Archiv: Meldungen zu GNE

Das jähe Ende einer Kindheit - Unterstützen Sie unser Engagement zur Abschaffung von Frühehen

Foto: © Sam Nasim (Flickr): Child Marriage/BangladeshSeit vielen Jahren setzt sich TERRE DES FEMMES gegen die Zwangsverheiratung von Mädchen ein: Durch unsere engagierte Aufklärungsarbeit haben wir das Thema in Deutschland an die Öffentlichkeit gebracht. Wir bieten bundesweit Schulungen für Lehrkräfte und BehördenmitarbeiterInnen an, wir machen Aufklärungsprojekte an Schulen. Mit unserer Fachberatungsstelle LANA leisten wir konkrete Hilfe für betroffene Mädchen. Unser großes Engagement trug 2011 endlich Früchte: es wurde ein Gesetz zur Bekämpfung der Zwangsheirat mit vielen Verbesserungen für die Opfer verabschiedet. Zwangsheirat ist seitdem ein eigenständiger Straftatbestand. Trotz allem bleibt viel zum Schutz der bedrohten Mädchen zu tun.

Weiterlesen ...

Erfolgreicher Start des Theaterprojektes „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“ – Prävention zu Ehrverbrechen an Schulen in Baden-Württemberg

Bilkay Öney, Integrationsministerin Baden-Württembergs, stellt das von ihrem Ministerium unterstützte Präventionsprojekt zu Zwangsverheiratung vor. Foto: © TERRE DES FEMMESBilkay Öney, Integrationsministerin Baden-Württembergs, stellt das Präventionsprojekt zu Zwangsverheiratung vor.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Am 7. Juli 2014 startete TERRE DES FEMMES das Theaterprojekt „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“, das bis Ende des Jahres an insgesamt 20 Schulen in verschiedenen Städten in Baden-Württemberg zu sehen sein wird. Nach der Premiere in Remshalden die von der baden-württembergischen Integrationsministerin Bilkay Öney eröffnet wurde, war das Theaterstück vor den Sommerferien noch in Sindelfingen, Mannheim und an zwei Schulen in Pforzheim zu Gast. Am 16. Oktober beginnt der zweite Block mit Aufführungen an zwei Schulen in Heilbronn.

Der Beginn des Präventionsprojektes wurde ganz bewusst einige Wochen vor Ferienbeginn gelegt: Ferienzeit ist für die meisten Schülerinnen und Schüler die schönste Zeit des Jahres. Für Jugendliche aus streng patriarchalen Familien kann der Familienurlaub im Heimatland der Eltern hingegen in eine (Zwangs-)Hochzeit münden.

Weiterlesen ...

5. September 2014: Die UN Generalversammlung diskutiert das wichtige Thema der Früh- und Zwangsehen

Bereits im Jahr 2013 hat die UN wichtige Weichen für die Behandlung des Themas Früh- und Zwangsehen gestellt: So beschloss der UN-Menschenrechtsrat im letzten September, auf seiner 26. Sitzung (Juni 2014) das Thema zu diskutieren. Dafür wurde das Büro der Hohen Kommissarin für Menschenrechte beauftragt, einen Bericht zu verfassen, der als Grundlage dienen sollte. Dieser Bericht (PDF-Datei), zu dem auch TERRE DES FEMMES mit ihrer Expertise einen Beitrag geleistet hat, sowie eine Zusammenfassung der Diskussion (PDF-Datei) wurden an die UN-Generalversammlung weitergeleitet.

Weiterlesen ...

Erfolgreiche Premiere des Theaterprojektes „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“ – Prävention zu Ehrverbrechen an Schulen in Baden-Württemberg

Kurz vor den Sommerferien in Baden-Württemberg startete TERRE DES FEMMES das Theaterprojekt „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“ am Montagvormittag, den 7. Juli, in der Ernst-Heinkel-Realschule in Remshalden bei Stuttgart. Das Theaterstück wird bis Dezember an insgesamt 20 Schulen in verschiedenen Städten des Bundeslandes aufgeführt.

Weiterlesen ...

Die Post-2015 Agenda für nachhaltige Entwicklung: Die Chance nutzen und die Abschaffung von Frühehen als eigenständiges Ziel aufnehmen!

Sogenannte Früh- bzw. Kinderehen (early/child marriages) sind weltweit ein großes Problem. Mittlerweile gibt es internationale Bestrebungen, diese Menschenrechtsverletzung wirksam zu bekämpfen: Durch Aufnahme als eigenständiges Ziel in der sogenannten Post-2015 Agenda.

