5. Europäischer Tag gegen Menschenhandel am 18.10.2011

Der europaweite Tag gegen Menschen­handel bietet die Gelegenheit, sich die traurige Realität des lukrativen Geschäfts mit Mädchen und Frauen bewusst zu machen.

Das Geschäft mit der Ware Mensch floriert. Schätzungen gehen von 2,4 Millionen Menschen aus, die weltweit pro Jahr verkauft werden. Darunter sind laut der EU eine halbe Million Frauen, die nach Europa gebracht werden.

© picarts.de"Verbrauchsdatum" überschritten
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Die Betroffenen werden zur Prostitution gezwungen oder als billige Arbeitskräfte ausgebeutet - auch hier in Deutschland. Die Frauen sind durch die erlebte Gewalt oft traumatisiert und krank. Sie brauchen Schutz, gesundheitliche Rehabilitation und müssen ihre rechtlichen Ansprüche geltend machen können. Doch wie gehen wir hierzulande mit den Opfern um?

Christa Stolle, Geschäftsführerin von TERRE DES FEMMES: "Wenn Frauen aus Angst nicht bereit sind, als Zeuginnen gegen ihre Peiniger auszusagen, müssen sie Deutschland meist innerhalb einiger Wochen verlassen." Stolle weiter: "Von zig deutschen Männern vergewaltigt werden sie mit ihren traumatischen Erlebnissen allein gelassen. Eine unhaltbare Situation."

TERRE DES FEMMES fordert die Bundesregierung auf, innerhalb der Umsetzung des Übereinkommens des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels ihren Verpflichtungen nachzukommen und Betroffene endlich besser zu unterstützen.

Lesen Sie unsere aktuelle Stellungnahme zu den Gesetzesvorhaben  (PDF-Datei) „Übereinkommen des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels“ und „Stärkere Reglementierung des Betriebs von Prostitutionsstätten“.