Männer-Fußball-WM 2006: TDF-Aktionen gegen Frauenhandel und Erfolge der Kampagne

Rote Karte gegen ZwangsprostitutionWährend der Fußballweltmeisterschaft der Männer 2006 in Deutschland hat TERRE DES FEMMES sich vermehrt zu dem Thema Frauenhandel und Zwangsprostitution engagiert.

Bürgermeister unterzeichnen Resolution gegen Zwangsprostitution

Am 11. Mai fand in der Leonhardskirche in Stuttgart eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Die Welt zu Gast bei Freunden! Deshalb: keine Zwangsprostitution" statt. Ein gut besetztes Publikum von 140 Leuten hörte den DiskussionsteilnehmerInnen zu. Im Rahmen dieser Veranstaltung hat TERRE DES FEMMES die Oberbürgermeister von Stuttgart, Waiblingen, Schorndorf, Esslingen und Rottenburg dafür gewinnen können, eine Resolution gegen Zwangsprostitution zu unterstützen. Mittlerweile haben insgesamt über 30 (Ober-) BürgermeisterInnen die Resolution unterzeichnet.

TDF - Engagement gegen Zwangsprostitution deutschlandweit

In Bamberg beteiligte sich die TDF-Städtegruppe an der Unterschriftenaktion, der "abpfiff"-Kampagne des Deutschen Frauenrates. Sie verteilten "Rote Karten" gegen Zwangsprostitution während der WM-Spielübertragungen. Außerdem sammelten sie an mehreren Spielübertragungsorten in Bamberg Unterschriften.
Auch in Nürnberg waren TDF-Frauen vor dem Fandorf aktiv.

Die Städtegruppe Berlin ließ 10.000 Bierdeckel bedrucken. Auf der Vorderseite stand "Rote Karte gegen Menschenrechtsverletzungen während der WM", auf der Rückseite: "Zwangsprostitution kommt nicht in die Kiste". Die Bierdeckel wurden während der WM in den Berliner Kneipen ausgelegt Mit der Aktion beteiligten sich die Berlinerinnen an der Kampagne www.stoppt-zwangsprostitution.de.

In Konstanz machten TDF-Frauen am 29. Juni lautstark mit Trillerpfeifen an einem Infotisch auf Zwangsprostitution aufmerksam und sammelten Unterschriften für die "abpfiff"-Kampagne.

Die Städtegruppe Regensburg organisierte im Juni gemeinsam mit dem Frauennotruf e. V. Regensburg einen Infostand gegen Zwangsprostitution in der Regensburger Innenstadt. Sie sammelten Unterschriften für die "abpfiff"-Kampagne gegen Zwangsprostitution und verteilten Infomaterialien.

Fußballmesse in Stuttgart: TDF bezieht Stellung gegen Zwangsprostitution

Vom 26. bis 28. Mai 2006 fand in Stuttgart eine Fußballmesse statt, auf der das Regionalbündnis Württemberg zusammen mit der evangelischen Kirche an einem Stand vertreten war. Während der WM war im Schlossgarten in Stuttgart ein Zelt der evangelischen Kirche aufgestellt, wo das Regionalbündnis ebenfalls mit einem Stand vertreten war. Da in diesem Zelt die einzelnen Fußballspiele übertragen wurden, konnten viele Menschen erreicht werden. Neben dem Stand wurde der Film "Lena" von Inge Bell zum Thema Frauenhandel und Zwangsprostitution gezeigt. In einer anschließenden Gesprächsrunde konnten sich ZuschauerInnen über das Thema informieren und austauschen.

TDF-Stand in Stuttgart auf der Fußballmesse 2006 TDF-Stand in Stuttgart auf der Fußballmesse 2006

Erfolge der Kampagne

TDF ist der Meinung, dass diese zahlreichen Aufklärungsaktionen, über die auch in den Medien umfassend und ausführlich berichtet wurde, zu einem Ausbleiben des befürchteten Anstiegs der Zwangsprostitution führten. Dazu kam noch, dass die Fußballweltmeisterschaft der Männer zu einem Familienerlebnis für wurde.

Archiv der Aktionen:

(Ober-)Bürgermeister unterstützen Resolution gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution
Auftakt zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006
Städtegruppe Berlin verteilt 10.000 Bierdeckel - Rote Karte für Zwangsprostitution während der WM 2006
Fußball-WM 2006 und Zwangsprostitution - Aktionen am Münchner Flughafen
Presseerklärung zum Kampagnenstart "Stoppt Zwangsprostitution"