Aktuelles zum Thema Gleichberechtigung und Integration

TERRE DES FEMMES e. V. hat ein bundesweites Netzwerktreffen für Lehrkräfte initiiert

Am 15. Juni 2021 hat das erste, von TERRE DES FEMMES initiierte Netzwerktreffen
zu dem Thema „Traditionsbedingte Gewalt an Mädchen und
Interventionsmöglichkeiten von Lehrkräften“ stattgefunden. An dem digitalen Treffen
haben 28 LehrerInnen, PädagogInnen und SozialarbeiterInnen aus ganz Deutschland
teilgenommen.

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STARK! geht in die zweite Runde

DSC 0151 min©Erman AksoyAm Samstag, den 26. Juni 2021, hat sich die zweite Töchter-Väter-Gruppe des Berliner Projekts „STARK! Töchter und Väter gemeinsam für Gleichberechtigung“ kennengelernt.

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Gemeinsam im Einsatz für Frauenrechte – Männer an der Seite von starken Töchtern und selbstbestimmten Frauen!

Tochter und Vater quercErman Aksoyseit 40 Jahren kämpft TERRE DES FEMMES e.V. dafür, dass Frauen und Mädchen gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei leben können. Viel ist erreicht, noch viel mehr bleibt zu tun. Wir machen weiter! Eines ist jedoch klar: Ohne dass auch Männer mitwirken, ist Gleichberechtigung unmöglich. Und auch der Weg dorthin wird kürzer, je mehr Männer ihn mitgehen. Darum möchten wir Ihnen heute das Engagement von Männern vorstellen, die für Frauenrechte als Menschenrechte kämpfen, die ihre eigene Rolle hinterfragen und andere zum Umdenken motivieren. Und die sich mit uns zusammen für eine Welt einsetzen, in der Frauen und Männer, Töchter und Väter, Brüder und Schwestern gleichberechtigt zusammenleben – ohne Gewalt, Bevormundung und Zwang.

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„Es tat mir gut, über meinen eigenen Tellerrand zu schauen“

DSC02737©TDF

Am 22. Mai 2021 hat das Abschlusstreffen der ersten Väter-Töchter-Gruppe des Projekts „STARK! Töchter und Väter gemeinsam für Gleichberechtigung“ im Refugio in Berlin-Neukölln stattgefunden. Damit ist der erste von vier Durchgängen im Projekt zu Ende gegangen.

Unter Berücksichtigung der Corona-Maßnahmen konnten bei diesem Treffen auch die Mütter und Geschwister dabei sein. Dies hat alle sehr gefreut, da die Mädchen und Väter die Möglichkeit hatten, ihren Familien die anderen TeilnehmerInnen sowie das Projektteam vorzustellen und einen Einblick in das Projekt zu geben.

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Mutige Mädchen, die hoch hinauswollen

DSC02737©Erman AksoyWährend bei den letzten Treffen des Projekts „STARK! Töchter und Väter gemeinsam für Gleichberechtigung“ der Fokus auf dem inhaltlichen Austausch lag, war dieses Mal Mut und Geschick gefragt. Am 8. Mai 2021 verbrachten die Mädchen und ihre Väter zusammen mit dem Projektteam unter Einhaltung der AHA-Regeln sportliche Stunden im Kletterpark Potsdam.

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Von Glück und Sexualität. Die Töchter und Väter im STARK!-Projekt tauschen sich aus

IMG 3643Susanne Andreas und die Mädchen bei der „Traumreise Glück"
© TERRE DES FEMMES
Das vierte Austauschtreffen im Projekt „STARK! Töchter und Väter gemeinsam für Gleichberechtigung“ hat am 14. April 2021 im Refugio in Berlin-Neukölln stattgefunden. Während die Mädchen über Glück gesprochen haben, stand bei den Vätern auf eigenen Wunsch das Thema Sexualität auf der Agenda.

