Archiv: Meldungen zur internationalen Zusammenarbeit

Neue Spendenaktion zum Welt-Mädchentag

Nazali mit ihrem Sohn. Foto: © TERRE DES FEMMESNazali mit ihrem Sohn. Foto: © TERRE DES FEMMESTERRE DES FEMMES ruft zum Welt-Mädchentag am 11.10.2017 erneut zu Spenden für ihre Partnerorganisation APDF in Mali auf. Von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen finden in den Gewaltschutzzentren der APDF nicht nur sichere Notunterkunft, sondern auch medizinische, psychologische und juristische Betreuung. Nazali (Foto, Name geändert), ist eines der Mädchen, das Zuflucht im Frauenschutzhaus fand. Nachdem sie aufgrund ihrer Schwangerschaft von ihrem Verlobten und ihrer Familie verstoßen wurde, fand sie Unterkunft im Frauenschutzhaus der APDF in Bamako. Dort konnte sie ihren Sohn zur Welt bringen und nimmt momentan an APDF-Schulungen teil, um sich ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen.

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Die kämpferischen Frauen von Van: TDF Partnerorganisation YAKA-KOOP wehrt sich gegen Zwangsheirat

YAKA-KOOP mit lauter Stimme für Frauenrechte in der Türkei. Foto: © YAKA-KOOPYAKA-KOOP mit lauter Stimme für Frauenrechte in der Türkei.
Foto: © YAKA-KOOP
Menschenrechte - derzeit ein heikles Thema in der Türkei. Besonders schlimm trifft es die Frauen. Doch sie wehren sich. In der aktuellen Ausgabe der Emma erzählt Necla Kelek, wie eine Frauenorganisation aus dem ostanatolischen Van gegen Kinderehen und andere Gewalt an Mädchen und Frauen kämpft. Und mit Erfolg immer mehr Unternehmen auf ihre Seite zieht.

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Mehr Geld für die Internationale Zusammenarbeit - mehr Geld für Frauenprojekte weltweit!

Logo Kampagne NullkommasiebenTERRE DES FEMMES unterstützt die von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung initiierte Kampagne 0,7 FERTIG – LOS. Seit 1970 soll Deutschland jährlich 0,7% des Bruttonationaleinkommens für Internationale Zusammenarbeit (IZ) ausgeben. Zum ersten Mal - 46 Jahre später - wurde diese internationale Vereinbarung im Jahr 2016 eingelöst. Dies wurde allerdings auch nur mithilfe eines Tricks bewerkstelligt: die Kosten für Geflüchtete in Deutschland wurden ganz einfach dem IZ-Ressort zugerechnet. Gemeinsam mit der DSW und einigen anderen Organisationen fordern wir, dass Deutschland fair spielt.

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Opfer und Täterinnen zugleich – was der „Machismo“ mit Frauen in Nicaragua macht und wie sie es schaffen, gewaltfrei zu leben. Zwei Psychologinnen berichten…

Lidia Moreno, psychologische Beraterin von MIRIAM in Estelí, im Interview. Foto: © Itzel ChavarríaLidia Moreno, psychologische Beraterin von MIRIAM in Estelí, im Interview. Foto: © Itzel ChavarríaNicaragua – auf der einen Seite beliebtes Urlaubsziel mit Traumstränden an Karibik und Pazifik. Auf der anderen Seite eine der höchsten Gewaltraten gegen Frauen weltweit. Befeuert wird sie durch den nach wie vor starken „Machismo“,  demgemäß Frauen das „schwache Geschlecht“ und Männern untergeordnet sind, einflussreiche Institutionen wie die katholische Kirche, die konservative Rollenbilder propagieren, und eine ebenso langsame wie ineffiziente Umsetzung  geltender Gesetze. Von den Reformen am Gewaltschutzgesetz („Ley 779“) zu Ungunsten der Frauen ganz zu schweigen.

