Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Mafa-Stipendiatinnen über ihr Leben und die Bedeutung von Bildung

Bildung als Rezept für Selbstbestimmung! Durch Stipendien unterstützt unsere Partnerogranisation AAFMHL junge Mafa-Mädchen in Nordkamerun auf ihrem Weg in ein gleichberechtigtes und wirtschaftlich unabhängiges Leben!  Foto: © AafmhlBildung als Rezept für Selbstbestimmung! Durch Stipendien unterstützt unsere Partnerogranisation AAFMHL junge Mafa-Mädchen in Nordkamerun auf ihrem Weg in ein gleichberechtigtes und wirtschaftlich unabhängiges Leben! Foto: © AAFMHLMädchenbildung ist ein Schlüssel zu weiblicher Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Das weiß die TDF-Partnerorganisation AAFMHL und ermöglicht Mädchen der nach streng patriarchalen Grundsätzen lebenden Volksgruppe der Mafa in Nordkamerun, einen Schulabschluss und anschließend eine Ausbildung oder ein Studium zu machen. Basierend auf Kriterien der sozialen Benachteiligung und guten schulischen Leistungen vergibt AAFMHL Stipendien an Mafa-Mädchen, die ansonsten keine Chance auf Bildung hätten. Im Schuljahr 2018/19 wurden mit Unterstützung von TERRE DES FEMMES sechzehn Mädchen gefördert, die die Berufsschule oder das Gymnasium besuchten.

 

 

 

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Nach erfolgreicher Spendenaktion: Übergabe von Schulsachen und Winterkleidung an Mädchen in der Türkei

Foto: © YAKA-KOOPFoto: © YAKA-KOOP

Im Mai 2019 brauste Birgit Schmidt mit ihrem Rallye-Team „Simply the best“ im Rahmen der Europa-Orient-Rallye auch nach Van in die Südosttürkei, wo die TDF-Partnerorganisation YAKA-KOOP ihren Sitz hat. Im Vordergrund des Besuchs bei YAKA-KOOP stand, die starken Frauen persönlich kennenzulernen und Spenden für sie einzuwerben. Sehr erfolgreich, wie sich herausstellte.  

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Studie beweist: Strukturelle Benachteiligung betrifft Frauen weltweit

Ein Armutszeugnis für die Welt im 21. Jahrhundert – so könnte das Fazit aus der jüngsten Studie von Equal Measures 2030 lauten.

EM 2030 beschäftigt sich als unabhängiger Zusammenschluss aus Zivilgesellschaft und Privatsektor, dem u. a. African Women’s Development and Communication Network (FEMNET), die Bill & Melinda Gates Stiftung, KPMG International und andere führende regionale wie globale Organisationen angehören, mit der Gleichstellung der Geschlechter weltweit. Um diese messbar zu machen, hat EM 2030 in ihrer Studie den Fortschritt von 129 Ländern bei der Umsetzung der 17 Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) untersucht.

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Wolf im Schafspelz? Der AKP-nahe Verein Kadem und sein vermeintlicher Einsatz für „Geschlechtergerechtigkeit“ in der Türkei

Trotz staatlicher Repression: Aktivistinnen von YAKA-KOOP demonstrieren gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Foto: © YAKA-KOOPTrotz staatlicher Repression: Aktivistinnen von YAKA-KOOP demonstrieren gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Foto: © YAKA-KOOPImmer wieder macht die Türkei mit der Verfolgung und Verhaftung politischer AktivistInnen Schlagzeilen. Seit dem vermeintlichen Putschversuch 2016 ist staatliche Repression in dem Land am Bosporus an der Tagesordnung. Viele Menschen- und vor allem Frauenrechtsorganisationen wurden verboten. Eine jedoch wächst laut einem Bericht auf Spiegel Online ungebremst: Kadem. 45 Ableger zählt der regierungsnahe Verein bereits landesweit. Präsident Recep Tayyip Erdoğan ist regelmäßig Gast auf Veranstaltungen des Vereins, Gründungsmitglied und Vizepräsidentin ist seine Tochter Sümeyye.