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Wie Rollen- und Berufsbilder zusammenhängen

Foto: Erman AksoyDas dritte STARK!-Austauschtreffen fand am 17. März 2021, unter Einhaltung der AHA-Regeln, statt und wurde von dem Projektteam für die Väter und Töchter zum Thema Rollen- und Berufsbilder ausgerichtet. Im Mittelpunkt standen Geschlechterstereotype, insbesondere in Bezug auf Berufe. Ziel war es, eine kritische Diskussion anzuregen, wie bzw. warum Berufe teilweise einem Geschlecht zugeschrieben werden.

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TERRE DES FEMMES hat die Petition „DEN KOPF FREI HABEN!“ abgegeben!

TERRE DES FEMMES hat die Petition „DEN KOPF FREI HABEN!“ abgegeben!

Am 11. Dezember 2020 hat TERRE DES FEMMES (TDF) nach mehr als zweijähriger Laufzeit die Petition „DEN KOPF FREI HABEN!“ an das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) in Berlin überreicht. Insgesamt wurden über 38.800 Unterschriften gesammelt und an Staatssekretärin Frau Dr. Sudhof überreicht. 

Aufgrund der Pandemie-Bestimmungen fand das Austauschgespräch zur Petition am 25. Februar 2021 digital mit dem BMJV statt. Staatssekretärin Frau Dr. Sudhof nahm gemeinsam mit Herrn Bindels, Leiter des Referats Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Völker- und Europarecht, an dem Termin teil. 

TERRE DES FEMMES hat beim Austauschgespräch wertvolle Hinweise erhalten, insbesondere bezüglich der Kompetenzverteilung sowie Vernetzungsmöglichkeiten. TDF hat aus diesem Gespräch neben neuen Ideen auch ein positives Gefühl geschöpft, da seitens des Bundesjustizministeriums mehrmals die Wichtigkeit der Arbeit an dem Thema „Kinderkopftuch“ betont wurde.

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Ja zum Vollverschleierungsverbot in der Schweiz

Die Schweiz hat abgestimmt: Das Tragen einer Vollverschleierung, sprich einem Gesichtsschleier, der nur die Augen freilässt,Gleichberechtigung und Verschleierung ist nun verboten. 51,2 Prozent der SchweizerInnen haben am 7. März 2021 dafür gestimmt. TERRE DES FEMMES  (TDF) begrüßt das Vollverschleierungsverbot in der Schweiz und fordert die deutschen Parteien auf, sich im Rahmen der von TDF erstellten Wahlprüfsteine, diesem Thema anzunehmen.

Seit 2017 setzt sich die Schweizer Volksinitiative „Ja zum Verhüllungsverbot“ für ein Verbot der Vollverschleierung im öffentlichen Raum ein. Für die Initiative stellen Freiheit – „freie Menschen zeigen ihr Gesicht“ – und Gleichberechtigung die zentralen Gründe für ein Verbot dar, aber auch Sicherheit (Nicht-Vermummung auf Demonstrationen) und Terrorabwehr sind ihr ein Anliegen. Jedes Verbot muss gut überlegt sein und geht immer mit Ausnahmen einher, die in diesem Fall unter anderem für Mund-Nasen-Bedeckungen gelten.

TDF fordert seit 2016 ebenfalls ein gesetzliches Verbot der Vollverschleierung in der Öffentlichkeit. Die Vollverschleierung repräsentiert ein inakzeptables Geschlechterbild. Eine einschränkende geschlechtsspezifische Kleidung steht der Gleichberechtigung von Mann und Frau nach Art. 3 GG entgegen.

Niqab und Burka sind Ausdruck eines rückwärtsgewandten Geschlechterverständnisses, demzufolge sich Frauen vor den (begehrlichen) Blicken fremder Männer schützen müssten. Außerdem ist das dahinterstehende Männerbild problematisch, weil es den Mann zu einem unkontrollierten, triebhaften Wesen stilisiert. Frauen sollen sich durch die Vollverschleierung von den Blicken dieser Männer schützen.

Der Kleidungsstil einer Frau steht in keinem Zusammenhang mit ihrer sexuellen Verfügbarkeit bzw. ihrem Wunsch nach sexueller Annäherung.