Allein in den acht Monaten des laufenden Jahres zählte das zentralamerikanische Land 40 Frauenmorde. In Nicaragua gibt es weltweit die meisten Teenager-Schwangerschaften – diese resultieren in der Mehrzahl aus sexuellem Missbrauch. Zudem gilt ein totales Abtreibungsverbot, auch bei medizinischer Notwendigkeit oder nach einer Vergewaltigung. Gewalt gegen Frauen gehört in vielen Familien zum Alltag. Auch viele der betroffenen Frauen stellen sie nicht in Frage, sondern sehen sie als legitime Bestrafung bei Verstößen gegen herrschende Machtstrukturen. Manche Frauen sind selbst gewalttätig, z.B. ihren Kindern gegenüber. Sie leben und verteidigen machistische Rollenbilder und erziehen ihre Kinder danach. Überspitzt könnte man sagen, sie sind Opfer und Täterinnen zugleich.

MIRIAM, die Partnerorganisation von TERRE DES FEMMES in Nicaragua, berät Frauen mit Gewalterfahrung psychologisch. Wir wollen von den Psychologinnen des MIRIAM-Teams wissen, wie sie das genau machen und was ausschlaggebend ist, damit Frauen ein Leben frei von Gewalt führen können. Im Interview sprechen wir mit Scarleth Díaz, seit 2007 psychologische Beraterin in der Hauptstadt Managua, und Lidia Moreno, seit 2001 psychologische Beraterin in der Stadt Estelí im Norden des Landes.

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„Das, was du bei MIRIAM lernst, lebst du“ – Wie ein feministisches Stipendiatinnenprogramm in Nicaragua Frauen aus der Gewalt hilft

Ex-Stipendiatin Juliette Gradín (ganz rechts) lauscht den Berichten der anderen Frauen. Foto: © TERRE DES FEMMESEx-Stipendiatin Juliette Gradín (ganz rechts) lauscht den Berichten der anderen Frauen. Foto: © TERRE DES FEMMESEin heißer Nachmittag in der Stadt Estelí im Norden Nicaraguas. 11 Frauen zwischen 19 und 50 Jahren treffen sich bei einer der ihren zu Hause. Zur Begrüßung werden Umarmungen und Küsschen vergeben. Stühle, Snacks und Getränke stellen die Frauen in den Innenhof – dort ist es kühler.

Ein Kaffeekränzchen unter Nachbarinnen? Keineswegs, denn diese elf Frauen verbindet Anderes: Sie haben häusliche Gewalt in ihren Familien oder Partnerschaften erlebt. Meist über Jahre hinweg. Sich eines Tages mit einem höheren Bildungsabschluss ein besseres Leben ermöglichen zu können schien ausgeschlossen. Weil das Geld fehlte. Bildung in der Familie nicht zählte. Oder der Partner es nicht wollte.

Und doch haben schließlich alle Frauen studiert oder studieren noch. Und sich Schritt für Schritt aus ihren gewaltvollen Beziehungen gelöst. Wie sie das geschafft haben? Durch die Unterstützung von MIRIAM, der Partnerorganisation von TDF in Nicaragua. Sie finanziert derzeit 10 jungen Frauen aus armen Verhältnissen in Managua, Matagalpa und Estelí das Universitätsstudium. Berücksichtigt wird neben guten schulischen Leistungen auch, ob eine Frau alleinerziehend ist oder bei einer alleinerziehenden Mutter aufgewachsen ist.

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„Wer soll das bezahlen, wenn nicht ich?“ – Eine Kleinunternehmerin aus Nicaragua erzählt….

Kleinunternehmerin Josefina stellt uns ihr Business vor: Kunsthandwerk. Ihr Haus ist Fabrik und Laden in einem. Foto: © Itzel ChavarríaKleinunternehmerin Josefina stellt uns ihr Business vor: Kunsthandwerk. Ihr Haus ist Fabrik und Laden in einem.
Foto: © Itzel Chavarría
Wir betreten das Haus der frisch gebackenen Kleinunternehmerin Josefina del Socorro-Vallorín in der Stadt Estelí im Norden Nicaraguas. Die geschäftige Frau setzt sich gar nicht erst hin, sofort werden wir an ihren Arbeitstisch zitiert. Hier stellt sie Blumengestecke und anderen Dekor aus Schaumgummi her.