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Gender-Kurse für die Polizei: Schutz für Frauen in Indien

Training mit Polizisten in Rachakonda. Foto: © Bhumika Training mit PolizistInnen in Rachakonda. Foto: © BHUMIKA Women's Collective Gewaltbetroffene Frauen in Indien erhalten von der Polizei oft wenig Unterstützung. Das will die TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation BHUMIKA Women's Collective ändern. Durch gezielte Schulungen sollen PolizistInnen den Umgang mit Fällen von geschlechtsspezifischer Gewalt lernen.

Was ist das Problem?

Gewaltbetroffene Frauen werden oft einfach wieder nach Hause geschickt. Anstatt ihre Anzeige aufzunehmen, wird ihnen geraten, sich mit dem Täter auszusöhnen. Nach traditioneller Vorstellung bietet eine Ehe den Frauen Schutz – unabhängig davon, ob sie darunter leiden. So werden Betroffene erneuter Gewalt ausgesetzt: Trauma und Ohnmacht wiederholen sich.

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Erst der Anfang: Erfolge des JugendbotschafterInnen-Projektes in Sierra Leone gegen FGM

Wollen ihren Einsatz fortsetzen: Projektbeteiligte und UnterstützerInnen beim letzten Runden Tisch. Foto: © AIMWollen ihren Einsatz fortsetzen: Projektbeteiligte und UnterstützerInnen beim letzten Runden Tisch. Foto: © AIM„Das war erst der Anfang“ – darüber sind sich beim letzten Runden Tisch alle einig. Und dabei haben sie schon viel erreicht: Von Juli 2017 bis Juli 2019 hat die TDF-Partnerorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM), mit der finanziellen Unterstützung von Sternstunden e.V. – Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks, 74 Jugendliche zu BotschafterInnen für Menschenrechte und dabei vor allem im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM – Female Genital Mutilation) ausgebildet. Mit dem Projekt erreichte AIM junge Menschen und erwachsene Begleitpersonen an 13 Schulen, einem Ausbildungszentrum und zwei Jugendclubs. Für ihren Einsatz erhielten die BotschafterInnen Schulstipendien für ein Jahr oder den gleichen Betrag für den Aufbau eines Kleinunternehmens. Indirekt kam das Projekt fast 60.000 EinwohnerInnen des Marampa Chiefdom in der Provinz Nord-West von Sierra Leone zugute. Ein toller Erfolg!

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Update zur Arbeit der BHUMIKA-Beratungsstelle in Indien

Hausbesuch nach einer Paarberatung wegen häuslicher Gewalt. Foto: © BhumikaHausbesuch nach einer Paarberatung wegen häuslicher Gewalt. Foto: © BHUMIKA Women’s CollectiveSich nie ganz sicher fühlen – eine Erfahrung, die in Deutschland die wenigsten kennen. Für Mädchen und Frauen in Indien ist dies oft trauriger Alltag. Die mit über 1,3 Milliarden EinwohnerInnen zweitbevölkerungsreichste Nation der Welt wird laut einer Umfrage der Thomson Reuters Foundation als weltweit gefährlichstes Land für Frauen eingestuft - noch vor Kriegsgebieten wie Afghanistan und Syrien. Wenn die offizielle Statistik bereits fast 40 Straftaten gegen Frauen pro Stunde zählt, wie viele Vorfälle müssen es dann tatsächlich sein?

Neu sind diese Erkenntnisse allerdings nicht - seit der brutalen Gruppenvergewaltigung und Ermordung einer Studentin in Neu-Delhi im Jahr 2012 hat das Thema Gewalt gegen Frauen nicht nur national, sondern auch international für einen Aufschrei und massive Proteste gesorgt. Geändert hat sich bislang aber nur wenig: Trotz der Bemühungen von Staat und Zivilgesellschaft, Frauen und Mädchen vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen, ist Gewalt gegen Frauen allgegenwärtig - die Fallzahlen steigen sogar, wie TERRE DES FEMMES berichtete.

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Frauen aus Nicaragua: So bin ich unabhängiger geworden! – Unser Kurzfilm zu Partnerorganisation MIRIAM

Nicaragua - tropisches Paradies, pulsierende Rhythmen? Nicht für Alle, denn viele Frauen leben dort in Gefahr... Gefahr, Gewalt zu erleiden, schlimmstenfalls getötet zu werden, oft vom eigenen Partner, und von Regierung, Justiz und Polizei nicht ausreichend Schutz zu erhalten.