Die Vollverschleierung verletzt die Menschenwürde der Frau und ist Ausdruck von Sexismus und Geschlechtertrennung. Alle Formen des Körper- und Gesichtsschleiers sind Kennzeichen eines religiösen Fundamentalismus, der für Missachtung und Erniedrigung der Frau und ihrer Degradierung zu einem Objekt steht. Letztlich gehört das Gesicht zur Identität und macht mithilfe der Mimik einen großen Teil der zwischenmenschlichen Kommunikation aus.

Der Gesichtsschleier ist aus feministischer Sicht nicht einfach ein Stück Stoff, ein Kleidungsstück wie jedes andere. Er symbolisiert den ultrakonservativen Islam salafistischer bzw. wahhabitisch-sunnitischer Ausrichtung und ist nicht ohne Grund mit dem IS assoziiert. Daher überrascht es nicht, dass viele muslimische Frauen und Männer der Vollverschleierung ablehnend gegenüberstehen. Wir solidarisieren uns mit den säkularen und liberalen MuslimInnen, die immer häufiger vonseiten konservativer unter Druck gesetzt werden. Mit der Unterstützung des Verhüllungsverbots solidarisieren wir uns zudem mit vielen liberalen Menschen, die in Ländern wie Saudi-Arabien oder dem Iran ihr Leben für den Kampf für Gleichberechtigung aufs Spiel setzen.

TERRE DES FEMMES macht sich stark gegen alle Menschenrechtsverletzungen, die Mädchen und Frauen weltweit allein deshalb erdulden müssen, weil sie weiblich sind. TDF folgt in ihrem Engagement dem feministischen Leitbild: Die Geschlechter sind einander ebenbürtig – ohne Wenn und Aber. Festzementierte Positionen für Frauen in Familie und Gesellschaft werden abgelehnt, unabhängig davon, ob sie religiös, kulturell, als Tradition oder als natürliche Bestimmung definiert werden.

Daraus folgt: TERRE DES FEMMES lehnt sexistische, rassistische, rechtsextreme, populistische, islamistische und andere religiöse fundamentalistische Ideologien ab, die zur Begründung für Gewalt gegen Frauen und als Instrument ihrer Unterdrückung herangezogen werden.

Was Mädchen und ihre Väter gegen sexualisierte Gewalt tun können – ein STARKer Austausch!

Teilnehmer und Workshopleiterin D. Birri
Die Väter sowie Projektreferentin Désirée Birri (Mitte) und Moderator Mozafer Kabbar (2. v. r.) halten Fische in die Kamera, die widerspiegeln, wie sie sich am Ende des Treffens fühlten. © TERRE DES FEMMES

Am 17.02.2021 hat das zweite Austauschtreffen des ersten Durchgangs im Projekt „STARK! Töchter und Väter gemeinsam für Gleichberechtigung“ stattgefunden. Das Thema des Workshops war dieses Mal: Mädchenrechte und was Mädchen und ihre Väter gegen Gewalt tun können.

Nach einem kurzen Input durch das Projektteam zu Zahlen und Fakten über häusliche und sexualisierte Gewalt, hat der Film „Männerwelten“ für eine lebhafte Diskussion gesorgt. Die zentrale Frage, die im Raum stand, war: „Wie können wir unsere Töchter schützen?“

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„Es macht mir Hoffnung, dass es Väter gibt, die so denken wie ich.“ Das erste inhaltliche Treffen im Projekt STARK!

Foto: © TERRE DES FEMMES

Am 20.01.2021 hat der erste inhaltliche Austausch im Projekt „STARK! Töchter und Väter gemeinsam für Gleichberechtigung“, unter Beachtung der sogenannten AHA-Regeln, persönlich in Berlin-Neukölln stattfinden können. Mit den Vätern hat das Projektteam, bestehend aus Ciler Kilic, Désirée Birri und Mozafer Kabbar, in angenehmer und vertrauensvoller Atmosphäre zu den Themen Vaterrolle und Vater-Tochter-Beziehung gesprochen.

