Neuigkeiten von den JugendbotschafterInnen aus Sierra Leone

Die JugendbotschafterInnen der J.S. Mans Sekundarschule mit ihrer Begleitperson. Foto: © Uman Deen Kamara Die JugendbotschafterInnen der J.S. Mans Sekundarschule mit ihrer Begleitperson. Foto: © Uman Deen KamaraSeit Mitte Juli 2017 unterstützen TERRE DES FEMMES und Sternstunden – Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks ein Projekt zur Ausbildung von JugendbotschafterInnen für Menschenrechte in Sierra Leone. Umgesetzt wird es von der langjährigen TDF-Partnerorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM). Ziel ist die Prävention von weiblicher Genitalverstümmelung (engl. FGM) mit Hilfe von Aufklärung durch SchülerInnen und andere Jugendliche.

Der neue Projektbericht verrät, dass die 74 JugendbotschafterInnen in den sechs Monaten von Februar bis Juli 2018 wieder sehr aktiv waren: Gemeinsam entwickelten sie Theaterstücke, Sketche, Gedichte und Lieder zur Aufklärung über FGM, die sie im Juli 2018 vor 6.300 Gästen an 16 Schulen und Jugendzentren uraufführten. Sie zeigten sich dabei besonders kreativ in der Darstellung der Hintergründe und typischen Vorläufer von FGM, wie etwa dem Druckaufbau durch Familie und Gemeinde oder auch der Verharmlosung der Folgen von FGM.

Die besten Anti-FGM-Songs wurden auf CD aufgenommen und an die teilnehmenden Schulen, Jugendzentren und bekannte Radiosender verteilt. Durch die Verbreitung der Lieder über das Radio konnten knapp 500.000 Menschen erreicht werden. Ein toller Erfolg!

Eine Jugendbotschafterin der A.D. Wurrie Sekundarschule zeigt ihre Urkunde für die Darbietung eines besonders bewegenden Gedichts gegen FGM. Foto:  © Uman Deen KamaraEine Jugendbotschafterin der A.D. Wurrie Sekundarschule zeigt ihre Urkunde für die Darbietung eines besonders bewegenden Gedichts gegen FGM. Foto: © Uman Deen Kamara

Ein weiteres Highlight war die Gestaltung von eigenen Radiosendungen zur Aufklärung über FGM. Ausgewählte JugendbotschafterInnen wurden von einem professionellen Journalisten extra dafür geschult. Während der Sendungen fand eine Diskussion mit dem Moderator statt, die die BotschafterInnen geschickt nutzten, um die Öffentlichkeit über ihre Tätigkeiten und FGM zu informieren. Anschließend gab es Raum für Fragen von ZuhörerInnen, die souverän von den BotschafterInnen beantwortet wurden. Den Live-Übertragungen auf zwei Radiosendern im Juni und Juli 2018 lauschten jeweils ca. 250.000 Menschen im Distrikt Port Loko.

Eine der wichtigsten Aufgaben der JugendbotschafterInnen bleibt es, ihre Freundeskreise und Gemeinden in persönlichen Gesprächen über die Hintergründe und Folgen von FGM aufzuklären, Probleme offen anzusprechen und Betroffenen weiterzuhelfen. All das lernen die BotschafterInnen in Workshops. Der zweite von insgesamt drei großen Workshop fand im Juni 2018 statt. Die BotschafterInnen setzten sich dabei vor allem mit den psychosozialen Folgen von FGM, verschiedenen Techniken zur Stressbewältigung und Selbstakzeptanz und der Entkräftung von Mythen bezüglich FGM auseinander.

JugendbotschafterInnen bekräftigen beim zweiten Workshop ihren Einsatz gegen FGM. Foto:© AIMJugendbotschafterInnen bekräftigen beim zweiten Workshop ihren Einsatz gegen FGM. Foto:© AIMDas Feedback war sehr positiv und die JugendbotschafterInnen befanden übereinstimmend, dass das Erlernte hilfreich für ihre Aufklärungsarbeit sei.

Das Projekt läuft noch bis Mitte Mai 2019. Wir freuen uns, dann über die erreichten Ergebnisse und Wirkungen zu berichten.

 

Stand: 11/2018

 

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