Weibliche Genitalverstümmelung: Ein Aufruf zu globalem Handeln

images/stories/fgm/aktuelles/2020/cover-fgm-studie-2020.jpgWeibliche Genitalverstümmelung (female genital mutilation – FGM) wird in weit mehr Ländern der Welt praktiziert, als weithin bekannt ist. Auch die Zahl der betroffenen Mädchen und Frauen wird stark unterschätzt, zeigt ein neuer globaler Bericht.

FGM kommt in mindestens 92 Ländern vor, aber nur 51 (55 %) verfügen über spezifische Gesetze gegen diese Praxis, so dass Millionen von Menschen keinen ausreichenden rechtlichen Schutz erhalten.

FGM ist auf allen Kontinenten außer der Antarktis präsent

Wie der Bericht zeigt, gibt es zunehmend Nachweise dafür, dass FGM weltweit in zahlreichen Ländern Afrikas, Asiens, des Nahen Ostens, Lateinamerikas, Europas und Nordamerikas in indigenen und/oder Diasporagemeinschaften stattfindet. Überlebende von FGM,  AktivistInnen und Grassroots-Organisationen, die mutig und unermüdlich daran arbeiten, FGM weltweit zu beenden, haben indirekte Schätzungen und kleine Forschungserhebungen durchgeführt sowie anekdotische Evidenz, die die Praxis dokumentiert, gesammelt.

Die Abschaffung von FGM erfordert einen globalen und gleichzeitig differenzierten Ansatz

Der globale Charakter von FGM erfordert nicht nur eine globale, sondern auch eine differenzierte Reaktion, welche auf die besonderen Umstände von FGM zugeschnitten ist, die sich nach Regionen und Gemeinschaften unterscheiden.

TERRE DES FEMMES fordert eine Stärkung des globalen politischen Engagements zur Abschaffung von FGM und die dafür notwendige dringende Erhöhung der Mittel und Investitionen seitens der Regierungen, der internationalen Gemeinschaft und der GeberInnen.

Hier können Sie eine Zusammenfassung des Berichts in deutscher Sprache downloaden:

 

© End FGM European Network, U.S. End FGM/C Network, Equality Now 2020© End FGM European Network, U.S. End FGM/C Network, Equality Now 2020

Stand: 07/2020