Mit dem Ziel, ihre finanzielle Situation zu verbessern, nahm Josefina an einer zertifizierten Handarbeitsausbildung teil – angeboten von MIRIAM, der Partnerorganisation von TERRE DES FEMMES. Mit 52 Jahren wagte sie einen Neuanfang.

Doch: So soll frau an Geld kommen und ihr Leben verbessern? In Nicaragua, einem Land, in dem die meisten Frauen im so genannten informellen Sektor arbeiten – ohne Arbeitsvertrag, Rechte und soziale Absicherung. Kaum vorstellbar. Josefina del Socorro-Vallorín weiß es besser.  

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Starke junge Stimmen gegen FGM: TDF und Sternstunden e.V. fördern neues Ausbildungsprogramm für über 100 JugendbotschafterInnen in Sierra Leone

Jugendbotschafterinnen in Sierra Leone machen mobil gegen FGM. Foto: © Dörte Rompel. Jugendbotschafterinnen in Sierra Leone machen mobil gegen FGM.
Foto: © Dörte Rompel.
Lunsar, Sierra Leone, 80 km nordöstlich der Hauptstadt Freetown: Hier kämpft Amazonian Initiative Movement (AIM), Partnerorganisation von TERRE DES FEMMES (TDF), seit 2003 gegen die dort weit verbreitete weibliche Genitalverstümmelung von Mädchen und jungen Frauen (FGM). Eine herausfordernde, oft auch gefährliche Arbeit in einem Land, in dem es noch immer kein gesetzliches Verbot gegen FGM gibt und Beschneiderinnen politische Macht und gesellschaftlichen Einfluss genießen.

Im Kampf gegen FGM und für das Selbstbestimmungsrecht von Mädchen und jungen Frauen setzt AIM immer stärker auf die besondere Fähigkeit junger Menschen, Wandel in die Gesellschaft zu tragen. Nachdem 2016 im Distrikt Koinadugu ein Pilotprojekt zur Ausbildung erster „Peer Ambassadors“, zu deutsch JugendbotschafterInnen, erfolgreich abgeschlossen werden konnte, geht es jetzt mit der finanziellen Unterstützung von TDF und Sternstunden e.V. in die nächste Runde.

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Frauen mit Rat und Tat aus der Gewalt helfen – TERRE DES FEMMES fördert eine Beratungsstelle in einer Polizeistation in Indien

Gewaltbetroffene Frauen schützen und stärken - dafür arbeiten Polizei und Frauenrechtlerinnen zusammen. Foto: © BHUMIKA Women's CollectiveGewaltbetroffene Frauen schützen und stärken
- dafür arbeiten Polizei und Frauenrechtlerinnen zusammen.
Foto: © BHUMIKA Women's Collective
Darshana* ist am Ende ihrer Kräfte. Täglich wird die junge Ehefrau von ihrem Mann geschlagen. Er hat vor einem halben Jahr seinen Job verloren und zu trinken begonnen. Die Schläge werden immer häufiger, immer brutaler. Darshana weiß: sie muss etwas ändern, wenn sie überleben will. Eine Freundin drängt sie, ihren Ehemann anzuzeigen. Darshana zögert. Sie hat Angst. Wird die Polizei ihr glauben? Kann die Polizei ihr helfen? Und danach? Wie wird ihr Leben weitergehen?

Mit diesen Fragen will das BHUMIKA Women’s Collective, die Partnerorganisation von TERRE DES FEMMES (TDF) in Indien, Frauen nicht alleine lassen. Deshalb hat die Organisation an Orten, an denen Gewalt gegen Frauen im zentralindischen Bundesstaat Telangana besonders häufig vorkommt, Beratungsstellen eingerichtet und direkt an Polizeistationen angegliedert. Eines dieser so genannten „Support Centres for Women and Children“, in der Kleinstadt Karimnagar, unterstützt TDF seit 2017.