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STARKer Projektauftakt

Foto: © Erman Aksoy

Am Samstag, den 5. Dezember 2020, war es soweit: Zum Auftakt des Projekts „STARK! Töchter und Väter gemeinsam für Gleichberechtigung“ haben sich das gesamte Projektteam sowie die Väter und Töchter im Refugio in Berlin getroffen.

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Der Countdown läuft: Am 05. Dezember 2020 heißt es STARK!-klar

STARK Team 2020. Foto: © TERRE DES FEMMESFoto: © TERRE DES FEMMESDer Start des Projekts „STARK! Töchter und Väter gemeinsam für Gleichberechtigung“ im Referat Gleichberechtigung und Integration rückt näher. Deshalb lernen die TERRE DES FEMMES-Referentinnen Ciler Kilic und Désirée Birri seit September 2020 interessierte Berliner Väter und Töchter im persönlichen oder digitalen Gespräch kennen.

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TERRE DES FEMMES im Gespräch mit Halina Bendkowski: "Säkularität bedeutet die Aufklärung ernst zu nehmen und die Macht der Kirchen und aller Religionen im öffentlichen Raum zurück zu halten"

Foto: © Halina Bendkowski

Der Anlass: Säkularität und Berliner Neutralitätsgesetz

Anlässlich der aktuellen Diskussionen über das Neutralitätsgesetz in Berlin trafen wir die Agentin für Feminismus und Geschlechterdemokratie, einst kulturelle Kuratorin des feministischen FrauenKulturzentrums SCHOKOFABRIK in Berlin-Kreuzberg, Sprecherin  der Berliner FrauenfrAKTION und Gründungsfrau des Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e. V. (LSVD), Halina Bendkowski. 

Im Gespräch erzählt uns die 71-jährige Feministin, dass sie als ungewolltes Kind aus einem Verhältnis ihrer katholischen Mutter mit einem jüdischen Mann im Nachkriegspolen hervorging.

Solange sie zurück denken kann, war sie mit Gewalt konfrontiert, die sie sowohl in Polen als  auch später im Nachkriegsdeutschland als furchtbar normal erlebte, denn niemand half, wie sie noch im Nachhinein vorwirft.

Hieraus entwickelte sich bei ihr das Bedürfnis, sich selber mit Suche nach Hilfe, aus der Gewaltspirale zu entziehen. Die feministische Lektüre und deren Aktivistinnen halfen ihr, ihre eigenen Erfahrungen und die der anderen konstruktiv zu verarbeiten. Es befähigte sie, sich u.a. engagiert für den Kampf gegen Gewalt einzusetzen. Heute ist Bendkowski eine angesehene Aktionsforscherin des Feminismus, der Männerforschung und der Lesbenbewegung. In der Debatte um das Berliner Neutralitätsgesetz sieht sie in der Frage um Gleichberechtigung die Pflicht des Staates, sich der Geschlechterdemokratie verpflichtet zu wissen und diese auch durchzusetzen. Gerade weil die Feministin von der Macht und deren Konventionen in den Religionen weiß – da deren Rollenbilder überall Ungleichheiten verursachen –, appelliert Bendkowski an die Fürsorgepflicht des Staates und fordert eine strikte Einhaltung der gebotenen Säkularität, d.h. Trennung von Staat und religiösen Anschauungen- jenseits des Privaten. 

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Social Media Awareness-Woche zum Thema "Kinderkopftuch"

© Florian Chefai (CC BY-ND 3.0 DE)

Mit der Petition "DEN KOPF FREI HABEN" fordert TERRE DES FEMMES eine gesetzliche Regelung des sogenannten „Kinderkopftuchs“ an öffentliche Bildungseinrichtungen für alle minderjährigen Mädchen. Für diese Position haben wir viel Zuspruch und Solidarität, aber auch Gegenwind erhalten. Auf unserem Instagram Kanal findet diese Woche (3.-9. August 2020) eine Awareness-Woche zum Thema "Kinderkopftuch" statt, in der wir auf Fragen, Anmerkungen und Kritik eingehen werden, um Klarheit über unsere Position und unsere Beweggründe dahinter zu schaffen. Dafür konnten wir zudem viele prominente Menschen wie Mina Ahadi gewinnen.

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