Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Frauen aus Nicaragua: So bin ich unabhängiger geworden! – Unser Kurzfilm zu Partnerorganisation MIRIAM

Nicaragua - tropisches Paradies, pulsierende Rhythmen? Nicht für Alle, denn viele Frauen leben dort in Gefahr... Gefahr, Gewalt zu erleiden, schlimmstenfalls getötet zu werden, oft vom eigenen Partner, und von Regierung, Justiz und Polizei nicht ausreichend Schutz zu erhalten.

Bilder sagen mehr als Worte...deshalb seht selbst, was das für Frauen in Nicaragua heißt und wie TERRE DES FEMMES und ihre Partnerorganisation MIRIAM für Frauenrechte kämpfen.

Worte helfen zu verstehen...deshalb kommen die Frauen selbst zu Wort und erzählen, wie sich ihr Leben und ihre Sicht durch MIRIAM verändert hat!

Weiterlesen ...

Kaum bekannt und doch bittere Realität: Weibliche Genitalverstümmelung in Indien

: Auf die Frage, ob sie die FGM- Praktik an ihrer Tochter weiterführen würden, antworteten 75 Prozent der Befragten mit  "sehr unwahrscheinlich".  Grafik: © SAHIYOAuf die Frage, ob sie die FGM- Praktik an ihrer Tochter weiterführen würden, antworteten 75% der Befragten mit "sehr unwahrscheinlich". Grafik: © SAHIYOPatriarchale Macht, ob von Männern aufgezwungen oder von Frauen verinnerlicht und reproduziert, wird an erster Stelle über den weiblichen Körper ausgeübt. Die Bandbreite ist groß und geht bei vermeintlich harmlosen Schönheitsidealen los: Haare werden von sensiblen Stellen entfernt, Nasen schmaler und Brüste größer operiert, Fältchen kleiner und Lippen voluminöser gespritzt... aber die Vorherrschaft über den weiblichen Körper wird noch viel drastischer ausgetragen.

Die Dawoodi Bohra Gemeinschaft, eine ursprünglich aus dem Jemen stammende schiitisch-muslimische Sekte, gilt als gebildet und wohlhabend. Gleichzeitig sind sie die einzige Gruppe in Südasien, die regelmäßig Genitalverstümmelungen an Mädchen durchführt. Weltweit gibt es bis zu zwei Millionen Mitglieder, die meisten leben in West-Indien und Pakistan. Die Sekte ist recht klein, dies erhöht jedoch den Druck auf ihre Mitglieder, die Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung (engl. FGM) aufrecht zu erhalten. Eliza Kapadia, eine Ärztin aus der Dawoodi Bohra Gemeinschaft, fasst das in dem Artikel Female Genital Cutting: A Thousand Cuts that start with one in the WIRE wie folgt zusammen: „es geht nicht um die Kultur, es ist ein Herdentrieb.“

Weiterlesen ...

Halbjahresbericht 2019 von YAKA-KOOP – Erfolge, Herausforderungen und Blick in die Zukunft

Mit Öffentlichkeitsarbeit macht YAKA-KOOP auf ihre wichtige Arbeit in Van aufmerksam. Foto: © YAKA-KOOPMit Öffentlichkeitsarbeit macht YAKA-KOOP auf ihre wichtige Arbeit in Van aufmerksam. Foto: © YAKA-KOOPYAKA-KOOP, die TDF-Partnerorganisation in der Türkei, hat sich in der ersten Hälfte dieses Jahres wieder intensiv für die Rechte von Mädchen und Frauen in der Provinz Van eingesetzt.

Mit ihrer Beratungsstelle unterstützt YAKA-KOOP Mädchen und Frauen, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind, und Hilfe benötigen. In den letzten sechs Monaten hat sich die Anzahl der Frauen, die YAKA-KOOP aufgesucht haben, von täglich zwei auf vier Frauen verdoppelt. Grund dafür ist, dass YAKA-KOOP seit einer Schließungswelle nach „Säuberungsaktionen“ infolge des vermeintlichen Putsches in der Türkei von 2016 die einzige Organisation ist, die noch zu geschlechterspezifischer Gewalt in der Region arbeitet. Wie wichtig ihr Angebot ist zeigen die Einzelschicksale der Betroffenen... so erhielt ein 16-jähriges Mädchen, das von einem 70-jährigen Mann misshandelt worden war, rechtliche Unterstützung durch einen Anwalt, der ehrenamtlich mit YAKA-KOOP zusammenarbeitet. In einem anderen Fall wurde ein Vater, der seine drei Kinder missbraucht hatte, von YAKA-KOOP verklagt und dank des unermüdlichen Einsatzes der Organisation zu 58 Jahren Haft verurteilt.

