Ankündigung: „breaking blades“ – eine Ausstellung zu weiblicher Genitalverstümmelung

Logo Ausstellung Breaking Blades

Die Fotografin Antje Pohsegger hat in Kooperation mit TERRE DES FEMMES und dem Menstrual Health hub eine fotojournalistische Wanderausstellung zum Thema weibliche Genitalverstümmelung (female genital mutilation – FGM) konzipiert und setzt diese künstlerisch um.

In Deutschland leben aktuell rund 65.000 betroffene Mädchen und Frauen, die einer Genitalverstümmelung unterzogen wurden. Weitere 15.500 Mädchen sind in Deutschland von FGM bedroht. Ziel der Ausstellung ist die Aufklärung der Zivilgesellschaft über die Praktik an sich, eine Bewusstseinsschaffung, sowie Prävention und Schutz potenziell gefährdeter Mädchen.

Die Ausstellung arbeitet mit der medialen Aufarbeitung der Erlebnisse von Betroffenen, die in Deutschland leben. Geplant ist, insgesamt 20-30 Menschen zu interviewen und ihre Geschichte festzuhalten. Dabei werden auch die Stimmen von männlichen Familienmitgliedern und sekundär betroffenen Frauen gehört und einbezogen. Die Hälfte dieser Interviews hat bereits stattgefunden.

Die Ausstellung wird in drei Kategorien gegliedert sein: Ein Teil wird sich mit der Aufklärung zu FGM befassen. Hintergrundinformationen über die verschiedenen Formen der weiblichen Genitalverstümmelung, unterschiedliche Begründungsmuster, Verbreitung und die Auswirkungen auf die Betroffenen. Dieser Teil wird von TERRE DES FEMMES gestaltet.

Der zweite Teil ist eine freie fotografisch-künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema von Antje Pohsegger.

Der dritte und Hauptteil wird eine Ausstellung sein mit Textausschnitten aus den Gesprächen und Fotos der ProtagonistInnen. Parallel dazu können sich die BesucherInnen die sehr persönlichen Interviews in einem Podcast über ihr Handy anhören, während sie durch die Ausstellung wandern.

Begleitend zu der Ausstellung ist ein Buch geplant.

Die Ausstellung wird von Antje Pohsegger kuratiert und im November 2019 in Berlin eröffnet. Ort und Datum werden noch bekannt gegeben.
Weitere Ausstellungsorte werden Hamburg, München, Heidelberg/Mannheim, Darmstadt und Stuttgart sein.

 

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Foto: © Antje PohseggerFoto: © Antje PohseggerAntje Pohsegger, geb. 1972, ist freie Fotografin mit dem Schwerpunkt People. Als Tochter einer Hebamme lagen ihr „Frauenthemen“ schon immer sehr nahe. Das Thema der weiblichen Genitalverstümmelung bewegt sie sei über 10 Jahren und lässt sie seitdem nicht los. Mit der Ausstellung möchte sie einen Beitrag dazu leisten, dass diese schädliche Praktik endet.

 

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Die Menstrual Health Hub gUG ist eine in Deutschland registerte globale Nonprofit-Organisation, die sich auf weibliche Gesundheitsvorsorgethemen spezialisiert hat.

 

Stand: 04/2019

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