Weltweit wird Mädchen und Frauen mit dem Verweis auf die vermeintliche (Familien-) Ehre ein freies und selbstbestimmtes Leben verweigert. Sie werden kontrolliert, unterdrückt und auf ihre Rolle als Hausfrau und Mutter reduziert. Auf keinen Fall dürfen sie vor- oder außereheliche Sexualbeziehungen haben, sonst verletzen sie das Ansehen der Familie. Um die Jungfräulichkeit ihrer Töchter sicherzustellen, verheiraten Familien diese oft in sehr jungen Jahren.

Weiterlesen ...

Survivors’ Netzwerk zu Gewalt im Namen der Ehre erfolgreich eingerichtet!

Seit Jahren beschäftigt TERRE DES FEMMES die Frage, wie die Betroffenen von Gewalt im Namen der Ehre eine Stimme bekommen können, wenn sie aus Schutzgründen ein Leben in Anonymität leben müssen. In einem ersten Schritt wurden 2012 persönliche Blogs von Überlebenden von Gewalt im Namen der Ehre auf unserem Jugendportal www.zwangsheirat.de veröffentlicht.

Weiterlesen ...

Aus aktuellem Anlass: TERRE DES FEMMES wiederholt Forderung „Keine falsche Toleranz für ‚Ehren’-Mörder!“

Am 24. März 2014 ist das Urteil gegen den 23-jährigen Deutsch-Afghanen Isa S. gesprochen worden. Wegen Mordes in Tateinheit mit Abtreibung wurde er zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Isa S. hatte am 5. Februar 2013 seine 22-jährige schwangere Ex-Freundin Jolin S. mit mehreren Messerstichen getötet, da er die Schwangerschaft nicht akzeptierte und Angst vor seiner Familie hatte. Diese lebt nach strengen, traditionellen Wertvorstellungen und hätte die Beziehung, geschweige denn die Schwangerschaft nie akzeptiert. Isa S. fürchtete, von seiner eigenen Familie deswegen verstoßen zu werden, da er das Ansehen der Familie beschädigt hatte. Er hatte Jolin S. vor der Tat mehrmals bedroht und versucht, sie zu einer Abtreibung zu drängen. Das hatte Jolin aber jedes Mal abgelehnt. Schließlich sah er keine andere Möglichkeit mehr, als Jolin und damit sein ungeborenes Kind umzubringen.

Weiterlesen ...

100% Einsatz gegen Gewalt an Frauen: Nebahat Akkoç zu Besuch bei TERRE DES FEMMES in Berlin

Hat die unabhängige Frauenrechtsarbeit in der Türkei auch eine Bedeutung für Deutschland und Berlin? Und wenn ja, welche? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Besuchs der türkischen Frauenrechtsaktivistin Nebahat Akkoç bei TERRE DES FEMMES in Berlin am 10. März 2014, zwei Tage nach dem Internationalen Frauentag. Zusammen mit der Neuköllner Gleichstellungsbeauftragten Sylvia Edler und der anonymen Kriseneinrichtung Papatya veranstaltete TERRE DES FEMMES zudem eine öffentliche Informationsveranstaltung im Rathaus Neukölln zu dem Thema. „Frauenrechte in der Türkei?!“ – Diese Frage lockte mehr als 100 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer in den überfüllten BVV-Saal, wo Nebahat Akkoç von sich und ihrer Arbeit berichtete.

Weiterlesen ...

Der „Ehren“-Mord an Hatun Sürücü jährte sich am 7. Februar zum neunten Mal

Am 07.02.2005 wurde die Deutsch-Türkin Hatun Sürücü mit 23 Jahren von ihrem jüngeren Bruder auf offener Straße in Berlin-Tempelhof erschossen. Sie wollte ein freies und selbstbestimmtes Leben führen und hat damit bewusst gegen die strengen Regeln und tradierten Ehrvorstellungen ihrer Familie verstoßen. Durch den Mord wollte der Täter die Ehre der Familie retten.

Weiterlesen ...

