Bundeslagebild Menschenhandel – Bundeskriminalamt veröffentlicht aktuelle Zahlen für Deutschland

Nach dem Anstieg der Anzahl der abgeschlossenen Ermittlungsverfahren zum Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung in den Vorjahren war im Jahr 2010 erstmals wieder ein Rückgang festzustellen. Rund 14 % der Opfer waren minderjährig. Über die Hälfte der Opfer stammte aus osteuropäischen Staaten.

Die größte Herausforderung bleibt die Schwierigkeit, Opfer von Menschenhandel zu identifizieren und diese zu einer Aussage vor den Strafverfolgungsbehörden zu bewegen, um den Straftatbestand des Menschenhandels beweisen zu können.

Im  Jahr 2010 wurden 41 Opfer des Menschenhandels zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft ermittelt, rund 78% mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg beruht jedoch auf einem Verfahrenskomplex aus Niedersachsen.

BKA-Vizepräsident Jürgen Stock: „Eine professionelle Opferbetreuung und die enge Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden mit Fachberatungsstellen sind daher auch weiterhin von zentraler Bedeutung,

Auf der Homepage des Bundeskriminalamts können Sie sich das vollständige Bundeslagebild zum Menschenhandel downloaden.