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Umkämpfte Frauenrechte in Mexiko und Mittelamerika – Berichte aus erster Hand

v.l.n.r.: Birgitta Hahn (Referat Internationale Zusammenarbeit), Regina Tamés (GIRE)  und TDF-Vorstandsfrau Inge Bell. Foto: © TERRE DES FEMMESv.l.n.r.: Birgitta Hahn (Referat Internationale Zusammenarbeit), Regina Tamés (GIRE) und TDF-Vorstandsfrau Inge Bell.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Am 30. Juni 2017 besuchte die mexikanische Frauenrechtsanwältin Regina Tamés TERRE DES FEMMES in Berlin. Als Leiterin der 1992 gegründeten Nichtregierungsorganisation GIRE (Grupo de Información en Reproducción Elegida) mit Sitz in Mexiko-Stadt setzt sie sich gemeinsam mit ihrem 40-köpfigen-Team für die reproduktiven Rechte von Mädchen und Frauen in Mexiko und ganz Mittelamerika ein. Entschlossen kämpft GIRE nicht nur auf gerichtlicher und politischer Ebene dafür, dass Frauen frei entscheiden können, ob, wann und wie viele Kinder sie bekommen. Sie sorgt mit Kampagnen und Trainings auch dafür, dass diese Rechte in der Bevölkerung und bei Behörden bekannt sind, respektiert werden und geltend gemacht werden können.

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...Mali: „APDF hat mein Leben gerettet“

Alimata Traoré. Foto: © TERRE DES FEMMESAlimata Traoré. Foto: © TERRE DES FEMMESWährend unseres Projektbesuchs im März 2017 in Mali konnten wir mit Frauen im Frauenschutzhaus unserer Partnerorganisation APDF in Bamako Gespräche führen. Alimata Traoré ist uns ganz besonders zu Herzen gegangen. Sie hat uns einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig die Arbeit von APDF ist, für die wir im Juni 2017 eine Spendenaktion gestartet haben.

Im Jahr 2014 musste Alimata Traoré (Name wurde geändert) aus ihrer Heimatstadt Timbuktu fliehen. Islamistische Terrorgruppen hatten den Norden Malis seit 2012 unter ihrer Gewaltherrschaft. Alimata Traoré wurde mehrfach vergewaltigt. Im weit entfernten Frauenschutzhaus der APDF in Bamako hat sie schließlich Schutz gefunden.

„Ich kann nicht darüber reden, was mir angetan wurde. Aber ich will davon reden, dass APDF mein Leben gerettet hat.“

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TERRE DES FEMMES e.V. beim 29. Africa Festival in Würzburg

 

Tiranke Diallo und Susanne Meister. Foto:  © S. MeisterTiranke Diallo und Susanne Meister. Foto: © S. MeisterVom 25. bis zum 28. Mai 2017 fand in Würzburg das 29. Africa Festival International statt. In diesem Jahr stand es unter dem Motto „Für die Unversehrtheit von Frauen und Kindern! Gegen die weibliche Genitalverstümmelung!“ TERRE DES FEMMES setzt sich seit 1981 gegen diese schwere Menschenrechtsverletzung ein. So war TDF auch in Würzburg mit einem Infostand vertreten.

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Globales Lernen: TDF-Referat Internationale Zusammenarbeit macht Veranstaltungen mit Schulen

 

Engagierte LäuferInnen gegen weibliche Genitalverstümmelung. Foto: © Elisabeth-Lüders-Berufskolleg, Hamm Engagierte LäuferInnen gegen weibliche Genitalverstümmelung.
Foto: © Elisabeth-Lüders-Berufskolleg, Hamm
Frauenrechte weltweit sind ein relevantes Thema – gerade für junge Menschen, deren Bewegungsradius in einer globalisierten Welt weit verzweigt ist. Das TDF-Referat für Internationale Zusammenarbeit kommt immer häufiger mit interessierten SchülerInnen und LehrerInnen zusammen, die um Informationen, Veranstaltungen und Kooperationen anfragen. Dabei geht es nicht nur um Themen zur frauenrechtlichen Lage und Erfahrungsberichte aus diversen Ländern. Engagierte SchülerInnen und LehrerInnen setzen sich darüber hinaus auch konkret für Frauenrechte ein.

Hier ein paar Beispiele...