Bilder sagen mehr als Worte...deshalb seht selbst, was das für Frauen in Nicaragua heißt und wie TERRE DES FEMMES und ihre Partnerorganisation MIRIAM für Frauenrechte kämpfen.

Worte helfen zu verstehen...deshalb kommen die Frauen selbst zu Wort und erzählen, wie sich ihr Leben und ihre Sicht durch MIRIAM verändert hat!

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Kaum bekannt und doch bittere Realität: Weibliche Genitalverstümmelung in Indien

: Auf die Frage, ob sie die FGM- Praktik an ihrer Tochter weiterführen würden, antworteten 75 Prozent der Befragten mit  "sehr unwahrscheinlich".  Grafik: © SAHIYOAuf die Frage, ob sie die FGM- Praktik an ihrer Tochter weiterführen würden, antworteten 75% der Befragten mit "sehr unwahrscheinlich". Grafik: © SAHIYOPatriarchale Macht, ob von Männern aufgezwungen oder von Frauen verinnerlicht und reproduziert, wird an erster Stelle über den weiblichen Körper ausgeübt. Die Bandbreite ist groß und geht bei vermeintlich harmlosen Schönheitsidealen los: Haare werden von sensiblen Stellen entfernt, Nasen schmaler und Brüste größer operiert, Fältchen kleiner und Lippen voluminöser gespritzt... aber die Vorherrschaft über den weiblichen Körper wird noch viel drastischer ausgetragen.

Die Dawoodi Bohra Gemeinschaft, eine ursprünglich aus dem Jemen stammende schiitisch-muslimische Sekte, gilt als gebildet und wohlhabend. Gleichzeitig sind sie die einzige Gruppe in Südasien, die regelmäßig Genitalverstümmelungen an Mädchen durchführt. Weltweit gibt es bis zu zwei Millionen Mitglieder, die meisten leben in West-Indien und Pakistan. Die Sekte ist recht klein, dies erhöht jedoch den Druck auf ihre Mitglieder, die Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung (engl. FGM) aufrecht zu erhalten. Eliza Kapadia, eine Ärztin aus der Dawoodi Bohra Gemeinschaft, fasst das in dem Artikel Female Genital Cutting: A Thousand Cuts that start with one in the WIRE wie folgt zusammen: „es geht nicht um die Kultur, es ist ein Herdentrieb.“

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Halbjahresbericht 2019 von YAKA-KOOP – Erfolge, Herausforderungen und Blick in die Zukunft

Mit Öffentlichkeitsarbeit macht YAKA-KOOP auf ihre wichtige Arbeit in Van aufmerksam. Foto: © YAKA-KOOPMit Öffentlichkeitsarbeit macht YAKA-KOOP auf ihre wichtige Arbeit in Van aufmerksam. Foto: © YAKA-KOOPYAKA-KOOP, die TDF-Partnerorganisation in der Türkei, hat sich in der ersten Hälfte dieses Jahres wieder intensiv für die Rechte von Mädchen und Frauen in der Provinz Van eingesetzt.

Mit ihrer Beratungsstelle unterstützt YAKA-KOOP Mädchen und Frauen, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind, und Hilfe benötigen. In den letzten sechs Monaten hat sich die Anzahl der Frauen, die YAKA-KOOP aufgesucht haben, von täglich zwei auf vier Frauen verdoppelt. Grund dafür ist, dass YAKA-KOOP seit einer Schließungswelle nach „Säuberungsaktionen“ infolge des vermeintlichen Putsches in der Türkei von 2016 die einzige Organisation ist, die noch zu geschlechterspezifischer Gewalt in der Region arbeitet. Wie wichtig ihr Angebot ist zeigen die Einzelschicksale der Betroffenen... so erhielt ein 16-jähriges Mädchen, das von einem 70-jährigen Mann misshandelt worden war, rechtliche Unterstützung durch einen Anwalt, der ehrenamtlich mit YAKA-KOOP zusammenarbeitet. In einem anderen Fall wurde ein Vater, der seine drei Kinder missbraucht hatte, von YAKA-KOOP verklagt und dank des unermüdlichen Einsatzes der Organisation zu 58 Jahren Haft verurteilt.

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