstehenden BCAs vorzubereiten. Themen des Treffens waren vor allem die Standards der Community-Arbeit, sowie die Früherkennung von von FGM bedrohten Mädchen und mögliche Schritte um dieser entgegen zu wirken. 

Am 14. Juli veranstaltete Sana Diedhiou seine erste eigens organisierte BCA. Hierzu lud er eine Gruppe von 16 Männern aus Senegal, Mail, Kamerun und Gambia zu einem Abendessen im Prinzessinnengarten in Kreuzberg ein. Sana Diedhiou informierte die Teilnehmer über die FGM und dessen Folgen und stieg dann in eine Diskussion mit ihnen ein. Viele der teilnehmenden Männer waren sich zum Ende hin einig, dass FGM, auf Grund seiner negativen Konsequenzen, abgeschafft werden sollte. Am gleichen Tag, veranstaltete auch CHANGE Agent Audrey Ledjou eine BCA. Die CHANGE Agent versammelte hierfür eine Gruppe von 15 Erwachsenen und 7 Kindern aus Guinea, Kamerun, Elfenbeinküste, Gambia, Frankreich, Sierra Leone und Deutschland auf dem Alexanderplatz beim Kenako Afrika Festival und klärte die Gruppe über FGM auf. Abschließend stellten sich die TeilnehmerInnen mit Demonstrationsschildern auf den Alexanderplatz und machten so unter den BesucherInnen des Festivals auf das Thema aufmerksam.

Am 19.Juli 2019 hat TDF-Mitfrau und AG-FGM-Mitglied Erika Korn an einem Workshop für medizinische Fachkräfte in Singen teilgenommen. Hauptreferentin war Isabel Ihring vom Netzwerk INTEGRA. Bei der Fortbildung für GynäkologInnen und Hebammen wurden Inhalte zu weiblicher Genitalverstümmelung vermittelt und der Umgang mit Betroffenen diskutiert. Erika Korn verteilte diverses Informationsmaterial und nutzte die Gelegenheit auch zum Vernetzen.

Der CHANGE Agent Sekou Kaba führte seine zweite BCA am 20. Juli durch. Diesmal Veranstaltete er ein Abendessen bei sich zu Hause, zu dem er Personen aus Mauretanien, Guinea, Senegal, Deutschland einlud. Er begann mit einem Vortrag über FGM und die Arbeit von FGM und lud dann dazu ein zu diskutieren. Im Anschluss zeigte er den TeilnehmerInnen den Film „Wüstenblume“.

Der CHANGE Agent Sana Diedhiou führte am 28. Juli seine zweite eigenen BCA im Rahmen des Let’s CHANGE Projekts durch. Er traf sich hierfür mit acht Männern und einer Frau aus Gambia, Guinea-Bissau, Mali und Senegal im Prinzessinnengarten Kreuzberg, um bei einem gemeinsamen Abendessen über FGM zu informieren und sich auszutauschen. Hierbei entstand ein reger Austausch über die Hintergründe der Praktik und unterschiedlichen Erfahrungen aus den jeweiligen Herkunftsländern der Teilnehmer. Am selben Tag veranstaltete die CHANGE Agentin Fera Simanjuntak-Soltmann ihre erste eigens organisierte und durchgeführte BCA. Sie lud rund 14 Personen aus Indonesien zu einem Picknick im Thaipark in Berlin-Wilmersdorf ein. Ihnen gab sie eine Einführung in das Thema FGM und ging später genauer auf die Praktizierung FGMs in Indonesien ein. 

Am 24. August feierten die CHANGE Agents und Trainers des EU-Projekts Let’s CHANGE gemeinsam mit Freunden und Bekannten aus ihren Communities in der „Radio – The Label Bar“ in Friedrichshain. Das Fest sollte den Mitgliedern unterschiedlicher migrantischer Communities eine Plattform zum Kennenlernen und Austausch bieten und den CHANGE Agent und Trainern gleichzeitig die Möglichkeit geben weiter über FGM aufzuklären. Neben einem leckeren Buffet, kalten Getränken und Musik, gab es einen Vortrag des CHANGE Agents Sekou Kaba, der die Gäste zu FGM und dem Let’s CHANGE Projekt informierte. Im Anschluss fand eine Interview-Runde mit einigen der CHANGE Agents und Trainers statt, in der sie dem Publikum von ihrer Arbeit im Projekt berichteten. 

Am 3. September 2019 fand erneut der Runde Tisch „Stopp FGM_C in Berlin-Brandenburg“ statt. Ausgerichtet vom Familienplanungszentrum BALANCE wurde unter anderem über die Schnittstelle von FGM und Asyl, den neu erstellten Schutzbrief der Stadt Hamburg und das nächste INTEGRA-Netzwerktreffen diskutiert. Maja Wegener vertrat dort das Referat FGM von TERRE DES FEMMES und berichtete über die Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“ sowie das stattgefundene Community-Grillfest im Juni.