Weiterlesen ...

Zwischen Schrecken und Hoffnung – „We will stop femicides“-Bericht zu Gewalt gegen Frauen in der Türkei

Die 23-jährige Studentin Sulet Cet fiel am 29. Mai 2018 unter mysteriösen Umständen vom 20. Stockwerk eines Hochhauses in Ankara und starb.In Protesten solidarisieren sich türkische Frauen gegen geschlechterspezifische Gewalt. © YAKA-KOOPIn Protesten solidarisieren sich türkische Frauen gegen geschlechterspezifische Gewalt. © YAKA-KOOP

Die 32-jährige Esra Kosker wurde im Juni 2018 in der türkischen Stadt Sirnak von ihrem Ehemann umgebracht, weil sie sich von ihm scheiden lassen wollte.

Die 17-jährige Aylin Kekik wurde von ihrem Partner in ihrer Heimatstadt Burdur erstochen.

Traurige Einzelfälle? Von wegen! 440 Frauen wurden 2018 in der Türkei von gewalttätigen Ehemännern, Freunden oder männlichen Verwandten getötet

Weiterlesen ...

TERRE DES FEMMES besucht mit Journalistinnen-Delegation selbstbestimmte Frauen einer Kooperative in Ruanda, die Kaffee produziert

Ruanda2019 6Frauenkooperative Rambagira Kawa. Foto: © Denyse K. Uwera / Fairtrade#strongwomenstrongcoffee, das war das Motto einer Journalistinnen-Reise nach Ruanda vom 20. - 25. Mai 2019, an der Referentin Sina Tonk von TERRE DES FEMMES auf Einladung von TransFair e.V., gemeinsam mit der Kaffee-Kooperative, teilgenommen hat. Vor Ort in Ruanda konnten wir erfahren, wie Kaffeeanbau funktioniert und wie weit der Weg von der Kaffeekirsche bis in unsere morgendliche Kaffeetasse ist. Im Fall von TERRE DES FEMMES ist das ganz wörtlich zu nehmen: Die Frauenrechtsorganisation unterstützt seit 2017 den Fairtrade-zertifizierten Kaffee Angelique´s Finest, nicht nur indem wir auf den Kaffee aufmerksam machen, sondern auch indem wir diesen Kaffee in unserer Berliner Bundesgeschäftsstelle trinken. Das Besondere an Angelique´s Finest ist, dass dieser Kaffee ausschließlich von Frauen produziert wird.

 

 

Weiterlesen ...

Europa-Orient-Rallye am Ziel – erfolgreiche Spendenübergabe an YAKA-KOOP

Foto: © Birgit SchmidtFoto: © Birgit Schmidt„Wir hatten keine gemeinsame Sprache – die braucht es aber auch gar nicht, da wir wissen, dass wir dasselbe wollen.“ Mit diesen herzlichen Worten beschreibt Birgit Schmidt vom Rallye-Team „Simply the best“ das erfolgreiche Zusammentreffen der Europa-Orient-Rallye-Teams mit den starken Frauen von YAKA-KOOP.

Nachdem die Teams der Rallye zwei Wochen ihren Autoschlafplatz mit 11 Nähmaschinen und zahlreichen Sachspenden für Kinder geteilt hatten, fand am 25. Mai die Spendenübergabe an die Frauenorganisation YAKA-KOOP  in Van, im Südosten der Türkei, statt – begleitet von den zahlreich erschienen türkischen PressevertreterInnen. Die türkische Frauenorganisation ist seit 2014 Partnerprojekt von TERRE DES FEMMES.

Weiterlesen ...

Präventionsarbeit gegen Frauenhandel mit Roma-Mädchen aus Bulgarien – TDF-Referentin berichtet von der Lage vor Ort

TERRE DES FEMMES-Referentin Renate Staudenmeyer mit Mädchen aus dem Projekt FLORIKA in Bulgarien. Foto: © TERRE DES FEMMESTERRE DES FEMMES-Referentin Renate Staudenmeyer mit Mädchen aus dem Projekt FLORIKA in Bulgarien. Foto: © TERRE DES FEMMES

Referentin für Internationale Zusammenarbeit Renate Staudenmeyer besuchte gemeinsam mit Juliane von Krause (Geschäftsführerin STOP dem Frauenhandel und ehrenamtliche Projektkoordinatorin bei TERRE DES FEMMES) und deren Mitarbeiterin Christina Vesselinova die TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation FLORIKA in Bulgarien, die sich für die Prävention von Frauenhandel einsetzt. Bulgarische Staatsangehörige sind die größte Opfergruppe von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung betroffener Personen in Deutschland, 99 Prozent sind weiblich und knapp die Hälfte unter 21 Jahre alt. Die Projektarbeit von FLORIKA ist wichtiger denn je.

