TERRE DES FEMMES Filmkooperation zu „WHORES’ GLORY“

WHORES’ GLORY, eine Dokumentation von Michael Glawogger über den Alltag der Prostitution, ist ab dem 29. September 2011 in den deutschen Kinos zu sehen. Der Film gewährt eine Einsicht in das Leben von Prostituierten in Thailand, Bangladesh, sowie Mexiko.

Der Trailer gibt einen ersten Einblick.

Weitere Informationen zum Film: www.whoresglory.de

Filminhalt

Filmplakat zum Film Whores Glory

In drei Teilen, an drei verschiedenen Orten, setzt sich der Film mit dem Leben von Prostituierten auseinander. In Bangkok werden junge Frauen Freiern in einer Art Glaskasten präsentiert. Dort werden sie von interessierten „Käufern“, die sich bei ihrer Entscheidung gerne vom Personal beraten lassen, begutachtet.
In Bangladesch werden viele Frauen in das Prostitutionsgewerbe hineingeboren oder an so genannte „Hurenmütter“ verkauft. Auf engstem Raum leben 600-800 Prostituierte, deren Lebenssituation von Armut geprägt ist. Einen Ausstieg aus dem Hurenviertel und dem Leben dort gibt es nicht.
In Mexiko werden die Frauen in der Endstation "La Zona de la toleranzia" gezeigt. Die „Zone“ ist ein Ort außerhalb der Stadt, umzäunt und streng von Polizisten überwacht, in dem die Frauen vor ihren Häusern in der Kälte auf Kundschaft warten. Für 100 Pesos bieten sie ihre Dienste an. Neben dem Sex spielen das Beten und Drogen eine wichtige Rolle in ihrem Leben.

TERRE DES FEMMES zum Film

„Eine bessere Patriarchatskritik kann man kaum drehen“, meint Christa Stolle Geschäftsführerin von TERRE DES FEMMES zu dem Film. „Der Film verdeutlicht das wir in einer Welt leben in der Sexualität und weibliche Körper für Männer käufliche Güter sind.“

Der Film zeigt den Kapitalismus in seiner reinsten Form - einem Interview zur Folge hat auch Michael Glawogger für die Dreherlaubnis im Hurenviertel Bangladesch mit den Hurenmüttern über den Preis verhandelt. 

"Der Film hat schonungslos den Alltag der Prostitution eingefangen und macht deutlich, dass manche Mädchen quasi ins Prostitutionsgewerbe hineingeboren oder verkauft werden, ohne Ausweg“ so Stolle weiter.

TDF unterstützt Präventionsprojekte in Indien und Weißrussland

TERRE DES FEMMES setzt sich für ein selbstbestimmtes Leben aller Mädchen und Frauen ein, zum Beispiel mit einem Bildungsprojekt für Mädchen in Indien. Durch solche Projekte schaffen wir alternative Lebensmöglichkeiten für junge Frauen.

Unser langjähriges TERRE DES FEMMES Förderprojekt „Indira Social Welfare Organisation“ (ISWO) unterstützt Frauen im Distrikt Dhenkanal (Bundesstaat Orissa). Die Tradition der Mitgift, welche für die meisten Familien unbezahlbar ist, zwingt viele Familien ihre Töchter an Hurenmütter zu verkaufen. ISWO bietet Bildungsprogramme für Frauen in ländlichen Regionen an, damit diese ihre Familien finanziell unterstützen können und so der Gefahr des Verkaufs entgehen.

Nicht selten werden Frauen unter falschen Versprechen ins Ausland gelockt. Dort wartet allerdings oft die Arbeit als Prostituierte auf sie. Deshalb setzt sich TERRE DES FEMMES für das Förderprojekt „Malinowka“ ein, damit junge Frauen in Weißrussland über dubiose Versprechungen von so genannten Arbeitsagenturen aufgeklärt werden. Im Vordergrund steht momentan die Betreuung junger Frauen, die im Jugendgefängnis inhaftiert sind oder waren. Nach ihrer Entlassung sind sie eine leichte Beute für MenschenhändlerInnen, die ihnen eine bessere Zukunft im „goldenen Westen" versprechen. Hier bemüht sich Malinowka darum Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben aufzuzeigen.

Unterstützen auch Sie unsere Projekte mit einer Spende, damit junge Frauen selbstbestimmt und frei leben können!