Am 5. und 6. September 2019 fand das Kick-off Meeting für das neue EU-Projekt „Men Standing Up for Gender Equality“ in Hamburg statt. Das Projekt wird von Lessan e. V. (Hamburg) koordiniert und TERRE DES FEMMES sowie Femmes Entraide et Autonomie (Paris) sind als Projektpartner beteiligt. Zusammen führen die Partnerorganisationen das Projekt zur Sensibilisierung und Abschaffung von geschlechtsspezifischer Gewalt – insbesondere weibliche Genitalverstümmelung und Früh- und Zwangsverheiratung – in betroffenen Communitys in Hamburg, Berlin und Paris durch.

Am 7. September fand eine Informationsveranstaltung bei LEBEDO – der Lesbenberatungsstelle in Dortmund zum Thema „Praktiken patriarchaler Gewalt an Mädchen, Frauen und Lesben erkennen und verhindern“ statt. Silvia Kaufmann hat hierbei über Ausprägungen, Motive, Verbreitung, rechtliche Lage von FGM/C sowie Zwangsverheiratung und Präventionsmöglichkeiten informiert. Eine Vertreterin der Lesbenberatungsstelle thematisierte außerdem „korrigierende Vergewaltigungen“. Herzlichen Dank an LEBEDO, dass wir gemeinsam diese Veranstaltung durchführen konnten.

Am 11. September fand zum zweiten Mal in diesem Jahr der Runde Tisch gegen die Beschneidung von Mädchen in NRW statt. Die Mitglieder des Runden Tisches trafen sich wie immer im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in Düsseldorf und diskutierten unter anderem das Thema der Rekonstruktionsoperationen. Begleitend dazu wurde besprochen, wie ein Aufklärungsflyer die betroffenen Mädchen und Frauen unterstützen kann. TDF Mitfrau und Mitglied der AG FGM Monika Weiß-Imroll nahm wieder einmal stellvetretend für TDF daran teil.

Das letzte Treffen des Hamburger Runden Tisches gegen FGM fand am 25. September bei Plan International in Hamburg statt. Gemeinsam mit TDF-Mitfrau und AG-Mitglied Heidemarie Grobe, diskutierten die unterschiedlichen TeilnehmerInnen, darunter Plan und Vertreter des Hamburger Senats über Präventionsmöglichkeiten und Aufklärung zu weiblicher Genitalverstümmelung.

Am 10. Oktober, dem Vortag des internationalen Mädchentages, lud TERRE DES FEMMES JournalistInnen zu einem Pressefrühstück ins Europahaus, um auf die zunehmende Prävalenz von weiblicher Genitalverstümmelung in Europa und Deutschland aufmerksam zu machen.

Zu Beginn der Konferenz richtete TDF-Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle das Wort an die PressevertreterInnen. Im Anschluss stellte Charlotte Weil, Referentin zu weiblicher Genitalverstümmelung, die aktuelle Dunkelzifferstatistik vor. Das Fazit lautet auch in diesem Jahr: Tendenz steigend.

Am 29.Oktober veranstalteten die Partnerorganisationen TERRE DES FEMMES, MOGiS e.V. und Projekt 100% MENSCH im Rahmen der gemeinsamen Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“ eine Podiumsdiskussion. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Ibn Rushd-Goethe Moschee in Berlin. Auf dem Podium diskutierten Seyran Ates, Holger Edmaier, Victor Schiering, Katharina Vater und Charlotte Weil (TDF) über das Recht auf genitale Selbstbestimmung für alle Kinder. Moderiert wurde die Diskussion von TDF-Mitfrau und AG FGM-Mitglied Gislinde Nauy.

Am 01. November lud die in Baden-Württemberg lebende Fotografin Antje Pohsegger TERRE DES FEMMES und das Menstruation Health Hub Berlin zur feierlichen Eröffnung der Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe „breaking blades“. TDF-Abteilungsleiterin Maja Wegener eröffnete die Vernissage mit einer Rede zur Kooperation TDFs in dem künstlerischen Projekt und den Ausblick auf künftige Veranstaltungen. Die Ausstellung ist noch bis zum 29.11. in Berlin-Kreuzberg zu sehen.

Am Wochenende vom 8. – 9. November 2019 fand im Wiesbadener RheinMain CongressCenter das diesjärige Forum Hebammenarbeit statt. TDF-Mitfrau und ausgebildete Hebamme Hedwig von Knorre war wieder mit dabei, um das anwesende gesundheitliche Personal für das Thema weibliche Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation, FGM) zu sensibilisieren.