Interaktives Theater an Schulen in Baden-Württemberg: „MEIN LEBEN. MEINE LIEBE. MEINE EHRE?“

Im Juli sowie Oktober bis Dezember 2014 werden an baden-württembergischen Schulen die ersten Aufführungen des interaktiven Theaterstücks „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“ stattfinden – ein Theaterstück gegen Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsheirat. Das Theaterprojekt ist eine Kooperation von TERRE DES FEMMES mit dem Theaterensemble „Mensch: Theater!“ und der mobilen Beratungsstelle Yasemin.

Weiterlesen ...

Das Projekt: Mädchen und junge Frauen vor Zwangsverheiratung schützen - Fortbildungen und Aufklärungsarbeit an Berliner Schulen - ist erfolgreich abgeschlossen

Foto: © auremar - fotolia.comFoto: © auremar - fotolia.comAm 31.01.2014 endet das Projekt „Mädchen und Frauen vor Zwangsverheiratung schützen-Bildungschancen verbessern: Qualifizierung von Lehrkräften“. Im Zeitraum von einem Jahr führte TERRE DES FEMMES e.V. zehn Fortbildungen für Lehrkräfte, SchulsozialarbeiterInnen und MitarbeiterInnen von Behörden und Beratungsstellen zum Thema Zwangsheirat durch. Diese Fortbildungen wurden von der Kampagne „Mein Herz gehört mir“ begleitet, in dessen Rahmen Infostände, Workshops sowie Aufklärungsarbeit an Berliner Schulen stattfanden. Das Projekt wird durch den Europäischen Integrationsfond kofinanziert.

 

Weiterlesen ...

Der Todestag von Arzu Özmen jährt sich zum zweiten Mal

Wir erinnern an Arzu Özmen, die am 01.11.2011 von ihrem Bruder ermordet wurde. Das wegweisende Urteil zu diesem Fall ist nun rechtskräftig.

Im August 2011 wurde Familie Özmen bekannt, dass ihre Tochter Arzu eine Liebesbeziehung mit einem nichtgläubigen Arbeitskollegen führte. Sie musste daraufhin ihren Arbeitsplatz kündigen, wurde geschlagen und in der Wohnung eingesperrt. Arzu flüchtete jedoch alsbald in ein Frauenhaus und erstattete Anzeige. Nach längerer Suche entdeckte eine Schwester Arzus, die bei der Stadtverwaltung arbeitete, den Aufenthaltsort. Sie hatte das Frauenhaus verlassen, um ihren Freund zu besuchen. Noch in derselben Nacht wurde Arzu von fünf Geschwistern aus der Wohnung ihres Freundes entführt und erschossen.

Weiterlesen ...

„Mein Herz gehört mir“ – Aufklärungskampagne zu Zwangsheirat

Aufkleber PostkarteUnter dem Motto „Mein Herz gehört mir“ startet TERRE DES FEMMES eine Aktion gegen Zwangsheirat an Berliner Schulen.

Ziel der Aktion ist es, SchülerInnen zu dem Thema Zwangsverheiratung zu sensibilisieren. Betroffene SchülerInnen können sich über Hilfsangebote informieren und sich beraten lassen. Die Aktion wird von Oktober 2013 bis Januar 2014 durchgeführt.

Weiterlesen ...

Wahlprüfsteine von TERRE DES FEMMES zum Thema Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsverheiratung

Parteilogos 2013Im Vorfeld der Bundestagswahl am 22. September 2013 und der Landtagswahl in Bayern am 15. September 2013 und am 22. September in Hessen hat TERRE DES FEMMES Wahlprüfsteine an die Bundes- und Landesparteien geschickt, um abzufragen, wie diese Gewalt gegen Mädchen und Frauen insbesondere Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsverheiratung in der nächsten Legislaturperiode bekämpfen wollen.

Weiterlesen ...

Weitere Urteile in „Ehren“-Mordprozessen verkündet

Am Montag, den 15. Juli 2013 gab die Staatsanwaltschaft Detmold in einer Pressemitteilung bekannt, dass die Mutter von Arzu Özmen mit Strafbefehl vom 19. Juni 2013 wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt wurde, ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung.
Ebenfalls am 15. Juli 2013 wurden weitere Urteile im „Ehren“-Mordfall Iptehal Al-Zein verkündet. Die junge Libanesin Iptehal war im August 2008 auf einem Parkplatz der Autobahn 45 durch Kopfschüsse getötet worden. Ihr Onkel bekam lebenslänglich wegen Mordes, der Bruder eine Jugendstrafe von sechseinhalb Jahren.

Weiterlesen ...

Verwendung von Cookies

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.