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Austauschschülerinnen für Kenia informieren sich bei TERRE DES FEMMES

Herr Dr. Aulke (Mitte) mit den Teilnehmerinnen des Austauschprogrammes und den TDF-Mitarbeiterinnen (v.l: Idah Nabateregga, Renate Staudenmeyer und Christa Stolle). Foto: © Laura BrandtHerr Dr. Aulke (Mitte) mit den Teilnehmerinnen des Austauschprogrammes und den TDF-Mitarbeiterinnen (v.l: Idah Nabateregga, Renate Staudenmeyer und Christa Stolle). Foto: © Laura BrandtDie weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation - FGM) ist ein Thema, welches TERRE DES FEMMES bereits zur Zeit der Gründung sehr beschäftigte. 1981 waren bei uns in Deutschland dazu kaum Informationen zu finden. Während andere Menschenrechtsverletzungen von der EU aufgegriffen und öffentlich geächtet wurden, ließ die Politik die Opfer mit diesem Schicksal allein. Wir können mit Stolz heute feststellen, dass TERRE DES FEMMES über die Jahre einiges dazu beigetragen hat, dass FGM heute einer breiten Öffentlichkeit ein Begriff ist, mittlerweile in vielen Ländern ausdrücklich gesetzlich verboten wurde und sich viele Menschen für die Abschaffung dieser grausamen Tradition weltweit einsetzen.

So auch Dr. Reinhard Aulke, Lehrer und Didaktischer Leiter an der Alexander-von Humboldt Schule in Wittmund. Dort unterrichtet er unter anderem das Seminarfach „Globales Lernen“, welches Bildungsangebote im Lernbereich Globale Entwicklung macht. Einige Schülerinnen schreiben ihre Facharbeit zur Frage der weltweiten Achtung von Frauenrechten, wobei sie auch auf das Ritual der weiblichen Genitalverstümmelung in Ländern des afrikanischen Kontinents eingehen. Für diese Schülerinnen hat die Schule ein Austauschprogramm mit einem Mädcheninternat in Chogoria/Kenia organisiert. Im Rahmen dieses Projektes werden nun im Mai 2017 sieben deutsche Schülerinnen aus dem Seminarfach für zehn Tage nach Kenia reisen und dort gemeinsam mit kenianischen Mädchen im Internat der Chogoria Girl’s High School wohnen. Gemeinsam mit den dort lebenden Schülerinnen wollen sie sich in einem sozialen Bildungsprojekt engagieren, welches Grundschülerinnen darin unterstützt, selbstbewusst mit ihrer familiären und sozialen Situation umzugehen. Das Projekt wurde von dem Internat selbst ins Leben gerufen und soll Mädchen darin bestärken, sich gegen FGM zu wehren und andere Mädchen zu unterstützen, die direkt gefährdet sind.

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„Es schlägt einem aufs Herz“ - Das Trauma der Frauen, die in Burkina Faso jahrzehntelang Beschneidungen an Mädchen durchgeführt haben

 

Rakieta Poyga, Leiterin von Association Bangr Nooma und Frau Gira, in Toukin. Foto: © TERRE DES FEMMESRakieta Poyga, Leiterin von Association Bangr Nooma und Frau Gira, in Toukin. Foto: © TERRE DES FEMMESDer 18. Mai ist in Burkina Faso seit 2010 ein nationaler Aktionstag im Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung. Auch für TERRE DES FEMMES ist es ein besonderer Tag, den wir in Solidarität mit unserer Partnerorganisation Bangr Nooma begehen. Seit 1998 kämpfen wir gemeinsam darum, dass die weibliche Genitalverstümmelung in Burkina Faso nicht weiter praktiziert wird. Bei unserem TERRE DES FEMMES - Besuch 2016 in Burkina Faso zur Beerdigungszeremonie der Beschneidungswerkzeuge in der Region Toukin hatten wir die Möglichkeit, eine ehemalige Beschneidungsassistentin zu interviewen.

Dieses Interview gibt einen Einblick in den Schmerz und die Trauer einer Generation von Frauen, die Mädchen beschnitten haben. Das Interview wurde von unserer ehrenamtlichen Projektkoordinatorin Burkina Faso, Irma Bergknecht, im November 2016 in Ouagadougou durchgeführt.