Am. 09. und 10. November fand das zweite AG-Treffen FGM des Jahres 2019 in der TDF-Geschäftsstelle statt. Neben den Berichten aus den Städtegruppen und den FGM-Projekten gab es wie immer einen Bericht aus der Geschäftsstelle. FGM-Referatsassistentin Lovina Okonkwo stellte u.a. das neue EU-Projekt „Men Standing Up for Gender Equality“ vor und gab aktuelle Infos zur nationalen Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“.

Am 14. November fand die gemeinsame Podiumsdiskussion von Antje Pohsegger und dem Referat zu weiblicher Genitalverstümmelung in Berlin statt, die im Rahmen der Ausstellung „breaking blades“ durchgeführt wurde. Als FGM-Expertin ging Dr. Idah Nabateregga aufs Podium und klärte die BesucherInnen über die Grundlagen von FGM und ihre gesundheitlichen Folgen auf. Zudem erläuterte sie, was allgemein für eine Überwindung der Praktik getan werden kann und was insbesondere TDF tut (Let’s CHANGE Projekt). Weitere PodiumsteilnehmerInnen waren die Ärztin und langjährige Ehrenamtlcihen gegen FGM Lissa Masumbuku, wie auch die Filmemacherin Ulrike Zimmermann und die CHANGE Agents Sekou Kaba und Binta Fatty.

Am 14. November fand der RT FGM/C im Dortmunder Gesundheitsamt statt. Die Berichte der einzelnen Teilnehmenden erwiesen sich als sehr produktiv; es zeigte sich aber auch das Spannungsfeld in dem Beratende bei einer möglichen drohenden Beschneidung stehen. Die genauen (ausländer-/familien-)rechtlichen Fragen werden in der nächsten Zeit geklärt werden müssen. Ferner fand ein Austausch über Informationsveranstaltungen sowie ein Bericht über die Dunkelzifferstatistik von TDF sowie den Rekonstruktionsfonds des RT gegen die Beschneidung von Mädchen in Düsseldorf statt. Außerdem wurde von den Teilnehmenden der Nutzen des Schutzbriefes bewertet. Sehr erfreulich war, dass Crocodile e.V. in Kooperation mit dem PSZ Flyer erstellt hat und dass diese Frauen über Change geschult werden können.

Am 18.-19. November 2019 fanden sich die Partnerorganisationen Federatie Somalische Associaties Nederland (FSAN), Equilibres & Populations (Equipop), Plan International Deutschland (PLAN) und TERRE DES FEMMES in Amsterdam zu einem Planungstreffen zusammen. Nach über einem Jahr Let’s CHANGE galt es, bisherige Entwicklungen im Projekt Revue passieren zu lassen und die nächsten Schritte zu besprechen. Gastgeber waren diesmal FSAN. Die Leitung des Meetings übernahm TERRE DES FEMMES.

Am 28. November haben TDF-Referentin Charlotte Weil und CHANGE Trainerin Colette Tchoumbou einen Vortrag zu FGM im Afrika-Haus Farafina e. V. gehalten und nach einem Filmscreening des Films „The Cut – Exploring FGM“ von Fatma Naib zahlreiche Fragen aus dem Publikum beantwortet und gemeinsam mit Community-Mitgliedern und anderen Interessierten Präventions- und Aufklärungsprojekte in Afrika und der Diaspora diskutiert.

Am 30. November hat Dr. Idah Nabateregga in Dortmund eine Change-Schulung von afrikanischen Frauen über das Thema FGM/C durchgeführt. Das PSZ in Dortmund, der am RT FGM/C in Dortmund sehr aktiv teilnimmt, hat diese Veranstaltung finanziert, wofür wir sehr dankbar sind. Silvia Kaufmann (TDF-Mitfrau) durfte an der Veranstaltung teilnehmen und war sehr beeindruckt; nicht nur von der Schulung, sondern auch wie mutig diese Frauen über ihre Erfahrungen gesprochen haben und ist dankbar solche MultiplikatorInnen in Dortmund zu wissen.

Am 13. Dezember lud TERRE DES FEMMES zur ersten von bislang zwei geplanten Schulungen für key professionals in der Bundesgeschäftsstelle. CHANGE Trainer Isatou Barry aus dem Let’s CHANGE Projekt und Dr. Idah Nabateregga, Referentin zu weiblicher Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation, FGM) bei TDF, vermittelten den TeilnehmerInnen Grundlagen zum Thema FGM, sowie Kompetenzen im Umgang mit Betroffenen und Gefährdungssituationen. Die Teilnehmenden kamen vorwiegend aus dem sozialen Bereich.