Aktuelles zum Thema Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsverheiratung

11. Todestag von Morsal Obeidi: Kein Opfer ist je vergessen

Heute vor 11 Jahren starb Morsal Obeidi. Am 15. Mai 2008 wurde sie mit 16 Jahren in Hamburg von ihrem eigenen Bruder Ahmed ermordet. Nach jahrelangem Leiden unter ihrer gewalttätigen Familie, die nicht akzeptieren konnte, dass sie frei und selbstbestimmt leben wollte, rächte sich ihr Bruder mit über 20 Messerstichen an ihr. Sie hatte in seinen Augen die Familienehre beschmutzt, weil sie sich den strengen Traditionen ihrer Familie nicht gebeugt hatte.

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Bundesweiter Start des Films “Nur eine Frau“ am 09. Mai 2019

Gedenkveranstaltung zum 14. Todestag von Hatun Sürücü. Foto: © TERRE DES FEMMESGedenkveranstaltung zum 14. Todestag von Hatun Sürücü. Foto: © TERRE DES FEMMESDas Leben von Hatun Sürücü - Zwangsheirat und sog. "Ehrenmorde" gehören nach wie vor nicht der Vergangenheit an

Der Film „Nur eine Frau“ erzählt die wahre Geschichte von Hatun Sürücü, die am 7. Februar 2005 von ihrem eigenen Bruder auf offener Straße erschossen wurde, weil sie angeblich die Ehre der Familie verletzt hatte:

Hatun, die sich selbst und von Freunden und Familie Aynur genannt wurde, begleitet nichts ahnend ihren Bruder Ayhan zur Bushaltestelle. Doch bevor sie an der Haltestelle in Berlin-Tempelhof ankommen, wird Aynur von ihrem eigenen Bruder auf offener Straße erschossen. 
Zuhause liegt ihr fünfjähriger Sohn Can im Bett und schläft. Er weiß noch nicht, dass er seine Mutter nie wiedersehen wird…

Mit unkonventionellen Stilmitteln und einer außergewöhnlichen Erzählstruktur gelingt es der Regisseurin Sherry Hormann dem Zuschauer einen authentischen Einblick in das Leben einer mutigen Deutsch-Türkin zu ermöglichen.

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Polizeiliche Kriminalstatistik 2018 veröffentlicht: Fälle von Zwangsverheiratung auf gleichem Stand wie im Vorjahr

Der Bundestag hat am 17. März 2011 ein Gesetz gegen Zwangsehen verabschiedet. Seit nun mehr als 8 Jahren dient es der Bekämpfung der Zwangsheirat und soll zum besseren Schutz von Opfern beitragen.

Das Gesetz zeigt seit der Verabschiedung bereits Wirkung: Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik wurde familieninterne Gewalt häufiger gemeldet. Lagen die Zahlen der polizeilich erfassten Zwangsehen im Jahr 2015 noch bei 50, so gab es im Jahr 2018 bereits 75 gemeldete Fälle.

Am höchsten gefährdet sind Mädchen zwischen 14 und 21 Jahren. Grund für ein so junges Alter ist möglicherweise, dass einer früh verheirateten Tochter damit keine Zeit gelassen wird durch voreheliche Beziehungen oder das Bestreben nach Autonomie die Familienehre in Verruf zu bringen.

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STOP-Schulung geht in die letzte Runde

Teilnehmerinnen der Schulung im Dezember zusammen mit der Referentin Myria Böhmecke. Foto: © TERRE DES FEMMESTeilnehmerinnen der Schulung im Dezember zusammen mit der Referentin Myria Böhmecke. Foto: © TERRE DES FEMMESEnde Februar 2019 fand die letzte Fortbildung des von Aktion Mensch geförderten Projekts „STOP harmful traditional practices – patriarchale Gewalt verhindern“ statt. Teilnehmerinnen aus der Straßensozialarbeit, der Pädagogik und der Wissenschaft wurden in diesem Rahmen eingehend über sog. traditional harmful practices (z. dt.: traditionelle schädigende Praktiken) aufgeklärt und anhand eines 10-Punkte-Plans dazu geschult, wie im Einzelfall am sensibelsten und effektivsten gehandelt werden kann.  Unter den Begriff der traditional harmful practices fallen Praktiken, die hauptsächlich auf kulturell und sozial verwurzelte patriarchale Normen zurückzuführen sind und vor allem junge Frauen und Mädchen unterdrücken. Das sind z.B. Zwangsverheiratung, Ehrverbrechen, weibliche Genitalverstümmlung oder Jungfräulichkeitstests.

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Gender ABC: Internationales Projektmeeting in TERRE DES FEMMES-Bundesgeschäftsstelle

PartnerInnen des aktuellen Projekts sind v.l.n.r. Isma Benboulerbah (EndFGM), Sónia Breda (APF), Carolin Pranz (TDF), Myria Böhmecke (TDF), Maja Wegener (TDF), Ophélie Masson (EndFGM), Sónia Duarte Lopes (APF), Paco Llorente (MDM), Fiona Coyle (EndFGM), Susana Vicente Andueza (MDM), Eva Ulshöfer (TDF), Valentina Fanelli (AIDOS). Julia Mergenschröer (TDF). Foto: © TERRE DES FEMMESPartnerInnen des aktuellen Projekts sind v.l.n.r. Isma Benboulerbah (EndFGM), Sónia Breda (APF), Carolin Pranz (TDF), Myria Böhmecke (TDF), Maja Wegener (TDF), Ophélie Masson (EndFGM), Sónia Duarte Lopes (APF), Paco Llorente (MDM), Fiona Coyle (EndFGM), Susana Vicente Andueza (MDM), Eva Ulshöfer (TDF), Valentina Fanelli (AIDOS). Julia Mergenschröer (TDF). Foto: © TERRE DES FEMMESVom 13. bis 15. März 2019 fand das zweite Meeting des EU-geförderten Projektes Gender ABC in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin statt. Mit den ProjektpartnerInnen der Organisationen EndFGM (Belgien), AIDOS (Italien), MDM (Spanien) und APF (Portugal) wurde der aktuelle Stand sowie der weitere Verlauf des Projekts diskutiert.

Ein wichtiger Punkt auf der Agenda: Die Wirkung und Evaluation des Projekts sowie Herausforderungen in der Durchführung in den Schulen.

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