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Bauen in Mali gegen Gewalt an Frauen

Ein Gewaltschutzzentrum wie dieses von APDF in Bamako soll nun im Norden Malis gebaut werden. Foto: © TERRE DES FEMMESEin Gewaltschutzzentrum wie dieses von APDF in Bamako soll nun im Norden Malis gebaut werden.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Ein Interview mit einem deutschen Architekten, der beim Bau des zukünftigen Gewaltschutzzentrums für Frauen in Gao, Mali beratend zur Seite steht.

TERRE DES FEMMES (TDF) arbeitet seit 2009 mit der Frauenrechtsorganisation APDF (Association pour le Progès et la Défense des Droits des Femmes) in Bamako, Mali zusammen. Dort wurde ein Jahr später das erste Gewaltschutzzentrum unter der Mitarbeit des deutschen Architekten gebaut. Finanziert von einem privaten Kölner Investor, betreute TDF dieses Bauvorhaben. Seit 2016 hat TDF die Zusammenarbeit mit APDF intensiviert und plant seitdem ein weiteres Gebäude im Norden Malis, in der Region Gao. Der Architekt wird erneut die Beratung beim Bau des neuen Gewaltschutzzentrums übernehmen.

Nicht nur für TDF auch für die APDF-Frauen ist es eine Besonderheit, wenn sich Männer für Frauenrechte einsetzen. Warum er sich gerade für dieses Projekt engagiert und welche Besonderheiten er vor Ort antrifft, schildert er im Interview mit TDF.

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Projektbesuch von TERRE DES FEMMES bei ihrer Partnerorganisation in Bamako/Mali und grünes Licht für den Aufbau eines Frauenschutzhauses in Gao/Nordmali

Renate Staudenmeyer und Susanne Meister zusamen mit den Frauen der malischen Partnerorganisation APDFNach der Unterzeichnung der Projektvereinbarung (stehend vierte von links Ami Koné Diakité (Programmverantwortliche APDF), daneben Renate Staudenmeyer (TDF-Referat IZ), rechts davon: Bintou Coulibaly Diawara (Präsidentin APDF), dritte von rechts: Susanne Meister (TDF-ehrenamtliche Projektkoordinatorin).
Foto: © TERRE DES FEMMES

Vom 24.03.-03.04.2017 waren Renate Staudenmeyer/Referat Internationale Zusammenarbeit und Susanne Meister/TDF-ehrenamtliche Projektkoordinatorin in Mali, um das neue Projekt mit unserer Partnerorganisation APDF tatkräftig voranzubringen: der Aufbau eines Frauenschutzhauses in Gao/Nordmali ist ein großes und mutiges Projektvorhaben.

Für TERRE DES FEMMES (TDF) war es bei dem Projektbesuch vor Ort zuerst angesagt mit der malischen Partnerorganisation APDF die grundsätzliche Zusammenarbeit zu klären und die evtl. Risiken abzuwägen. Die Situation in der Region Nordmali ist noch immer sehr angespannt und die Bevölkerung leidet unter dem Terror von dschihadistischen und anderen Rebellengruppen.

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Bilanz eines leidvollen Weges in ein selbstbestimmtes Leben: Fatoumata Diawara im Film MALI BLUES

Bei der Filmpremiere von MALI BLUES im Kantkino/Berlin im September 2016 trafen wir Fatoumata Diawara (v.l.n.r.: Susanne Meister TDF, Fatoumata Diawara, Renate Staudenmeyer TDF). Foto: © S. MeisterBei der Filmpremiere von MALI BLUES im Kantkino/Berlin im September 2016 trafen wir Fatoumata Diawara (v.l.n.r.: Susanne Meister TDF, Fatoumata Diawara, Renate Staudenmeyer TDF). Foto: © S. MeisterDerzeit läuft in deutschen Kinos der Film MALI BLUES. Das westafrikanische Land Mali gilt als Wiege des Blues, den verschleppte Sklaven auf die Baumwollfelder Amerikas brachten, traditionelle Musik hält schon seit Jahrhunderten seine Gesellschaft zusammen. Doch Malis Musik ist in Gefahr. Radikale Islamisten führen im Norden des Landes die Scharia ein, verbieten Tanz und weltliche Musik, zerstören Instrumente und bedrohen die Musiker, von denen viele um ihr Leben fürchten und aus der Region um Timbuktu und Kidal fliehen. Der Islamistische Terror hat sich mittlerweile auch auf andere Teile Malis ausgeweitet. Der UNO-Missionseinsatz MINUSMA wird verstärkt, mit im Einsatz ist auch die deutsche Bundeswehr.