Weiterlesen ...

Friedensverhandlungen in Afghanistan gehen weiter – ohne die Beteiligung von Frauen: Ein Blick auf die jüngsten Ereignisse

Frauen in Afghanistan wollen selbstbestimmt leben! Foto: © Frauenzentrum ShahrakFrauen in Afghanistan wollen selbstbestimmt leben! Foto: © Frauenzentrum Shahrak„Frieden hat nichts mit dir zu tun! Setz dich! Du solltest in der Küche sein und kochen!“, so greift ein Delegierter aus Kandahar eine weibliche Delegierte bei der Loja Dischirga an – einer großen Ratsversammlung, die von der Regierung Afghanistans zur Friedenssituation einberufen wurde. Währenddessen gewinnen radikale Fundamentalisten wieder an Macht, Anschläge und Angriffe auf Frauen nehmen zu und die US-Regierung läutet die sechste Verhandlungsrunde mit den Taliban ein – weiter ohne Beteiligung von Frauen und der afghanischen Regierung.

März 2019: Wir blicken alarmiert auf den Ausschluss von Frauen und Zivilrechtsorganisationen aus den Friedensverhandlungen in Afghanistan. In einem kurzen Rückblick schildern wir den Verlauf der Herrschaft der Taliban zwischen 1996-2001 und die Errungenschaften der FrauenrechtsaktivistInnen in den letzten 17 Jahren. Doch wie hat sich die (frauenrechtliche) Lage seitdem weiterentwickelt?

Weiterlesen ...

Mein Körper – Eure Entscheidung: Abtreibung zwischen den Fronten der politischen Macht und Einflussnahme

Tausende AktivistInnen in den USA kämpfen dafür, dass Abtreibung legal bleibt. Foto: © renaschild - Depositphotos.comTausende AktivistInnen in den USA kämpfen dafür, dass Abtreibung legal bleibt. Foto: © renaschild - Depositphotos.comWeltweit zeigt sich eine tendenzielle Liberalisierung der Gesetze zum Schwangerschaftsabbruch und die Debatte um das Thema scheint enttabuisiert zu werden. Gleichzeitig gibt es immer wieder und gerade in den letzten Jahren massive Rückschritte, die vor allem auf den Einfluss religiöser, politisch-nationalistischer und konservativer Gruppen und Bewegungen zurückzuführen sind. Feministische Bewegungen stellen sich diesen entgegen und sind so entscheidender, oft einziger Hoffnungsträger für die Durchsetzung des Rechts von Frauen auf körperliche Selbstbestimmung.

 

 

 

 

Weiterlesen ...

Kanzlerin Merkel auf Besuch in den Sahel-Staaten

Der Präsident von Burkina Faso empfängt die Kanzlerin in Ouagadougou. Foto: © Bundesregierung/KuglerDer Präsident von Burkina Faso empfängt die Kanzlerin in Ouagadougou. Foto: © Bundesregierung/KuglerAuf ihrer dreitägigen Reise durch Westafrika besuchte Angela Merkel Anfang Mai 2019 die Länder Burkina Faso, Mali und Niger und sagte der G5-Sahel-Allianz dabei 60 Millionen Euro für Entwicklungsprogramme zu.

Die Kanzlerin wurde am ersten Tag von Präsident Roch Marc Kaboré in Ouagadougou, Burkina Faso, empfangen und versicherte, das Land mit mehr als 20 Millionen Euro in der Terrorbekämpfung und Entwicklungszusammenarbeit zu unterstützen. Auch unsere Partnerorganisation Bangr Nooma ist in der Hauptstadt Ouagadougou ansässig und arbeitet in den umliegenden Wohnvierteln und Dörfern.

Das Afrikaengagement in der Außenpolitik der Bundesregierung sei gewachsen und die prekäre Sicherheitslage in Westafrika einer der Schwerpunkte der Reise von Kanzlerin Merkel. Daher besuchte sie am zweiten Tag auch die deutschen Soldaten der UN-Mission MINUSMA in der Krisenregion Nordmali. Die Kanzlerin schätzt den Einsatz in Gao als „momentan die gefährlichste Mission der Bundeswehr“ ein.

Weiterlesen ...