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Aufklärung am Weltfrauentag: Community Trainer Clément Drabo sensibilisiert Fachkräfte in Ingelheim zu weiblicher Genitalverstümmelung und Früh-/Zwangsverheiratung

Anlässlich des Weltfrauentags 2021 veranstaltete die Gemeinde Ingelheim am 10. März einen Runden Tisch zum Thema weibliche Genitalverstümmelung. Ziel des Treffens war es eine Sensibilisierung zum Thema zu schaffen und dabei gemeinsam herauszufinden, welche Herangehensweise in Bezug auf die Praxis in Ingelheim notwendig ist. Die Veranstaltung fand aufgrund der aktuell anhaltenden Situation mit COVID-19 online statt. Auch der Community Trainer Clément Drabo aus unserem CHAIN-Projekt hat als Referent teilgenommen.

 

 

Clément Drabo kommt aus Burkina Faso und lebt bereits seit knapp 30 Jahren in Deutschland. Er engagiert sich neben seinem Beruf als technischer Assistent im Bereich Biotechnologie gegen weibliche Genitalverstümmelung. Im Zuge dessen wurde er im EU-kofinanzierten Projekt „Men Standing Up for Gender Equality“ als sogenannter CHANGE Mediator zu den Themen weibliche Genitalverstümmelung und Früh-/Zwangsverheiratung ausgebildet. Im Rahmen des Projekts „CHAIN“ absolviert er nun die Aufbauschulung zum Community Trainer. 
Clément Drabo kommt aus Burkina Faso und lebt bereits seit knapp 30 Jahren in Deutschland. Er engagiert sich neben seinem Beruf als technischer Assistent im Bereich Biotechnologie gegen weibliche Genitalverstümmelung. Im Zuge dessen wurde er im EU-kofinanzierten Projekt „Men Standing Up for Gender Equality“ als sogenannter CHANGE Mediator zu den Themen weibliche Genitalverstümmelung und Früh-/Zwangsverheiratung ausgebildet. Im Rahmen des Projekts „CHAIN“ absolviert er nun die Aufbauschulung zum Community Trainer. Clément Drabo hat im Rahmen des Runden Tischs zu den beiden Praktiken informiert und seine Erfahrungen aus der Community-Arbeit geteilt.

An der eineinhalbstündigen Veranstaltung nahmen rund 20 TeilnehmerInnen teil. Darunter vor allem PädagogInnen aus Kitas und Grundschulen, SozialarbeiterInnen von Wohlfahrtsverbänden, wie auch Kinder- und FrauenärztInnen. An der eineinhalbstündigen Veranstaltung nahmen rund 20 TeilnehmerInnen teil. Darunter vor allem PädagogInnen aus Kitas und Grundschulen, SozialarbeiterInnen von Wohlfahrtsverbänden, wie auch Kinder- und FrauenärztInnen. Die Teilnehmenden waren vor allem sehr daran interessiert, auf was man im Umgang mit Betroffenen besonders achten sollte und welche Rolle Männer bei der Abschaffung von weiblicher Genitalverstümmelung spielen.
Durch Clément Drabos Erfahrungen mit Betroffenen betonte er, dass ein sensibler Umgang mit dem Thema FGM sehr wichtig ist, um Vertrauen zu den Betroffenen aufzubauen. Da weibliche Genitalverstümmelung in den Communitys oft ein Tabuthema darstellt, ist es von großer Bedeutung sich mit einer hohen interkulturellen Sensibilität mit Betroffenen auszutauschen. In Bezug auf die Rolle der Männer in dem Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung und Früh-/Zwangsverheiratung betonte Clément, dass Männer diesbezüglich Schlüsselakteure darstellen und es sehr wichtig ist, dass Themen wie weibliche Genitalverstümmelung über Geschlechtergrenzen hinaus thematisiert werden. Clément Drabo macht deutlich: „Um einen effektiven und langfristigen Wandel im Bewusstsein der Menschen hinsichtlich weiblicher Genitalverstümmelung zu schaffen, ist es unabdingbar, dass Männer an der Seite von Frauen gegen diese Form geschlechtsspezifischer Gewalt kämpfen.“