Der Kinofilm MALI BLUES erzählt die Geschichten von vier MusikerInnen aus dem westafrikanischen Land, die Hass, Misstrauen und Gewalt in ihrem Land und eine radikale Auslegung des Islam nicht akzeptieren wollen. Mit ihrer Musik setzen sie sich ein für einen tolerant gelebten Islam, für ein Land in Frieden, für Freiheits- und Frauenrechte.

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Haidama Esther aus Kamerun im Interview – über Schule, Heirat und die Liebe zum PC

Haidama Esther am PC. Photo: © AAFMHL Haidama Esther am PC. Photo: © AAFMHL Haidama Esther kommt aus Kamerun. Sie gehört zur Volksgruppe der Mafa. Mit Unterstützung von TERRE DES FEMMES hat sie als eines der ersten Mafa-Mädchen einen Schulabschluss gemacht (dem deutschen Realschulabschluss vergleichbar) und eine Ausbildung als PC-Fachkraft abgeschlossen (einer Ausbildung als Sekretärin in Deutschland vergleichbar). Im Interview erzählt Haidama von ihrem Leben und ihren Träumen...

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Eine Woche bei der Frauenrechtskommission in New York

Eva Ritte und Tiaji Sio am ersten Tag des Jugendforums im großen Konferenzsaal 4 des VN Headquarters in New York. Foto: © Tiaji Sio/Eva RitteEva Ritte und Tiaji Sio am ersten Tag des Jugendforums im großen Konferenzsaal 4 des VN Headquarters in New York.
Foto: © Tiaji Sio/Eva Ritte
Junge Menschen werden am längsten betroffen sein von politischen Entscheidungen, die heute getroffen werden. Dennoch sitzen sie meistens nicht am Verhandlungstisch. Um dieser Tendenz auf internationaler Ebene entgegenzuwirken, betreut die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen schon einige Jahre ein Jugenddelegiertenprogramm, das zwei junge Menschen zur Generalversammlung der Vereinten Nationen (VN) schickt. Seit diesem Jahr gibt es auch ein Programm mit dem Schwerpunkt Gendergerechtigkeit: das Jugendbeobachter_innenprogramm zur Frauenrechtskommission. Hierdurch bekamen Tiaji Sio und ich, beide zivilgesellschaftlich aktiv in diesem Bereich, die Möglichkeit im März 2017 eine Woche bei den Vereinten Nationen in New York zu verbringen.

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Nein zu Früh- und Zwangsverheiratung in der Türkei und Deutschland - Bericht zur Veranstaltungsreihe von TERRE DES FEMMES 2017

Morus 14: Hier warten zahlreiche Gäste das türkische drei-Gänge-Menü. Foto: @ Wilfried WinzerMorus 14: Hier warten zahlreiche Gäste auf das türkische drei-Gänge-Menü. Foto: @ Wilfried WinzerAm 8. März, dem Internationalen Frauentag, machen Frauenorganisationen aus aller Welt auf Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen aufmerksam, feiern aber auch Fortschritte im Kampf um Gleichberechtigung und Selbstbestimmung.

TERRE DES FEMMES (TDF) organisierte zum Frauentag 2017 sieben Veranstaltungen zum Thema „Nein zu Früh- und Zwangsverheiratung in der Türkei und Deutschland“ .

Dabei wurde YAKA-KOOP, die Partnerorganisation von TDF im Osten der Türkei, vorgestellt. Seit 2002 leistet YAKA-KOOP Aufklärungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit zum Thema Früh-und Zwangsverheiratung und Gewalt im Namen der Ehre. Betroffene können sich juristisch und psychologisch beraten lassen. Auch unterstützt die Organisation Frauen bei der Ausbildung und Erwirtschaftung eines eigenen Einkommens. Ein Video stellt die Arbeit von YAKA-KOOP vor.

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