Film zum Thema weibliche Genitalverstümmelung "Moolaadé" auf Rundreise

Der Spielfilm des bekannten senegalesischen Regisseurs Ousmane Sembène spielt in einem kleinen afrikanischen Dorf, in dem die Höfe der islamischen Familien friedlich nebeneinander liegen. Die kräftigen Farben des Schauplatzes lassen eine fröhliche und warme Atmosphäre entstehen. Doch die Idylle wird gestört, als vier junge Mädchen bei einer der Frauen des Dorfes, Collé Gallo Ardo Sy, Schutz suchen. Die Kinder sind fortgelaufen, um ihrer drohenden Genitalverstümmelung zu entgehen.

Collé hat ihre eigene Tochter, gegen die geltende Tradition, vor der Verstümmelung bewahrt. Sie beschwört den im Dorf mächtigen vorislamischen Geist Moolaadé zum Schutz der Mädchen. Solange der Schwur nicht gebrochen wird, sind die Mädchen in ihrem Hof zunächst sicher. Aus dieser Ausgangssituation entwickelt sich eine spannungsgeladene Geschichte.

moolaade

Ousmane Sembène zeigt in seinem Film, wie die Macht und die Unterdrückung der Frauen funktioniert und Widerstand gegen die Tradition und das Patriarchat bekämpft wird.

Moolaadé ist ein Film über den schwierigen Weg, der gegangen werden muss, damit alte Machstrukturen aufbrechen. Ousmane Sembène vereinfacht dabei nicht, sondern beschreibt die Problematik in ihrer ganzen Vielschichtigkeit und Komplexität. Es ist ein Film voller Tragik und zugleich voller Hoffnung.

Ousmane Sembène ist einer der bekanntesten Regisseure des afrikanischen Kontinents. Sein neuester Film Moolaadé hat 2004 in Cannes den "Prix un certain regard" bekommen. Nach Auffassung von TERRE DES FEMMES völlig zu Recht. Der Film ist nicht nur spannend und aussagekräftig, sondern auch künstlerisch hervorragend gemacht.
Moolaadé - Bann der Hoffnung" startet am 11.05.2006 bundesweit in den Kinos.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auch Ihre FreundInnen und Bekannte auf den Kinofilm “Moolaadé - Bann der Hoffnung" aufmerksam machen. Unter www.neuevisionen.de sind die jeweils aktuellen Starttermine des Filmes zu finden.
Aktueller Bericht über den Film (Download als PDF-Datei, 133 KB)
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Weitere Informationen erhalten Sie auch per E-Mail: genitalverstuemmelung@frauenrechte.de.

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