„Frauen müssen am Wandlungsprozess in Israel mitgestalten“ - Delegationstreffen mit den Abraham Fund Initiatives aus Israel

Anton Goodmann von der AFI beim Delegationstreffen mit TERRE DES FEMMES-Vertreterinnen Maja Wegener (links) und Ariane Leeven (rechts). Foto:  © TERRE DES FEMMESAnton Goodmann von der AFI beim Delegationstreffen mit TERRE DES FEMMES-Vertreterinnen Maja Wegener (links) und Ariane Leeven (rechts). Foto: © TERRE DES FEMMESEin gelungenes Treffen, so könnte man sagen! Am 24. April 2018 besuchte uns Anton Goodman, der Entwicklungsdirektor der Abraham Fund Initiatives, in Berlin in der Geschäftsstelle von TERRE DES FEMMES.

Bei diesem Delegationstreffen fand zwischen Herrn Goodman und Maja Wegener, Abteilungsleiterin bei TERRE DES FEMMES, sowie Ariane Leeven in Vertretung für das Referat Internationale Zusammenarbeit ein reger Austausch über die Arbeit der Organisationen statt. Die Stärkung von Frauenrechten ist ein wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Wandels.

Die Abraham Fund Initiatives sind eine israelische Menschenrechtsstiftung, die sich insbesondere für die Gleichberechtigung der jüdischen und arabischen BürgerInnen Israels einsetzt. Ihr Ziel ist es, „ein Klima der Diversität zu schaffen“, so Anton Goodman. Um wirklich Wandlungs- und Friedenprozesse voranzubringen, wird eine hohe Sensibilität benötigt.

Auch die Arbeit gezielt für mehr Frauenrechte haben sie sich zur Passion gemacht. Denn gerade in Gesellschaften, in denen sich eine Mehrheit und eine Minderheit konfliktreich gegenüberstehen, wie in Israel, müssen Frauen meist noch mehr zurückstecken, wenn Geschlechtergleichstellung eben nicht höchste Priorität hat.

Aus diesem Grund unterstützen die Abraham Fund Initatives das Empowerment von Frauen und versuchen arabischen, wie jüdischen Frauen das öffentliche und politische Leben besser zugänglich zu machen. Frauen sollen an der öffentlichen Meinung teilhaben und mitgestalten und damit Vorbild für andere sein.

Gibt es dabei Anknüpfungspunkt an das Referat Internationale Zusammenarbeit von TDF?

TERRE DES FEMMES kooperiert selbst bereits seit 15 Jahren mit einer Partnerorganisation in Israel/Palästina. Dies macht den fachlichen Austausch sehr interessant.

LAKIA – Association for the Improvement of Women’s Status wurde nach dem gleichnamigen beduinischen Siedlungsgebiet Lakyia am Rande der Negev Wüste benannt. Die Initiative wurde 1996 von Beduininnen gegründet, um den Zugang zu Bildung für beduinische Mädchen und Frauen zu verbessern und baut auf unterschiedlichen Pfeilern auf, um dieses Ziel zu erreichen.

Bei der Gründung des israelischen Staates wurden den beduinischen Völkern - traditionelle NomadInnen der Negev Wüste - ihre tradierten Landrechte aberkannt und sie wurden zwangsangesiedelt. Mit der Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit und Umstrukturierung ihrer Lebensumstände veränderten sich auch die Pflichten der Frauen. Sie wurden mehr und mehr in den häuslichen Raum und damit in eine Haushaltsrolle gedrängt. Viele Beduininnen verloren so einen wichtigen Teil ihrer Freiheiten.

Durch einkommensschaffende Maßnahmen für beduinische Frauen und Diskussionsrunden über ihren Lebensalltag und ihre Rechte, sowie mit Alphabetisierungs- und Bildungsprogrammen unterstützt LAKIA diese Mädchen und Frauen. Stück für Stück erwirken sie so ein Aufbrechen der diskriminierenden Rollenmuster.

Die Abraham Fund Initiatives erhoffen sich von möglichen Partnerinnen wie TERRE DES FEMMES und LAKIA die besten Strategien im Kampf für Geschlechtergerechtigkeit zu erlernen.

 

Stand 05/2018

 

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